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Leben mit Eierstockkrebs: Die Ohnmacht überwinden

In der Klinik für Frauenheilkunde stehen den Patientinnen bei der Diagnostik und Therapie des Ovarialkarzinoms erfahrene Ärzte zur Seite

Diagnose Eierstockkrebs. Für die betroffenen Frauen ist die Diagnose ein Schock. Um die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten bei Eierstockkrebs voll auszuschöpfen, sollten sich die Frauen unbedingt in einem erfahrenen Krebszentrum wie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg behandeln lassen. Daneben können unterstützende Kreativtherapien helfen, das Leben mit der Krankheit zu bewältigen.

Der Eierstockkrebs zählt zu den aggressivsten Tumoren und ist die zweithäufigste bösartige Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Im Jahr wird die Erkrankung bei etwa 7.200 Frauen neu diagnostiziert, zu diesem Zeitpunkt ist der Krebs meistens schon weit fortgeschritten. Etwas mehr als 5.300 Frauen sterben jährlich an Eierstockkrebs. 

Die Diagnose verändert das Leben der Frauen von einem Tag auf den anderen. „Sie sind über Monate und Jahre immer wieder mit Krebsbehandlungen konfrontiert und wissen oft nicht, wie lange sie noch leben werden“, berichtet Prof. Dr. med. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe*, Klinikum Nürnberg.

Brucker, Diehm, Fechner, Linsenbühler (v.l.)
 

Regionales Zentrum für Eierstockkrebs

Die Chefärztin ist froh, dass es in den letzten Jahren Fortschritte bei der Behandlung des Eierstockkrebses gibt. Die Lebensdauer hat deutlich zugenommen, der Eierstockkrebs wird für viele Frauen zunehmend zu einer chronischen Erkrankung. Um das Optimum bei der Behandlung herauszuholen, braucht es allerdings erfahrene Spezialisten, die im Team eng zusammenarbeiten. 

Im Gynäkologischen Krebszentrum des Klinikums Nürnberg stehen den Patientinnen bei der Diagnostik und Therapie des Ovarialkarzinoms erfahrene Ärzte und ein interdisziplinäres Behandlungsteam zur Seite. „Wir behandeln hier im Jahr allein 80 Frauen, bei denen der Eierstockkrebs neu diagnostiziert wurde. Jede Woche steht mindestens eine Operation auf dem OP-Plan,“ erläutert Oberärztin Dr. Simone Linsenbühler. 

Das Gynäkologische Krebszentrum ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert und verfügt über große Erfahrung in der operativen Therapie auch von fortgeschrittenen Tumorerkrankungen. Wegen Ähnlichkeiten in der Tumorentstehung und des gemeinsamen tumorbiologischen Verhaltens werden Eierstockkrebs, Eileiterkrebs und Bauchfellkrebs zusammengefasst und nach den gleichen operativen und medikamentösen Behandlungsstandards versorgt. 

Bei der Operation müssen alle Tumorherde vollständig entfernt werden, anschließend erfolgt eine Chemotherapie. Für die medikamentöse Therapie stehen aktuell neue Medikamente wie z.B. die sogenannte PARP-Hemmertherapie zur Verfügung, deren Lebenszeit verlängernde Wirkung allerdings erst in zwei bis drei Jahren ausreichend wissenschaftlich belegt sein wird. 

Doch mit der medizinischen Behandlung ist es angesichts der steigenden Lebenserwartung nicht getan. Viele Frauen wünschen sich darüber hinaus eine psychische Unterstützung. Kreativtherapien wie Schreiben oder Malen können ihnen dabei helfen, das Leben mit der Krankheit und den immer wieder notwendigen Behandlungen zu bewältigen. 

„informiert und kreativ“ – die Wissenstour der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs 

Deshalb unterstützt Brucker die „Wissenstour zu Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs“ der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs. Unter dem Motto „informiert & kreativ“ machte die Tour am 18.11.2019 in Nürnberg als einziger Station in Nordbayern Halt. „Wir wollen die Frauen nicht nur über die Krankheit und deren Behandlung informieren, sondern ihnen auch unterstützend zur Seite stehen“, beschreibt Susanne Fechner, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement Deutsche Stiftung Eierstockkrebs das Projekt, das nun bereits im dritten Jahr bundesweit angeboten wird. 

Neben aktuellen Informationen setzt die Tour auf das Schreiben als Kreativtherapie, um entscheidende Impulse bei der Bewältigung der Krankheit zu setzen. „Schreiben entlastet die Patientinnen, sie treten mit sich selbst in Kontakt und entdecken ihre Ressourcen“, beschreibt Susanne Diehm, Schreibcoach mit M.A. Biographical & Creative Writing, die Wirkung. Sie ist immer wieder beeindruckt davon, wie die Frauen durch das Schreiben ihre innere Stärke wiedergewinnen. 

 

Foto: Prof. Dr. Cosima Brucker, Susanne Diehm, Susanne Fechner, Oberärztin Dr. Simone Linsenbühler (v.l.)

Bildnachweis: Klinikum Nürnberg Rudi Ott

Autorin/Autor: Doris Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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