Neuer Chefarzt für Neuroradiologie

Schlaganfall und Gefäßveränderungen im Gehirn schnell und schonend behandeln

Schlaganfälle, Aneurysmen oder Gehirnblutungen bedrohen die Gesundheit und das Leben der Betroffenen unmittelbar. Nur eine schnelle und wirksame Behandlung kann das Absterben von Gehirnzellen oder das Platzen von Gefäßmissbildungen verhindern. Ein minimal-invasiver Kathetereingriff ist für viele Patienten die beste Option. Mit Dr. med. Markus Holtmannspötter leitet seit Mai ein international anerkannter Neuroradiologe die Abteilung für Neuroradiologie im Klinikum Nürnberg.

„Die Neuroradiologie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt, weshalb wir heute vielen Menschen mit Gefäßerkrankungen schnell und wirksam helfen können“, berichtet Dr. med. Markus Holtmannspötter, der seit Mai 2019 neuer Chefarzt der Abteilung für Neuroradiologie am Institut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin* im Klinikum Nürnberg ist.

Mit Hilfe hauchdünner Mikrokatheter öffnen die Neuroradiologen direkt im Gehirn verstopfte Gefäße wieder, stoppen Blutungen oder trennen Aussackungen in der Schlagader (Aneurysmen), die zu platzen drohen, mit Hilfe sogenannter Coils vom Blutkreislauf. Im Klinikum Nürnberg werden jährlich über 200 Patienten mit komplexem Krankheitsbild mittels neuroradiologischen Spezialeingriffen therapiert – Tendenz steigend. Die minimal-invasiven Eingriffe sind für den Patienten äußerst schonend und weitgehend komplikationsarm.

Dr. med. Markus Holtmannspötter, Chefarzt der Neuroradiologie
 

10 Prozent der Schlaganfallpatienten profitieren

Beim akuten ischämischen Schlaganfall kommen etwa zehn Prozent der Patienten für die schnelle Gerinnselentfernung mit einem Katheter in Frage, wenn größere Gefäße im Gehirn verstopft sind. Dadurch können viele Hirnzellen vor dem Untergang bewahrt werden. Bei etwa zwanzig Prozent der Patienten kann der Gefäßverschluss mit einem Medikament wiedereröffnet werden. „Um so viele Hirnzellen wie nur möglich zu retten, setzen wir häufig parallel auf medikamentöse und interventionelle Katheter-Therapie“, berichtet Prof. Dr. med. Frank Erbguth, Chefarzt der Klinik für Neurologie* und Leiter der Stroke Unit im Klinikum Nürnberg.

Bei vielen anderen gefährlichen Gefäßerkrankungen im Gehirn war noch vor 20 Jahren häufig ein neurochirurgischer Eingriff die einzige Therapieoption. Heute dagegen können viele Blutungen gestoppt, Aneurysmen behandelt oder arterio-venöse Fehlbildungen korrigiert werden, ohne dass der Schädelknochen dafür geöffnet werden muss. Aber auch der Neurochirurg wird bei speziellen Gefäßsituationen gebraucht.

Notfallbehandlung rund um die Uhr

„Die optimale Behandlung von Gefäßerkrankungen im Gehirn fordert ein extrem differenziertes Vorgehen, das viel Fachexpertise verlangt“, betont Prof. Dr. med. Michael Lell, Chefarzt des Instituts für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin* im Klinikum Nürnberg. Daher arbeiten die Fachdisziplinen der Radiologie*, Neuroradiologie*, Neurologie* und Neurochirurgie* im Klinikum Nürnberg bei Diagnostik und Therapie eng zusammen.

Um im Notfall schnell eingreifen zu können, sind die Neurospezialisten der Kliniken rund um die Uhr im Klinikum Nürnberg Standort Süd vor Ort. Patienten mit einem akuten Schlaganfall oder einer akuten Hirnblutung werden zügig identifiziert und nach den neuesten Standards behandelt. Diese 24-Stunden-Bereitschaft finden Patienten in der Region außer im Klinikum Nürnberg nur noch im Universitätsklinikum Erlangen vor. 

Holtmannspötter studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, seine Ausbildung zum Facharzt für Diagnostische Radiologie absolvierte er an der LMU München / Großhadern, zuletzt war als Senior Consultant for Interventional Neuroradiology am Rigshospitalet der Universität Kopenhagen, Dänemark tätig.

In diesen Jahren hat sich der 51-Jährige einen exzellenten Ruf als Neuroradiologe erarbeitet und zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. International bestens vernetzt will er am Klinikum Nürnberg neue medizinische Erkenntnisse schnell in die klinische Praxis umsetzen

*Universitätsklinik bzw. –institut der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität

 

Foto: Dr. med. Markus Holtmannspötter

Quelle: Giulia Iannicelli, Klinikum Nürnberg

Autorin/Autor: D. Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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