Abschied von Prof. Dr. Frank Erbguth

Ruhestand nach 21 Jahren am Klinikum Nürnberg

Ein Klinikum Nürnberg ohne Prof. Dr. Frank Erbguth, das sei kaum vorstellbar – mit diesen Worten leitete Prof. Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg, seine Abschiedsrede ein. Auf der Verabschiedungsfeier, zu der neben seiner Ehefrau sowie Kolleginnen und Kollegen auch zahlreiche Weggefährten von Prof. Erbguth geladen waren, brachte Jockwig es wie folgt auf den Punkt. „Wir werden Sie sehr vermissen. Und auch die Patientinnen und Patienten werden sich daran gewöhnen müssen: Prof. Erbguth ist ab dem 1. April im wohlverdienten Ruhestand.“

Seit über 21 Jahren war Erbguth Ärztlicher Leiter der Klinik für Neurologie in Nürnberg. Unter seiner Führung hat sich die Neurologie am Klinikum Nürnberg einen fabelhaften Ruf weit über die Grenzen von Bayern hinaus erarbeitet. Er sei von Beginn an die ideale Besetzung für die Chefarzt-Stelle am Klinikum sowie ab 2014 auch als Universitätsprofessor an der PMU Nürnberg gewesen, so Jockwig. Als Universitätsprofessor an der PMU Nürnberg zeigte er großes Engagement in der Lehre, was seine Studierenden u. a. mit der Auszeichnung „Teacher of the Year“ gewürdigt haben.

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Zahlreiche Meilensteine in 21 Jahren

Zu den zahlreichen Meilensteinen, die Erbguth in seiner Zeit am Klinikum Nürnberg gesetzt, begleitet und geprägt hat, gehört allen voran der Aufbau einer der größten Stroke Units in Deutschland. Ebenso hat Erbguth sich für eine breit aufgestellte neurologische Diagnostik stark gemacht. „Da sind wir so gut, dass andere Häuser auf unsere Expertise vertrauen“, so Jockwig. Auch das interdisziplinäre und interprofessionelle Miteinander im Neurozentrum sei ein nachhaltiger Verdienst des Chefarztes.

Besonders in Erinnerung wird Prof. Erbguth dem Klinikum Nürnberg außerdem für sein Engagement in Fragen zur Medizinethik, als Gesprächspartner für gesundheitspolitische und -ökonomische Fragen, als Mann der Forschung und Lehre, als begnadeter Redner und als kritischer Geist bleiben. „Vor allem aber waren Sie stets für Ihre Patientinnen und Patienten da. Ebenso konnten sich alle Kolleginnen und Kollegen immer auf Sie verlassen. Auch das macht eine ideale Besetzung aus“, so Jockwig, der sich im Namen des gesamten Vorstands bei Prof. Erbguth für sein langjähriges Engagement bedankte und ihm neben Blumen und Präsentkorb zum Abschied die Klinikums-Medaille überreichte.

Prof. Erbguth, sichtlich gerührt, gab den Dank zurück. Die Neurologie habe sich in Nürnberg nur deshalb so gut entwickelt, weil er sich auf eine super Mannschaft, ein gutes Miteinander und großen Rückhalt bei der Leitung habe verlassen können. „Es ist ausgesprochen gut, wie es hier zugeht“, so Erbguth in seiner Ansprache.

Der gebürtige Hofer ist im Mai 2001 ans Klinikum Nürnberg gekommen. Zuvor war er 18 Jahre lang zunächst als Assistenzarzt und später als Leitender Oberarzt in der Neurologischen Klinik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Erbguth hat an der FAU auch studiert, approbiert, promoviert (mit „magna cum laude“), habilitiert sowie verschiedene Facharztausbildungen und Weiterbildungen absolviert. Wikipedia führt ihn als „Neurologen, Psychiater, Psychologen und Hochschullehrer“. Zusätzlich engagiert sich Prof. Erbguth bei der Deutschen Hirnstiftung. Seit 2019 ist er Präsident und macht sich dafür stark, die Behandlung von Neurologie-Patientinnen und -patienten in Deutschland noch weiter zu verbessern.

Bild: Prof. Dr. Achim Jockwig (l.), Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg, überreicht Prof. Dr. Frank Erbguth zum Abschied die Klinikums-Medaille.

Foto: Klinikum Nürnberg

Autorin/Autor: Klinikum Nürnberg, Unternehmenskommunikation

 
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