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Erstklassige Medizin, Ausbildung und Forschung gehören zur DNA des Klinikums

Das Klinikum Nürnberg wird 125 Jahre alt

Erstklassige Medizin, Ausbildung und Forschung gehören zur DNA des Klinikums Das Klinikum Nürnberg hat Grund zu feiern: Vor 125 Jahren gegründet, hat sich das Städtische Krankenhaus in der Flurstraße zu einem der größten kommunalen Krankenhäuser Deutschlands entwickelt. „An zwei Standorten in Nürnberg und in unseren beiden Kliniken im Nürnberger Land können wir unseren Patientinnen und Patienten Spitzenmedizin und eine riesige Bandbreite an Leistungen bieten. Das erfüllt uns mit Stolz, das treibt uns auch bei unseren Zukunftsprojekten an“, sagt Prof. Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Medizin und Strategie des Klinikums, anlässlich des Jubiläums. Weil der 125. Geburtstag ein Anlass zur Freude ist, wird gefeiert: mit Festakt, Kinderfest und Programm während der Langen Nacht der Wissenschaften. 

Vor 125 Jahren hatte Wilhelm Conrad Röntgen gerade die Röntgenstrahlen entdeckt. Dass es verschiedene Blutgruppen gibt, war noch unbekannt. Und die bahnbrechende Entdeckung des Antibiotikums sollte noch 30 Jahre dauern: In diesem Kontext ist am 5. September 1897 das Städtische Krankenhaus in der Flurstraße im Nürnberger Stadtteil St. Johannis eröffnet worden; ein Krankenhaus mit 760 Patientenbetten in Pavillonbauweise nach dem Vorbild von Hamburg-Eppendorf. (Historie: www.125jahre-klinikum-nuernberg.de

125 Jahre später kann das Klinikum Nürnberg auf eine erfolgreiche und bewegte Geschichte zurückblicken, die auch einige dunkle Kapitel umfasst. Doch eine Konstante zieht sich durch die Jahrzehnte: der stete Wille zu Erneuerung und Fortschritt, medizinisch und baulich. Und heute? „Das Klinikum ist auch mit 125 Jahren sehr agil“, sagt Jockwig. „Ich erlebe das Klinikum als Innovationstreiber, das aus der Verantwortung für seine Patientinnen und Patienten heraus an der Spitze der medizinischen Entwicklung steht.“

35.000 Operationen im Jahr

 

Die beiden Standorte Nord und Süd des Klinikums Nürnberg und die beiden Krankenhäuser in Lauf und Altdorf im Nürnberger Land spielen eine zentrale Rolle bei der Gesundheitsversorgung der ganzen Region. Diese Bedeutung zeigt sich auch in nackten Zahlen: Im Klinikum Nürnberg werden in nicht-pandemischen Zeiten im Schnitt rund 115.000 Patientinnen und Patienten stationär und mehr als 180.000 ambulant pro Jahr behandelt. Im Schnitt werden jährlich rund 35.000 Operationen durchgeführt. 42 Institute und Kliniken mit renommierten Medizinerinnen und Medizinern und hochprofessionellem Pflegepersonal kümmern sich um die Patientinnen und Patienten.

Meilensteine: Klinikum Nürnberg Süd und Kommunalunternehmen

Ein wichtiger Meilenstein war der Neubau des Klinikums Nürnberg Süd in Langwasser mit über 1000 Betten und zehn Operationssälen; am 1. April 1994 wurde das bis dahin kostspieligste Gebäude in der Stadtgeschichte eingeweiht. 14 Kliniken fanden dort ihre Heimat, darunter die neue Herzchirurgie. Seit der Eröffnung kamen auch dort neue Einrichtungen dazu, zum Beispiel psychiatrische Tageskliniken für Erwachsene und Kinder.

