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Findet die fehlenden Millionen: Klinikum Nürnberg unterstützt den weltweiten Kampf gegen Hepatitis

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli

Von 325 Millionen Menschen weltweit, die an Hepatitis B und C erkrankt sind, wissen gut 290 Millionen gar nichts davon. Die Weltgesundheitsorganisation WHO nutzt den diesjährigen Hepatitis-Tag dazu, das Thema verstärkt in die Öffentlichkeit zu rücken. Das Klinikum Nürnberg unterstützt die Aktion auch in diesem Jahr. Prof. Dr. Alexander Dechêne, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, erklärt, was sich hinter einer Hepatitis verbirgt, warum eine Früherkennung wichtig ist und wie die Krankheit im Klinikum Nürnberg behandelt wird.

Die Hepatitis, übersetzt Leberentzündung, hat viele Gesichter. Sie kann unter anderem durch unterschiedliche Viren (Hepatitis-Virus A bis E), Gifte, Medikamente oder Autoimmun-Erkrankungen verursacht werden. Sie kann ansteckend sein oder nicht, chronisch oder akut, heilbar oder nur kontrollierbar. „Es gibt nicht die eine Hepatitis“, erklärt Prof. Dr. Alexander Dechêne, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie im Klinikum Nürnberg. „Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen, Ausprägungen und Heilungsverläufe. Bei manchen verläuft die Hepatitis unbemerkt, bei anderen wird sie lebensbedrohend. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie, um Spätfolgen zu vermeiden und Neuansteckungen zu verhindern.“

 

Erste Anlaufstelle: die Hepatitis- und Lebersprechstunde

Im Klinikum Nürnberg und im zertifizierten Leberkrebszentrum werden jährlich Hunderte Patientinnen und Patienten mit einer Hepatitis und anderen Lebererkrankungen behandelt. Erste Anlaufstelle für die Erkrankten ist die Hepatitis- und Lebersprechstunde im Ambulanten BehandlungsCentrum. Prof. Dechêne und sein Team können den Betroffenen in den meisten Fällen mit dem gezielten Einsatz von Medikamenten helfen. „Eine Hepatitis A heilt in der Regel von allein aus, auch die Hepatitis C ist fast immer heilbar“, erklärt der Chefarzt. Bei einer chronischen Hepatitis B sieht das anders aus: Sie verschwindet oft nicht vollständig. Gleiches gilt für die Autoimmun-Hepatitis. „Allerdings können wir diese Erkrankungen dank gut wirksamer Medikamente kontrollierbar machen“, so Dechêne.

Gravierende Spätfolgen sind möglich

Warum so viele Menschen nicht wissen, dass ihre Leber entzündet ist? „Bei vielen verläuft eine Hepatitis ohne größere Beschwerden im Stillen“, erklärt Dechêne. Die akute Hepatitis A zum Beispiel fühle sich oft an wie eine Grippe oder verlaufe ganz symptomlos. „Da gehen nur wenige zum Arzt, um ihre Leberwerte prüfen zu lassen. Die erhöhten Lebereiweiße im Blut werden deshalb nicht entdeckt.“ Die chronischen Formen der Hepatitis B und C können langfristig zu gravierenden Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs führen. Hinzu kommt: Virus-Hepatitiden sind ansteckend, sodass die unentdeckten Infizierten die Krankheit unwissentlich weiterverbreiten können.

Mit einer gezielten Therapie dem Leberkrebs vorbeugen

Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken jedes Jahr rund 8.800 Männer und Frauen an Leberkrebs; Tendenz steigend. Häufig wird das Leberkarzinom erst spät entdeckt – in diesen Fällen ist die Aussicht auf Heilung ungünstig. „Da gerade die chronischen Formen der Virus-Hepatitis als Hauptursache für Leberkrebs gelten, ist eine frühzeitige Therapie ungemein wichtig, so Dechêne. „Ich rate auch zu einer Impfung gegen Hepatitis A und B – dann ist eine Erkrankung von vornherein ausgeschlossen.“

Autorin/Autor: Julia Peter | Unternehmenskommunikation

 
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