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Klinikum Nürnberg: Warnstreik beeinträchtigt

Tarifverhandlungen bei der Klinikum Nürnberg Service-GmbH

Im Rahmen der Tarifgespräche zwischen der Klinikum Nürnberg Service-GmbH (KNSG) und der Gewerkschaft ver.di hat die Gewerkschaft die Beschäftigten der Servicebereiche des Klinikums vom heutigen Dienstag an ab 6 Uhr zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Entgegen der Zusicherung von ver.di, dass Corona-Stationen und Intensivstationen generell vom Warnstreik ausgenommen würden, ist es heute genau auf diesen Stationen bedauerlicherweise zu Beeinträchtigungen gekommen. Außerdem mussten infolge des Warnstreiks Operationen verschoben werden. Als Konsequenz wird das Klinikum Nürnberg die für Tarifkonflikte vorgesehene Clearingstelle einberufen, damit sich dies am zweiten Streiktag nicht wiederholt.

Seit Dezember 2019 befindet sich das Klinikum Nürnberg in Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di über die Weiterentwicklung des Tarifvertrags Service. Dieser Tarifvertrag betrifft die rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinikum Nürnberg Service-GmbH, die in den Bereichen Empfang, Transport, Küche und Materialwirtschaft, Wäscherei, Näherei oder Reinigung arbeiten. Vom Beginn der Frühschicht am heutigen Dienstag, 18. Mai, bis zum Ende der Nachtschicht am Donnerstag, 20. Mai, hat ver.di die KNSG zum Warnstreik aufgerufen.

Warnstreik trifft die sensibelsten Bereiche

Einer ersten Zwischenbilanz zufolge ist ein größerer Teil der Beschäftigten diesem Aufruf gefolgt. Zudem meldete sich eine ganze Reihe von Beschäftigten aus dem Servicebereich kurzfristig krank. Mit gravierenden Folgen für das Klinikum Nürnberg: Denn die größten Auswirkungen hat der Warnstreik ausgerechnet auf die sensibelsten Bereiche im Krankenhaus.

Auf mehreren Intensivstationen waren Reinigungskräfte nicht zur Arbeit erschienen. Das Klinikum konnte den Betrieb dort nur nach interner Umorganisation aufrechterhalten. Außerdem mussten wegen fehlender Reinigungskräfte, die normalerweise für die Reinigung in den OPs zuständig sind, Operationen abgesagt werden. „Für die betroffenen Patientinnen und Patienten ist das eine Katastrophe, weil auch aufgrund der Pandemie schon viele Eingriffe verschoben werden mussten. Für die Menschen, die auch wegen der Corona-Pandemie auf der Warteliste für eine OP stehen, ist eine erneute Absage eine unzumutbare psychische Belastung“, sagt Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung am Klinikum Nürnberg.

Damit sich diese Situation am Mittwoch nicht wiederholt, hat das Klinikum Nürnberg die sogenannte Clearingstelle einberufen. Sie ist paritätisch mit Vertretern des Klinikums Nürnberg und der Gewerkschaft ver.di besetzt und kann im Konfliktfall einberufen werden.

Verhandlungen über eine Notdienstvereinbarung für Streiktage waren im Vorfeld unter anderem daran gescheitert, dass ver.di dem Klinikum Nürnberg diktieren wollte, wie viele Operationssäle während der Warnstreiks betrieben werden können.

Klinikum ist gesprächsbereit

„Aus Sicht des Klinikums Nürnberg ist ein 48-stündiger Warnstreik in dieser Schärfe zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin unverhältnismäßig“, sagt Dr. Andreas Becke, KNSG-Geschäftsführer und Vorstand Infrastruktur und Finanzen des Klinikums Nürnberg.

Das Klinikum hat bereits in der vergangenen Woche signalisiert, dass es gesprächsbereit ist, und mit ver.di einen Verhandlungstermin vereinbart, was ja Ziel des Streikaufrufs war. Das letzte Angebot an ver.di für 2022 lag mit einem Stundenlohn von 12 Euro bis 14,94 Euro – je nach Aufgabengebiet und Betriebszugehörigkeit - bereits deutlich über den branchenüblichen Tarifen. Das entspricht – je nach Betriebszugehörigkeit – einer Lohnsteigerung von 13,5 bis 17,6 Prozent innerhalb von 24 Monaten. Die Forderung von ver.di hätte im selben Zeitraum Lohnsteigerungen von bis zu 60 Prozent zur Folge, was nicht finanzierbar ist.

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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