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Magengeschwüre, Helicobacter-Infektionen und Magenkrebs

Mit moderner Diagnostik zu gezielter Therapie

Magen- und Bauchbeschwerden sind sehr häufig. Von den rund 50.000 Patienten im Jahr, die in der Notaufnahme im Klinikum Nürnberg behandelt werden, kommt jeder fünfte wegen Beschwerden im Bauch. Ob nun der Magen, der Darm oder andere Organe für die Schmerzen verantwortlich sind, muss erst einmal herausgefunden werden.

Die große Herausforderung liegt vor allem darin, die Patienten herauszufiltern, bei denen eine schwerwiegendere Erkrankung vorliegt. „Häufig diagnostizieren wir tatsächlich eine Magenschleimhautentzündung“, so Prof. Dr. med. Alexander Dechêne, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 6, Schwerpunkte Gastroenterologie, Endokrinologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg. In vielen Fällen wird diese durch eine akute Infektion, durch bestimmte Medikamente oder aber auch durch den Genuss hochprozentigen Alkohols oder durch übermäßigen Nikotingenuss hervorgerufen.

 

Liegt eine chronische Magenschleimhautentzündung vor, wurde diese in vielen Fällen durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen. Das Risiko dabei: „Etwa ein Prozent der Patienten mit einer chronischen Besiedelung der Magenschleimhaut durch Helicobacter pylori entwickeln auch Magenkrebs“, so Prof. Dr. Dechêne weiter.

Doch wie werden Magenerkrankungen überhaupt diagnostiziert?

Die typische Untersuchung ist die Magenspiegelung, für die der Patient eine Kurzzeitnarkose erhält. In der völlig schmerzfreien Untersuchung werden mit einer hochauflösenden Kamera Speiseröhre, Magen und Dünndarm untersucht. Besteht dann Verdacht auf eine Erkrankung, werden  Gewebeproben entnommen und in der Pathologie auf Entzündungen oder Magenkrebs untersucht.

Liegt eine genaue Diagnose vor, steht der individuellen Behandlung nichts mehr im Wege. Das Bakterium Helicobacter pylori wird zum Beispiel durch eine Kombination von Antibiotika und Säurehemmern behandelt. Ein Atemtest am Ende der Behandlung gibt Auskunft über den Erfolg. Ist der Keim noch festzustellen, folgt eine zweite Therapie. „Irgendwann bekommen wir theoretisch jeden keimfrei“, so Prof. Dr. Dechêne.

Die moderne Medizin verhindert oft eine Operation

Im Vergleich zu früher können über 90% der Patienten mit Magengeschwüren durch das heutige Wissen über Infektionen mit modernen Medikamenten behandelt werden und sind dann dauerhaft beschwerdefrei. Eher die Ausnahme ist eine operative Behandlung, die nur noch bei Patienten mit einer schweren Blutung stattfindet. Bei Magenkrebs muss jedoch der Magen und evtl. noch weitere betroffene Lymphknoten operativ entfernt werden

Prof. Dr. Dechêne ist aber bei allen Behandlungsmöglichkeiten vor allem an der Prävention von Magenerkrankungen gelegen. „Vermeiden Sie zu heiße oder scharf gewürzte Speisen, hochprozentigen Alkohol oder übermäßigen Nikotingenuss. So können Sie Ihren Magen schonen und schwerwiegenden Erkrankungen vorbeugen“, so der Chefarzt.

Autorin/Autor: Friedrich Münch | Unternehmenskommunikation

 
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