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Klinikum Nürnberg kritisiert ver.di scharf: "Vorgehen ist unverantwortlich"

Warnstreik bei der Klinikum Nürnberg Service-GmbH

Am zweiten Tag des Warnstreiks bei der Klinikum Nürnberg Service-GmbH (KNSG) hat sich die Gewerkschaft ver.di ein weiteres Mal nicht an die getroffenen Vereinbarungen für OPs oder Intensivstationen gehalten. Obwohl ver.di am Dienstagnachmittag zugesichert hatte, dass am Mittwoch trotz des Streikaufrufs ausreichend Reinigungskräfte der KNSG in den OPs, in der Notaufnahme am Klinikum Nürnberg Nord und auf den Intensiv- und COVID-Stationen ihren Dienst antreten, ist von dem mit ver.di vereinbarten Personalkontingent niemand zur Frühschicht erschienen. Dieses Vorgehen der Gewerkschaft ist unverantwortlich, kritisiert das Klinikum Nürnberg. Dass das Klinikum trotzdem weiterhin Notfall-Patienten aufnehmen konnte und der Warnstreik letztlich nicht auf dem Rücken der Patienten ausgetragen wurde, ist nur dem schnellen Einspringen eines externen Reinigungs-Dienstleisters zu verdanken.

Im Rahmen der Tarifgespräche zwischen der KNSG und der Gewerkschaft ver.di hat die Gewerkschaft die Beschäftigten der Servicebereiche des Klinikums von Dienstag an ab 6 Uhr zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Entgegen der Zusicherung von ver.di, dass Corona-Stationen und Intensivstationen generell vom Warnstreik ausgenommen würden, ist es genau auf diesen Stationen bereits am Dienstag bedauerlicherweise zu Beeinträchtigungen gekommen. Infolge des Warnstreiks mussten außerdem allein am Standort Nord rund zehn operative Eingriffe verschoben werden, darunter auch Tumor-OPs.

Niemand trat seinen Dienst an

Daraufhin hat das Klinikum Nürnberg noch am Dienstagnachmittag die für Tarifkonflikte vorgesehene Clearingstelle einberufen, damit sich diese Situation am zweiten Streiktag nicht wiederholt. Klinikum Nürnberg und ver.di einigten sich in den Gesprächen in der Clearingstelle auf eine Mindestbesetzung mit Reinigungskräften in den OPs, in der Notaufnahme am Klinikum Nürnberg Nord, auf den Intensivstationen und COVID-Stationen. Ver.di sicherte dem Klinikum zu, dass am Mittwochmorgen ausreichend Mitarbeiter der KNSG zum Dienst erscheinen.

Doch tatsächlich trat niemand von den Reinigungskräften, die in den Gesprächen mit der Clearingstelle avisiert worden waren, die Frühschicht an. „Wir respektieren das Streikrecht selbstverständlich. Doch dieses Vorgehen von ver.di, sich nicht an die Vereinbarungen zu halten, ist absolut verantwortungslos, zumal die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist“, sagt Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung am Klinikum Nürnberg.

Nur durch eine schnelle interne Umorganisationen, dank des Einsatzes der KNSG-Beschäftigten, die nicht gestreikt haben, und durch den schnellen Einsatz von Reinigungskräften einer externen Firma konnte verhindert werden, dass sich das Klinikum Nürnberg von der Integrierten Leitstelle abmelden musste. Nur so konnte es weiter Notfälle aufnehmen. Die Leitstelle koordiniert die Einweisung von Notfall-Patienten in die Krankenhäuser.

Dauer des Warnstreiks ist unverhältnismäßig

Das Klinikum Nürnberg erneuert zudem seine Kritik an der Dauer des Warnstreiks: „Aus Sicht des Klinikums Nürnberg ist ein 48-stündiger Warnstreik in dieser Schärfe zum jetzigen Zeitpunkt unverhältnismäßig“, sagt Dr. Andreas Becke, KNSG-Geschäftsführer und Vorstand Infrastruktur und Finanzen des Klinikums Nürnberg. Besonders irritierend ist es aus Sicht des Klinikums, dass der Warnstreik das Ziel hat, das Klinikum an den Verhandlungstisch zurückzubewegen. „Da sind wir längst“, fährt Dr. Becke fort. Schon vor dem Warnstreik wurde für die kommende Woche ein Gespräch mit ver.di vereinbart.

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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