Nürnberg School of Health

TH Nürnberg und Klinikum Nürnberg bündeln ihre Expertise im Gesundheitswesen

Die TH Nürnberg und das Klinikum Nürnberg reagieren auf die technologischen und fachlichen Entwicklungen im Gesundheitswesen mit einer strategischen Kooperation. In der neuen „Nürnberg School of Health“ der TH Nürnberg bündeln die beiden Einrichtungen ihre große Expertise. Die neue Einrichtung startet mit den beiden Studiengängen „Hebammenwissenschaft“ und „Digitales Gesundheitsmanagement“, die ab dem Wintersemester 2021/2022 angeboten werden sollen.

Zwei große Einrichtungen der Metropolregion Nürnberg bündeln ihre Expertise: Die TH Nürnberg gründet in enger Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg die „Nürnberg School of Health“. In der neuen Organisationseinheit werden zukünftig Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Weiterbildungen angeboten und mit angewandter Forschung und Transfer vereint. Die beiden Einrichtungen ergänzen sich dabei an der Schnittstelle von Gesundheit, Technologie und Bildung und bieten so die ideale Verbindung von akademischer Ausbildung und Anwendungskompetenz. Die ersten beiden Studiengänge „Hebammenwissenschaft“ und „Digitales Gesundheitsmanagement“ sollen zum Wintersemester 2021/2022 starten.

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Die TH Nürnberg ist mit rund 13.000 Studierenden sowohl eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften als auch eine der forschungsaktivsten Hochschulen ihrer Art in Deutschland. „Wir kooperieren seit Jahren eng mit dem Klinikum Nürnberg. Im Zuge der Akademisierung vieler bestehender Gesundheitsberufe war die Gründung einer Organisationseinheit in enger Abstimmung mit dem Klinikum der nächste logische Schritt. Wir wollen aber darüber hinaus auch Bildungsangebote für neue Berufsbilder entwickeln, die an der Schnittstelle von Gesundheitswesen und Technik liegen. Die „Nürnberg School of Health“ steht für eine moderne, anwendungsnahe Lehre und die Ausbildung interprofessioneller Kompetenz. Zudem legen wir großen Wert auf die interdisziplinäre Vernetzung mit anderen fachnahen Studiengängen der TH Nürnberg“, erklärt Prof. Dr. Niels Oberbeck, Präsident der TH Nürnberg.

Die künftigen Angebote der „Nürnberg School of Health“ werden insbesondere von drei Aspekten durchdrungen sein, die im Gesundheitswesen der Zukunft immer wichtiger werden: die Qualifikation für eine zunehmend digital geprägte Arbeitswelt, die Vermittlung der primären fachlichen Kompetenz wie auch von interprofessionellen Kompetenzen und die ethische Reflexion sowohl des eigenen Handelns wie des Einsatzes neuer Technologien. Nicht zuletzt dieser Anspruch verbindet die beiden Nürnberger Kooperationspartner.

Das Klinikum Nürnberg ist nicht nur eines der größten Krankenhäuser Deutschlands –  es versorgt rund 100.000 stationäre und 170.000 ambulante Patientinnen und Patienten pro Jahr – sondern mit seinen Bildungseinrichtungen auch bundesweit einer der größten klinischen Bildungsanbieter. Prof. Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg: „Als Maximalversorger sind wir im Klinikum Nürnberg mit unserer Hochleistungsmedizin nicht nur auf eine ausgezeichnete ärztliche Expertise sondern auf bestens qualifiziertes Fachpersonal in allen Bereichen angewiesen. Wir investieren seit Jahren kontinuierlich und erfolgreich in eigene Bildungs- und Studienangebote - von der Fachweiterbildung über zahlreiche Ausbildungsberufe bis hin zum Medizinstudium. Die enge Kooperation unseres Hauses mit der TH Nürnberg und die Gründung der „Nürnberg School of Health“ eröffnen aus unserer Sicht exzellente Perspektiven. So können wir für das Klinikum und die Metropolregion die dringend benötigen Fachkräfte selbst qualifizieren, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitere attraktive Qualifizierungsangebote machen und nicht zuletzt den Standort Nürnberg attraktiv halten.“ Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung im Klinikum Nürnberg, ergänzt: „So können wir als Klinikum nicht nur lebenslanges Lernen auf höchstem Niveau ermöglichen, sondern vor allem eine erstklassige Patientenversorgung.“

Im Gesundheitswesen besteht ein hoher Bedarf an akademisch qualifizierten Fachkräften und auch die Anforderungen an die pflegerische Versorgung steigen weiter an.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betont: „Mit der Nürnberg School of Health stellen wir die erfolgreiche Kooperation von Hochschule und Klinikum auf ein neues, festes Fundament. Theorie und Praxis, Forschung und Lehre, Anwendung und Transfer werden noch enger verzahnt. Mit der Institutionalisierung setzen wir ein sichtbares Signal für die große Bedeutung der Gesundheitsberufe und der Digitalisierung in der Medizin. Hand in Hand gestalten die TH Nürnberg und das Klinikum Nürnberg Fortschritt und Innovation – für die Gesundheitsversorgung der Zukunft, zum Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger. Nicht zuletzt in Pandemiezeiten liegt die Notwendigkeit für einen solchen Meilenstein klar auf der Hand.“

Im Wintersemester 2021/2022 sollen die ersten beiden Studiengänge der „Nürnberg School of Health“ starten: „Hebammenwissenschaft“ und „Digitales Gesundheitsmanagement“.

Der Studiengang „Hebammenwissenschaft“ vermittelt auf wissenschaftlicher Grundlage theoretische Kenntnisse und praktische Handlungskompetenzen für die Hebammenarbeit und Hebammenwissenschaft. Ziel ist, reflektierende Praktikerinnen und Praktiker auszubilden, die hochkomplexe Betreuungsprozesse auf der Grundlage wissenschaftsbasierter Entscheidungen eigenständig planen, steuern und gestalten. Die Studierenden lernen, forschungsgestützte Lösungen für das eigene berufliche Handlungsfeld zu entwickeln und neue Technologien einzusetzen.

Der Studiengang „Digitales Gesundheitsmanagement“ vereinigt Komponenten von Informatik, Management und digitaler Technologie im Gesundheitswesen. Die Studierenden werden zu Fachkräften ausgebildet, die eine Brückenfunktion an der Schnittstelle von Informatik und konkreten Anwendungsfeldern einnehmen. So können sie in ihrem späteren Berufsleben zukunftsweisende digitale Gesamtkonzepte für das Gesundheitswesen entwickeln und umsetzen.

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Der medizinisch-technische Fortschritt bringt neue Qualifikationsanforderungen mit sich und bringt neue Berufsbilder an der Schnittstelle von Gesundheitswissenschaften und Technik hervor. Mit der „Nürnberg School of Health“ begegnen die TH Nürnberg und das Klinikum Nürnberg diesem Wandel.

Foto (v. l.): Peter Schuh und Prof. Dr. Achim Jockwig (beide Vorstand Klinikum Nürnberg), Bernd Sibler (Staatsminister für Wissenschaft und Kunst) und Prof. Dr. Niels Oberbeck (TH Nürnberg)

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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