Druckgeschwüren vorbeugen

Pflegekräfte erheben bei der Aufnahme auf der Station das individuelle Dekubitus-Risikos

Menschen, die sich nur eingeschränkt bewegen können oder bettlägerig sind, sind besonders anfällig für Druckgeschwüre. Dabei kommt es durch langes Sitzen oder Liegen zum Wundliegen. Um Druckgeschwüren bereits im Vorfeld zu verhindern, setzt das Klinikum Nürnberg auf eine klinikweite Dekubitusprophylaxe. Die Maßnahmen folgen dem Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“.

Die Risikofaktoren des Dekubitus sind bekannt, dazu zählen u.a. Langes, bewegungsloses Sitzen oder Liegen, dünne, wenig elastische Haut, Diabetes, mangelnde Pflege, Mangel- oder Unterernährung sowie Hautkrankheiten. Besonders betroffen sind alte und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit wie Rollstuhlfahrer.

Druckgeschwüre sind für die Betroffenen nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern der Heilungsprozesse ist oft langwierig. Umso wichtiger ist es daher, Dekubitus schon im Vorfeld zu verhindern bzw. auf erste Druckstellen mit der passenden Wundversorgung zu reagieren. Krankenhäuser sind hier besonders gefordert, da sie sehr häufig gefährdete Patienten behandeln und die Krankheit selbst Patienten oft zur Bettruhe zwingt.

 

Daher setzt das Klinikum Nürnberg in allen Kliniken auf eine konsequente Dekubitusprophylaxe. Die Maßnahmen folgen dabei dem bundesweit geltenden Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“. Auf jeder Station gibt es Fachpflegekräfte, die in der Dekubitusprophylaxe besonders geschult sind. Ihnen stehen bei Bedarf qualifizierte Wundmanager zur Seite.

Erhebung des individuellen Dekubitus-Risikos 

Gleich bei der Aufnahme auf der Station beurteilt die Pflegefachkraft systematisch, ob bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen ein Risiko, einen Dekubitus zu erleiden, vorliegt. Die folgenden Kriterien werden beurteilt:

  • Möglichkeit der Bewegung und Aktivität
  • Druck auf Körperstellen durch langes Liegen oder Sitzen in einer
  • Position
  • Druck auf die Haut wie z. B. durch Sonden oder Katheter
  • Reibung (Verschieben einzelner Hautschichten gegeneinander)
  • Flüssigkeitsmangel und unzureichende Nährstoffaufnahme

Besteht ein erhöhtes Risiko, so werden die Pflegenden die nötigen Maßnahmen wie z.B. regelmäßige Positions- und Lagerungswechsel planen und einleiten. Die einzelnen Schritte dazu werden mit Patient und Angehörigen besprochen. Zur Prophylaxe können die Patienten oder ihre Angehörigen mit Bewegungs- und Kraftübungen sowie Positionswechseln selbst beitragen.

Hilfsmittel zur Druckentlastung und zur Druckverteilung 

Ein regelmäßiger Bewegungs- oder Lagerungswechsel sowie eine Bewegungsförderung sind die wichtigsten Bestandteile einer wirksamen Strategie zur Vermeidung eines Dekubitus. In manchen Fällen genügt dies jedoch nicht, um die gefährdeten Stellen ausreichend zu entlasten. Je nach körperlicher Verfassung und dem Grad der Beweglichkeit werden zusätzliche Hilfsmittel zur Druckentlastung und zur Druckverteilung eingesetzt.

Die Pflegefachpersonen beraten Patienten und Angehörigen auch dazu, welche Maßnahmen nach der Krankenhausentlassung sinnvoll sind. Sollte eine spezielle Anti-Dekubitus-Matratze oder ein Spezialbett benötigt werden, wird die Abteilung Patientennachsorge hinzugezogen. Liegen Druckgeschwüre vor, so erfolgt bei komplexen und schwer heilenden eine mit den Wundexperten des Klinikums Nürnberg abgestimmte Behandlung.

Autorin/Autor: D. Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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