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Kunsttherapie kennt kein Alter: Vernissage im neuen „AugenBlick“ am Klinikum Nürnberg

STAEDTLER-Stiftung fördert kunsttherapeutische DUERER-Studie

In der Psychiatrie, der Psychosomatik oder der Pädagogik ist die Kunsttherapie längst angekommen. Doch auch in der Geriatrie zeigen sich positive Effekte kunsttherapeutischer Maßnahmen. Die Nürnberger Klinik für Innere Medizin 2 mit dem Schwerpunkt Geriatrie will diese Wirkfaktoren im Rahmen einer Studie unter dem Motto „Kunsttherapie kennt kein Alter“ wissenschaftlich belegen. Dafür wird der ehemalige Blumenladen am Eingang des Klinikums Nürnberg Nord zu einem Treffpunkt für Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen. Am 14. Oktober wird der neue Kreativraum mit einer Vernissage eröffnet: Zu sehen sind Arbeiten von Patientin-nen und Patienten.

„Ein Augenblick kann ein kurzer Zeitraum des Innehaltens sein, ein einmaliger Moment – aber auch ganz einfach die Sinneswahrnehmung, der Blick aus den Augen“, erklärt Prof. Dr. Katrin Singler den Namen des neu gestalteten Kreativraums. Was hier geplant ist? „Wir möchten das AugenBlick als Treffpunkt für alle Altersklassen mit und ohne seelische oder körperliche Erkrankungen nutzen“, sagt Kunsttherapeutin Johanna Masuch. „Ausstellungen, Workshops und innovative Projekte – geplant sind Einblicke in die kunsttherapeutische Praxis sowie in die Arbeit unserer Studienteams.“ Ziel sei es auch, ein Bewusstsein für das wachsende Interesse an der Kunsttherapie im medizinischen Kontext zu schaffen. Eröffnet wird das „AugenBlick“ im Rahmen einer Vernissage mit geladenen Gästen am 14. Oktober um 16 Uhr. Danach soll es regelmäßig für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden.

DUERER-Studie untersucht Kunsttherapie im ambulanten Bereich

„Die Kunsttherapie ist eine vergleichsweise junge Disziplin“, so Prof. Singler. „Es gibt bislang wenige Studienergebnisse und auch in Sachen Grundlagenforschung sehen wir Nachholbedarf.“ In diesem Kontext ist ihr Team schon vor Jahren aktiv geworden, um den wissenschaftlichen Zusammenhängen in der Kunsttherapie speziell für geriatrische Patienten auf den Grund zu gehen.

Dank der Unterstützung durch die STAEDTLER-Stiftung wurde 2017 die sogenannte PAINT-Studie ins Leben gerufen, um den Einfluss kunsttherapeutischer Maßnahmen auf ein Delir bei älteren Patientinnen und Patienten zu untersuchen. Seit 2020 läuft die Folgestudie DUERER. Der Name steht dabei nicht für den berühmten Nürnberger Maler Albrecht Dürer, sondern ist die Abkürzung von „OlDer adults in NUrEmberg and aRt thERapy“. 

Frau Masuch250
 

Die Studie fokussiert sich im Gegensatz zur klinisch-orientierten PAINT-Studie auf die kunsttherapeutischen Möglichkeiten im ambulanten Bereich – in Heimen, aber auch in der Familie durch pflegende Angehörige. „Das DUERER-Studienteam arbeitet interprofessionell“, erklärt Johanna Masuch. „Wichtig ist uns außerdem, klare Leitplanken zu schaffen für eine qualifizierte Ausbildung. So erarbeiten wir im Rahmen der Studie erstmalig und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und dem Deutschen Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie einen Lernzielkatalog für das kunsttherapeutische Studium.“

Große Resonanz beim ersten Nürnberger Forum für Kunsttherapie

Der Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen stand auch beim ersten Nürnberger Forum für Kunsttherapie und Wissenschaft im Mittelpunkt, zu dem die Nürnberger Klinik Mitte September eingeladen hatte. Im Nürnberger Marmorsaal kamen dabei rund 80 Mediziner, Kunsttherapeuten, Studierende und Vertreter aus anderen Gesundheitsberufen zusammen – nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, aus Österreich, England und Frankreich. „Der rasch ausgebuchte Kongress war nicht nur für uns eine Premiere, sondern für die Kunsttherapie in ganz Deutschland“, so Prof. Singler. Die große Resonanz zeige, wie wichtig und fruchtbar das Vernetzen auf diesem Gebiet sei. Fest steht schon jetzt: Im kommenden Jahr soll das 2. Nürnberger Forum für Kunsttherapie stattfinden – und zwar am 23. und 24. September 2022.

Bild 1: Prof. Dr. Katrin Singler, Klinik für Innere Medizin 2 mit dem Schwerpunkt Geriatrie, Klinikum Nürnberg

Bild 2: Kunsttherapeutin Johanna Masuch, Klinik für Innere Medizin 2 mit dem Schwerpunkt Geriatrie, Klinikum Nürnberg

Fotos: Klinikum Nürnberg

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation Klinikum Nürnberg

 
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