Eine zentrale Weiche wurde 1998 gestellt, als das bis dahin als städtischer Eigenbetrieb geführte Krankenhaus – als erstes Krankenhaus in Bayern – in ein selbstständiges Kommunalunternehmen umgewandelt wurde. Die Folge: Das Klinikum Nürnberg konnte eigenverantwortlich Entscheidungen treffen und wirtschaftlicher handeln. „Diese neue Struktur war klug erdacht“, so Jockwig. „Dass sich die Stadt Nürnberg und ihr Stadtrat immer zum Klinikum bekannt haben, kann man nicht hoch genug bewerten“, fährt er fort. „Wir können uns dadurch ganz auf die Frage konzentrieren: Was ist das Beste für unsere Patienten? Wir können alle Menschen optimal behandeln – unabhängig davon, ob durch die Behandlung so viel erlöst wird wie diese kostet“, so Jockwig. „Bei uns entscheidet die Ärztin oder der Arzt, wer eine Krankenhausbehandlung benötigt, nicht der Kaufmann. Das ist mir wichtig“, betont Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung. „Wir müssen wirtschaftlich handeln, aber nicht renditeorientiert. Das ist ein wichtiger Unterschied auch im Hinblick auf verantwortungsvolles medizinethisches Handeln“, hebt Jockwig hervor.

Die Finanzierung bleibt ein Problem

Ein Problem bleibt allerdings die Gegenfinanzierung. „In der jetzigen Krankenhausfinanzierung spielt es keine Rolle, welchen Träger eine Klinik hat, auch nicht, ob sie gewinnorientiert arbeitet oder gemeinnützig. Das ist ein Nachteil für breit aufgestellte kommunale Maximalversorger wie das Klinikum Nürnberg. Hier würde ich mir ein Gegensteuern der Politik wünschen“, sagt Jockwig. Umso bedeutender sind die Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen, die das Klinikum Nürnberg großzügig unterstützen und zum Beispiel das Dr. Hans Birkner-Haus oder das Dr. Theo Schöller-Haus im Klinikum Nürnberg Nord ermöglicht haben.

Maximalleistung in der Pandemie

Wie wichtig eine gesunde Krankenhauslandschaft ist, hat gerade die Corona-Krise überdeutlich gezeigt. Seinem Auftrag als Maximalversorger und Haus der kommunalen Daseinsvorsorge ist das Klinikum Nürnberg während der Pandemie in großem Umfang nachgekommen. Über 5.200 COVID-Patientinnen und   -Patienten wurden bislang im Klinikum Nürnberg behandelt, davon mehr als 800 auf den Intensivstationen. „Unsere Häuser haben diese nie dagewesene Herausforderung sehr gut bestanden“, resümiert Jockwig. Auch die Krankenhäuser Nürnberger Land haben dazu einen wichtigen Beitrag geliefert. Diese gehören seit 2006 zum Klinikum Nürnberg – eine deutschlandweit einmalige Fusion, die die wohnortnahe medizinische Versorgung sichert.

„Einer der größten Ausbilder der Region“ – und eine Uni

Das Klinikum Nürnberg ist mit seinen rund 6500 Beschäftigten (inklusive aller Töchter und Azubis: rund 8700) nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber. Zur DNA des Konzerns Klinikum Nürnberg gehören auch Aus-, Fort- und Weiterbildung. „Das Klinikum Nürnberg ist einer der größten Ausbilder der Region. Bei uns werden aktuell fast 600 Menschen im sogenannten weißen, nicht ärztlichen Bereich ausgebildet“, sagt Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung. Der Pflege-Nachwuchs wird im Centrum für Pflegeberufe ausgebildet, das über 100 Jahre alt ist. Seit über einem halben Jahrhundert gibt es bereits das Fort- und Weiterbildungszentrum cekib. Auch die Entwicklung neuer Berufsfelder zeichnet das Klinikum aus. Das Klinikum Nürnberg hat zuletzt zusammen mit der TH Nürnberg die Studiengänge Hebammenwissenschaften und Digitales Gesundheitsmanagement auf den Weg gebracht. Ein ganz entscheidender Meilenstein war 2014 die Gründung der Medical School des Nürnberger Ablegers der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg. Seitdem ist das Klinikum Nürnberg Uni-Campus mit nunmehr 250 Studierenden der Humanmedizin.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital. Ohne sie wären wir nicht das, was wir heute sind“, sagt Personalvorstand  Schuh. Um gut qualifiziertes Personal zu bekommen und zu halten, setzt das Klinikum Nürnberg auf faire Konditionen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit innovativen Ansätzen wie der Akquise ausländischer Pflegekräfte begegnet das Klinikum Nürnberg Engpässen bei der Pflege.

