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Notwendige Behandlungen nicht wegen Corona aufschieben

Chefärzte warnen

Die Zahlen gleichen sich in ganz Deutschland. Im Zuge der Corona-Pandemie kommen immer weniger Menschen in die Notaufnahmen. Auch im Klinikum Nürnberg geht die Zahl der Notfallbehandlungen zurück. Chefärzte des Klinikums Nürnberg warnen vor den langfristigen Folgen für die Gesundheit. 

Haben die Menschen Angst davor, sich im Krankenhaus mit dem Corona-Virus anzustecken? Wollen sie den Ärzten und Pflegenden mitten in der Corona-Krise nicht zur Last fallen? Oder fürchten sie das Besuchsverbot? „Wir wissen die Gründe nicht. Aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache, nicht nur hier in Nürnberg“, berichtet Prof. Dr. med. Matthias Pauschinger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 8, Schwerpunkt Kardiologie* im Klinikum Nürnberg. 

So sind die Fallzahlen bei Herzinfarkt in den letzten Wochen deutlich gesunken. Vor allem Menschen mit einer leichteren Symptomatik meiden scheinbar die Notaufnahme. Ähnliche Beobachtungen macht Prof. Dr. med. Frank Erbguth, Chefarzt der Klinik für Neurologie*. „Während die Zahl schwerer Schlaganfälle nur gering zurückgegangen ist, sehen wir viel seltener Patienten mit leichteren Schlaganfällen. Und diejenigen, die kommen, haben oft zu lange gewartet.“ Er warnt vor den negativen Folgen für die Gesundheit: „Je früher eine zielgerichtete Therapie einsetzt, desto besser lassen sich dauerhafte Schädigungen des Gehirns minimieren. 

„Für viele Menschen sind die Folgen einer unterbliebenen oder späteren Behandlung wahrscheinlich gefährlicher als das eher geringe Risiko, sich im Krankenhaus mit dem Corona-Virus zu infizieren“, erläutert Prof. Dr. med. Hubert Stein, Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Auch in seiner Klinik kommen zurzeit vermehrt Patienten, bei denen die Beschwerden schon weiter fortgeschritten sind als sonst üblich. 

Die drei Chefärzte raten daher allen Menschen, auch leichtere Beschwerden nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und medizinisch notwenige Behandlungen auf keinen Fall wegen Corona hinauszuschieben. 

Trotz Corona: Genug Ressourcen für notwendige Behandlungen im Klinikum Nürnberg 

Im Klinikum Nürnberg sind die Behandlungskapazitäten für Notfallpatienten und medizinisch notwendige Behandlungen trotz der Corona-Pandemie weiterhin vorhanden. „Im Auftrag der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung haben wir die Kapazitäten für COVID-19-Patienten ausgebaut, trotzdem haben wir noch genügend Ressourcen für die Behandlung von akut kranken und Notfallpatienten“, erläutert Prof. Dr. med. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg.   

Um Patienten und Mitarbeiter vor Infektionen mit dem Corona-Virus zu schützen, hat das Klinikum Nürnberg an den beiden Standorten Nord und Süd umfassende Hygienemaßnahmen umgesetzt. Für COVID-19-Patienten und Verdachtsfälle wurden eigens spezielle Stationen etabliert, die Wege dorthin verlaufen getrennt von den anderen Patientenwegen. 

Notfallpatienten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder verdächtige Symptome zeigen, werden isoliert. Für alle Mitarbeiter gelten strenge Hygienerichtlinien, um eine Weiterverbreitung des Virus im Krankenhaus zu verhindern.

 

Autorin/Autor: D. Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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