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Neue Leitende Oberärztin in der Herzchirurgie

Die Kunst, Aortenklappen zu rekonstruieren

Die Klinik für Herzchirurgie hat eine neue Leitende Oberärztin. Prof. Dr. med. Diana Aicher bereichert das Team seit dem 1. Januar 2020 mit großer fachlicher Expertise. Vor allem auf dem Feld der Aortenklappen-Rekonstruktion ist sie national und international als Expertin geschätzt.

Rund 300 Operationen im Jahr gehen in der Klinik für Herzchirurgie des Klinikums Nürnberg, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, auf die Rechnung geschädigter Aortenklappen. Die Ursachen hierfür sind von angeborenen Herzfehlern bis zu erworbenen Schäden breit gestreut. Zur Behandlung von Aortenklappen-Insuffizienz, also Aortenklappen, die nicht richtig schließen, plädiert Prof. Aicher möglichst für die Rekonstruktion der Klappen. „Die eigenen Klappen sind immer besser als ein Ersatz“, so die Leitende Oberärztin. Das hat so gute Gründe wie die schnellere Heilung und das um ein 10-faches geringere Infektionsrisiko.

Viele Gründe für unvollständigen Verschluss

Die Ursachen für eine Insuffizienz der Aortenklappen können sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel haben manche Menschen nur zwei statt der üblichen drei Taschen, die für den Verschluss der Aortenklappe verantwortlich sind; bei manchen wiederum ist die Aorta erweitert. Aus diesen und weiteren Gründen kann es dann dazu kommen, dass die Aortenklappe nicht vollständig schließt. Für die Rekonstruktion der Klappe ist deshalb eine sorgfältige Diagnostik nötig. „Wir müssen genau verstehen, wo die Schwachstellen liegen, um sie beheben zu können“, so Prof. Aicher. Denn nur, wenn der Auslöser des unvollständigen Verschlusses klar ist, kann die Rekonstruktion mit körpereigenem Material wie Herzbeutelgewebe oder ähnlichem erfolgreich verlaufen.

Prof. Dr. Diana Aicher
 

Rekonstruktion vor allem für Jüngere geeignet
Besonders bei jüngeren Patienten unter 60 Jahren wird zur Behebung des mangelhaften Verschlusses die Aortenklappen-Rekonstruktion auf Grund zahlreicher Vorteile bevorzugt eingesetzt. Eine anschließende Gabe von Blutverdünnern ist bei diesem Verfahren meist nicht nötig und die damit einhergehende Belastung nach der Operation so erheblich geringer.

Eine der wenigen Frauen in leitender Position
Als eine der ersten und jüngsten Frauen mit einer Professur in der Herzchirurgie ist Prof. Aicher fast eine Exotin in diesem immer noch männlich dominierten Fach. Von rund 80 Herzchirurgien in Deutschland hat keine einzige einen weiblichen Chefarzt und auch Leitende Oberärztinnen lassen sich an einer Hand abzählen.

Für Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Fischlein, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie, spielt das Geschlecht allerdings keine Rolle, es zählen allein die Fachkenntnisse und Persönlichkeit. „Wir hätten sie auch genommen, wenn sie ein Mann wäre“, sagte Prof. Fischlein über die Wahl seiner neuen Leitenden Oberärztin.

Vereinigung von angewandter Chirurgie, Forschung und Lehre
Neben ihren Kenntnissen in ihrem Spezialgebiet verfügt Prof. Aicher über tiefe Fachkenntnisse in allen Gebieten der Herzchirurgie und engagiert sich intensiv für Forschung und Lehre in diesem Fach. Nach 18 Tätigkeit an den Universitätskliniken des Saarlandes, zuletzt als stellvertretende Klinikdirektorin der Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie, und zwei Jahren als Leitende Oberärztin der Herzchirurgie im Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, ist sie jetzt im Klinikum Nürnberg angekommen.

Klinik für Herzchirurgie

Autorin/Autor: Barbara Lager | Unternehmenskommunikation

 
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