An der Zukunft wird gebaut

Zwei große Zukunftsprojekte bestimmen die Agenda des Klinikums Nürnberg: Der Baubeginn eines neuen Kinderklinikums mit Geburtshilfe steht unmittelbar vor der Tür, der Spatenstich ist noch in diesem Jahr geplant. Der Neubau des Kinderklinikums Nürnberg zählt zu den Großprojekten in den kommenden Jahren in der Region. Das Projekt wird vom Freistaat Bayern mit knapp 105 Millionen Euro gefördert. Ein großer Vorteil für werdende Eltern ist, dass in denselben Neubau die Geburtshilfe der Klinik für Frauenheilkunde einziehen wird. So entstehen zum Beispiel acht neue Kreißsäle. Sollten Komplikationen in der Schwangerschaft, während oder nach der Geburt auftreten, profitieren Familien von der medizinischen Versorgung der Kleinsten auf höchstem Niveau in unmittelbarer räumlicher Nähe. Spezialisten der Neonatologie stehen im Kinderklinikum bereit.  

Mit dem Bau eines neuen Zentrums für seelische Gesundheit und einer Ausweitung der stationären und tagesklinischen Behandlungsplätze reagiert das Klinikum Nürnberg auf die Zunahme psychischer Erkrankungen. Im neuen Zentrum für seelische Gesundheit sollen Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik vereint werden. Dafür wurden von Seiten des Freistaats Fördergelder in Höhe von über 75 Millionen Euro bewilligt.

Darüber hinaus steht der Neubau eines Notfallzentrums an. Das Klinikum befindet sich hier gerade in enger Abstimmung mit dem bayerischen Gesundheitsministerium und der Regierung von Mittelfranken.

„Mit diesen Leuchtturm-Projekten werden wir auch in Zukunft sehr gut aufgestellt sein“, so Jockwig und Schuh unisono.

125 Jahre – das ist ein Grund zum Feiern

Weil das Jubiläum ein Grund zur Freude ist, wird gefeiert. Höhepunkt ist ein Festakt am 13. Mai 2022 um 15 Uhr im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg. Im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medizin, Wissenschaft und Stadtgesellschaft wirft das Klinikum Nürnberg einen Blick zurück nach vorn.

Bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 21. Mai von 18 bis 23 Uhr können die Besucher im Klinikum Nürnberg Nord unter anderem auf „Zeitreise durch 125 Jahre Medizin im Klinikum Nürnberg“ gehen.

Und zum Vormerken: Am Samstag, 2. Juli 2022, sind Familien und alle, die einen tollen Tag erleben wollen, zum Sommerfest eingeladen: von 13 bis 17 Uhr auf dem Spielplatz der Kinderklinik im Klinikum Nürnberg Süd.

Für die Beschäftigten ist ein Mitarbeiterfest geplant.

Weitere Informationen zum Jubiläum, zu den Feiern, zu Zukunftsprojekten und zur Geschichte sowie historische Bilder finden Sie unter www.125jahre-klinikum-nuernberg.de

Foto 1: Das Klinikum Nürnberg wird 125 Jahre alt. Für Bettina Schmitkunz, pflegerische Stationsleitung, Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung, Prof. Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender, und Christian Falk, Pflegepädagoge, ist das ein Grund zur Freude (von links).

Quelle: Giulia Iannicelli/Klinikum Nürnberg 

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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