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Umfassendes Angebot beim Volksleiden Prostatavergrößerung

Zertifiziertes Prostatazentrum operiert 500 Patienten pro Jahr

Mit zunehmendem Alter wächst die Prostata. Ab 50 Jahren haben Männer oft Probleme beim Wasserlassen. Zur schonenden Behandlung bietet das Klinikum Nürnberg eine Reihe moderner Verfahren an. Von der medikamentösen Behandlung bis hin zur High-Tech-Lasertherapie werden die Patienten über alle Methoden intensiv beraten und erhalten eine maßgeschneiderte Therapie.

Sie tritt vorwiegend ab dem mittleren Lebensalter auf und trifft früher oder später fast jeden Mann: Ein Großteil der Männer über 50 Jahren leiden an einer vergrößerten Prostata. Jährlich werden im zertifizierten Prostatazentrum im Klinikum Nürnberg fast 500 Patienten wegen einer vergrößerten Prostata operiert. Damit zählt es zu den größten Einrichtungen in Deutschland.

„In unserem Zentrum haben wir die Expertinnen und Experten für alle Eventualitäten versammelt“, sagt Prof. Dr. med. Sascha Pahernik, Chefarzt der Klinik für Urologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Beteiligt sind die hauseigenen Kliniken für Urologie, Radioonkologie, Innere Medizin 5 (Onkologie), das Institut für Pathologie sowie 16 niedergelassene Urologen. Außerdem besteht eine gute Zusammenarbeit mit der SHG Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Nürnberg.

Die typischen Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung wie Probleme beim Wasserlassen lassen sich zunächst medikamentös behandeln. Stellt sich keine ausreichende Linderung ein, nutzen die Expertinnen und Experten im Klinikum Nürnberg verschiedene Operationsmethoden. Jeder Patient wird vom Ärzte-Team intensiv beraten und eng in die Entscheidung einbezogen:

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Holmium-Laser

Der hochmoderne Holmium-Laser ist ein besonders effektives und zugleich schonendes Verfahren. „Im Vergleich zu anderen Verfahren verursacht der Holmium-Laser deutlich weniger Blutungen, da wir das Operationsfeld direkt veröden“, beschreibt Prof. Dr. med. Sascha Pahernik, Chefarzt der Klinik für Urologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, einen wesentlichen Vorteil. „Die Patienten können nach drei bis vier Tagen das Klinikum wieder verlassen und damit im Schnitt einen Tag früher als bei anderen Verfahren.“

Das neue Verfahren eignet sich insbesondere für erheblich vergrößerte Prostatadrüsen, die bislang nur mit einer offenen Operation behandelt werden konnten. „Das ist ein größerer Eingriff, bei dem der Patient meist eine Woche im Krankhaus verbringen muss“, sagt Urologie-Oberarzt Dr. med. Abhishek Pandey. „Das wird jetzt nur noch in Ausnahmefällen nötig sein.“

Ein weiterer großer Vorteil des Holmium-Lasers ist, dass das Gewebe nicht verdampft, sondern entnommen wird und zur feingeweblichen Krebsdiagnostik genutzt werden kann.

Transuretrale Resektion (TUR)

Für kleinere Prostatavergrößerungen raten die Urologen weiterhin zur etablierten, minimal-invasiven Transuretrale Resektion (TUR). Dabei wird das gewucherte Prostatagewebe mittels Hochfrequenzstrom über den Harnleiter „abgehobelt“ und entfernt. Auf diese Weise wird die Entleerung der Blase wieder normalisiert und der Harnstrahl verbessert. Die Gewebespäne werden während der Operation durch die Harnröhre über das Instrument abgesaugt und vom Pathologen feingeweblich untersucht.

Für großen Prostatadrüsen ist dieses Verfahren nicht geeignet. Je länger die Operation geht, desto mehr verschiebt sich der Elektrolyt-Haushalt des Patienten, was zu erheblichen Nebenwirkungen führen kann.

GreenLight-Laser

Die GreenLight Lasertherapie ist ein minimal-invasives Verfahren, das mit einer dünnen Laserfaser durchgeführt wird, die mit Hilfe eines speziellen Endoskops (Zystoskop) in die Harnröhre eingeführt wird. Die Laserfaser sendet einen leistungsstarken Laserstrahl aus, der das Prostatagewebe rasch erhitzt und dadurch verdampft. Bei den meisten Patienten gehen die Beschwerden schnell zurück und auch der natürliche Urinfluss normalisiert sich rasch.

Die GreenLight-Lasertherapie ist ebenso effektiv wie die Transuretrale Resektion (TUR) bei geringeren Nebenwirkungen. Das Ergebnis ist eine weit geöffnete Harnröhre für den Harnabfluss.

Prostata-Arterien-Embolisation (PAE)

Bei der Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) wird unter örtlicher Betäubung ein 0,8 Millimeter dünner Mikrokatheter über die Leiste in die Arterien bis zur Prostata eingebracht. Hierdurch leiten die Ärzte winzige Kunststoffkügelchen (0,25 Millimeter Durchmesser), die die Blutversorgung des Organgewebes reduzieren, indem sie feine Gefäße verstopfen. Das Gewebe schrumpft in den folgenden sechs Monaten und ermöglicht einen besseren Urinfluss.

Bei dem minimal-invasiven Verfahren gibt es keine Nebenwirkungen, da die Prostata selbst nicht berührt wird. Außerdem ist für den rund einstündigen Eingriff keine Narkose nötig. „Die Patienten können nach etwa vier Stunden wieder aufstehen und sich daheim erholen“, sagt PD Dr. Ralf Adamus, Leitender Oberarzt und Abteilungsleiter der Interventionellen Radiologie. „Lediglich ein Druckverband an der Leiste bleibt zurück.“

Kontakt:

(0911) 398 -11 75 75, E-Mail: prostatazentrum@klinikum-nuernberg.de

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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