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Mit viel Erfahrung gelingt der Frühstart ins Leben

Perinatalzentrum Nürnberg hilft Frühgeborenen

Willkommen im Leben. Die meisten Schwangerschaften verlaufen unproblematisch, die meisten Geburten auch. Doch manchmal kommen die Babys viel zu früh zur Welt. Werden die Kleinen vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren und bringen gerade mal 1.000 Gramm auf die Waage, ist der Start ins Leben mit hohen Risiken verbunden.  Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt dann eine Geburt in einem Perinatalzentrum mit großer Erfahrung – zum Beispiel im Klinikum Nürnberg Standort Süd.

Dort kommen pro Jahr 3.200 Kinder zur Welt, rund 350 davon zu früh. Jedes sechste Frühgeborene wiegt weniger als 1.500 Gramm, manche gar nur knapp über 500 Gramm. Diese große Zahl von Frühgeborenen bringt für das Team des Perinatalzentrums viel Erfahrung mit sich – und die brauchen Ärzte und Pflegekräfte auch, um den Frühstart ins Leben zu begleiten.

Bundesweit gehört das Perinatalzentrum im Klinikum Nürnberg zu den Zentren mit der höchsten Leistungsstufe. Mutter und Kind werden rund um die Uhr medizinisch und pflegerisch betreut. Es ist ein sogenanntes Level 1-Zentrum, die Leitung liegt in den gemeinsamen Händen von Prof. Christoph Fusch (Foto), Chefarzt der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche* und Prof. Dr. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde, Schwerpunkt Geburtshilfe. Die Entbindungsstation liegt direkt neben dem Operationssaal und der Neugeborenen-Intensivstation mit 13 Plätzen. So sind im Notfall die Wege kurz.

Regelmäßige Vorsorge

„Bei Risikoschwangerschaften und Frühgeburten kommt es auf die enge Abstimmung zwischen Geburtshelfern und Neonatologen an“, erklärt Chefärztin Prof. Brucker. „Wir besprechen gemeinsam den optimalen Entbindungszeitpunkt und wie wir Mutter und Kind in dieser Situation bestmöglich betreuen.“

 

Um Frühgeburten zu vermeiden, rät die Frauenärztin während der Schwangerschaft ganz besonders auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Alkohol und Zigaretten sind tabu. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen erhöhen die Sicherheit. „Bei Problemen kann jederzeit eine Vorstellung in unserer Schwangerenambulanz erfolgen.“

Ein Milliliter Muttermilch

„Je kleiner und leichter die Kinder sind, desto mehr stellen sie die Ärzte vor besondere Herausforderungen und umso größer sind die Wahrscheinlichkeiten von Entwicklungsverzögerungen und Folgeschäden“, betont der Chefarzt Fusch. „Meist ist die Lunge bei den Frühgeborenen noch nicht richtig entwickelt, der Kreislauf ist instabil. Oft liegen Infektionen vor und der Darm ist noch extrem unreif.“

Die ganz Kleinen erhalten dann alle zwei Stunden einen Milliliter Muttermilch über eine Magensonde. Vorsichtig wird die Menge Tag für Tag gesteigert. Sie werden künstlich beatmet, über einen winzigen Katheter in der Vene werden Fette und Aminosäuren zugeführt. Der Inkubator hält die Körpertemperatur konstant und Elektroden messen permanent Sauerstoffsättigung im Blut, den Blutdruck und die Herzfrequenz.

Die ersten Lebenstage sind sehr kritisch. Wenn die Babys normal atmen können, die Nahrung vertragen und die Temperatur von alleine halten, können sie die Klinik verlassen.

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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