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Klinikum-Chefarzt rät zur Impfung gegen Masern

Fehlender Schutz begünstigt Schwächung des Immunsystems

Masern sind keine harmlose „Kinder-Krankheit“. Oftmals bringt die Infektion schwere Komplikationen und Folgeerkrankungen mit sich. Aktuelle Studien zeigen zudem, dass das Virus die Immunabwehr nachhaltig schwächt. Den wirksamsten Schutz bietet die zweifache Masern-Impfung, erklärt Kinderklinik-Chefarzt Prof. Dr. med. Christoph Fusch im Klinikum Nürnberg.

Die Zahl der Masernfälle in Deutschland steigt: In den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden bereits rund 500 Infektionen registriert, im gesamten Vorjahr lag die Zahl der gemeldeten Erkrankungen bei 544 Fällen. Besonders gefährlich ist eine Masern-Infektion für Kinder, die bereits an einer anderen Grunderkrankung leiden und dadurch ein geschwächtes Immunsystem haben.

„Allgemein sollte man die Gefahren durch eine Masern-Erkrankung nicht unterschätzen. Masern sind keine harmlose Viruserkrankung, sondern sie können einen Menschen schwer krankmachen. Im schlimmsten Fall lösen sie eine Lungen- oder Hirnhautentzündung aus und enden tödlich“, warnt Prof. Dr. med. Christoph Fusch, Chefarzt der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg. „Neueste Studien legen zudem nahe, dass eine Masern-Infektion die Immunabwehr nicht etwa stärkt, sondern vielmehr über Jahre hinweg schwächt.“

Masern löschen das Gedächtnis des Immunsystems

Prof. Dr. Christoph Fusch
 

Grund hierfür ist, dass das Virus bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr zerstört, in denen die Information über bereits bekannte Angreifer gespeichert sind. Das Abwehrsystem vergisst also die erworbene Immunisierung gegen Erreger, die dann erneut zum Ausbruch der Krankheit führen können. Zwei bis drei Jahre braucht der Körper, um wieder das alte Niveau zu erreichen.

„Masern sind hochansteckend. Die übertragenden Viren können bis zu zwei Stunden in der Luft überleben“, warnt Fusch. Daher rät er dringend zur Impfung: „Sie ist ungefährlich und der zuverlässigste Schutz vor der Krankheit und ihren Folgen. Die Viren sind wesentlich schwächer als bei einer Infektion.“ Ernsthafte Nebenwirkungen sind äußerst selten. 

Die erste Masern-Impfung empfiehlt der Chefarzt im Alter von 11 bis 14 Monaten, die notwendige zweite Impfung sollte bis zum zweiten Lebensjahr erfolgen.

Jedes Kind sollte geimpft werden

Weil Masern alle Menschen schwer krankmachen können, ist auch für gesunde Kinder die Masern-Impfung wichtig. So sind sie nicht nur selbst effektiv geschützt, sie helfen damit auch Neugeborenen und Menschen, die aufgrund von schweren Vorerkrankungen nicht geimpft werden können. Grund hierfür ist die sogenannte Herdenimmunität: Je mehr Menschen geimpft sind, desto schwieriger kann sich der Erreger ausbreiten und trifft seltener ungeschützte Personen.

Um Masern auszurotten, ist eine Impfquote von über 95 Prozent in der gesamten Bevölkerung erforderlich. Laut Robert-Koch-Institut in Berlin haben derzeit rund 93 Prozent der Schulanfänger die entscheidende zweite Impfung erhalten.

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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