Weg frei für Leuchtturmprojekt

Freistaat Bayern gibt Fördergelder für den Neubau des Zentrums für seelische Gesundheit frei

Gute Nachrichten für das Klinikum Nürnberg: Bei der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung am 14.9.2020 wurden Fördergelder in Höhe von über 75 Millionen Euro für den Neubau des Zentrums für seelische Gesundheit bewilligt. Der Neubau, der Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik unter einem Dach vereint, ist ein Meilenstein in der psychiatrischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in der Region.  

Im Klinikum Nürnberg kümmern sich gleich drei Kliniken um die seelische Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger – vom Kleinkind bis zum alten Menschen. Mit dem Neubau des Zentrums für seelische Gesundheit bekommen die Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie*, für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie* am Standort Nord nun erstmals ein gemeinsames Dach. Das Klinikum Nürnberg reagiert damit auf die stetige Zunahme psychischer Erkrankungen in Deutschland.

Visualierung des Zentrums für seelische Gesundheit
 

Nun wurden die Fördermittel vom Kabinett der Bayerischen Staatsregierung bewilligt: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig und richtig unsere Investitionen in Krankenhäuser in Bayern sind. Gesundheit ist unser höchstes Gut. Deshalb geben wir dafür viel Geld aus und setzen unsere Krankenhausförderung konsequent fort. Mittelfranken ist mit zwei wichtigen neuen Projekten dabei, besonders in Nürnberg mit dem Zentrum für seelische Gesundheit am Klinikum Nürnberg-Nord. Im zweiten Bauabschnitt werden dort über 75 Millionen Euro für die Bereiche Diagnostik, Therapie, Pflege und Infrastruktur investiert“, sagte Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder. 

Die Vorabmaßnahme zur Vorbereitung des Baubeginns wurde vom Freistaat Bayern bereits mit 5,43 Millionen Euro gefördert.

Prof. Dr. med. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg, sieht im Neubau ein Leuchtturmprojekt, das weit über Nürnberg hinaus leuchten wird. „Die räumliche Integration der drei psychiatrisch und psychosomatisch tätigen Kliniken des Klinikums Nürnberg am Standort Nord öffnet die Tür zu einer zukunftsorientierten psychiatrischen Versorgung“, erläutert er. Zukünftig werden sich Therapiekonzepte noch stärker als bisher an der individuellen Krankengeschichte orientieren, App-gestützte Angebote werden die Therapie bereichern, die Behandlungsangebote klinik- und sektorenübergreifend noch stärker vernetzt werden. „Mit dem neuen Zentrum schaffen wir die passende Basis für diese Entwicklungen:“

Auf einer Baufläche von 4.500 m² wird ein fünfgeschossiger Bau mit einer Nutzfläche von 11.800 m² errichtet. Hier werden 182 stationäre und 110 tagesklinischen Behandlungsplätze der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ihre neue Heimat finden.

„Allein die räumliche Nähe wird der Zusammenarbeit der Kliniken noch einmal einen kräftigen Schub verleihen“, versichert Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Er rechnet mit Synergieeffekten und gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozessen, von denen sowohl die Patienten als auch die Mitarbeiter profitieren werden.

Im neuen Zentrum wird es eine gemeinsame Notaufnahme der Kinder- und Jugend-Psychiatrie und der Erwachsenenpsychiatrie und auch mehr medizinisch indizierte Überwachungsmöglichkeiten geben. Die drei Kliniken werden diagnostisch und therapeutisch eng zusammenarbeiten.

Tageslicht durchflutete Ein- und Zweibettzimmer mit eigenen Nasszellen sind dann Standard. Großzügige und helle Behandlungs-, Gruppen- und Aufenthaltsräume sowie Büros für die Mitarbeiter runden das freundliche Ambiente ab. „Gerade bei psychisch kranken Menschen spielen weiche Faktoren wie Sicherheit, Wohlbefinden und Wärme eine wichtige Rolle bei der Genesung. Dazu trägt auch ein schönes räumliches Ambiente einen wichtigen Teil bei“, betont Hillemacher. 

Zunahme psychischer Erkrankungen

Mit dem Bau eines neuen Zentrums für seelische Gesundheit und einer Ausweitung der stationären und tagesklinischen Behandlungsplätze reagiert das Klinikum Nürnberg auf eine allgemeine Entwicklung. Mehr als jeder vierte Erwachsene erfüllt bundesweit laut Deutscher Gesellschaft Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und (DGPPN) im Zeitraum eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Psychische Erkrankungen sind nicht nur die zweithäufigste Ursache für Krankheitstage im Beruf, sie sind auch der häufigste Grund für Frühverrentungen. Mit der demografischen Entwicklung wird auch die Zahl der psychischen Erkrankungen im Alter weiter steigen.

Autorin/Autor: Doris Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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