Gute Chancen bei Brustkrebs

Patientinnen profitieren von einer Krebsbehandlung im zertifizierten Brustzentrum

Über 70.000 Mal im Jahr wird Frauen in Deutschland die Diagnose Brustkrebs gestellt, mehr als 17.000 Frauen sterben jährlich daran. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen, die gefährlichste ist sie aber nicht. Rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, sind die meisten Erkrankungen heilbar. Und auch ein Leben mit Krebs ist heute über viele Jahre möglich. Im zertifizierten interdisziplinären Brustzentrum des Klinikums Nürnberg kommen innovative Medikamente und schonende OP-Verfahren zum Einsatz, um den Krebs erfolgreich zu behandeln. Auch die gute Begleitung durch alle Phasen der Therapie und das ästhetische Ergebnis liegen den Ärzten am Herzen. Eine aktuelle Veranstaltung zum Thema "Brustkrebs aktuell Medikamente - Psyche- Komplementärmedizin" findet am 16.10.2019 im Südpunkt statt.

Die Diagnose Brustkrebs ist für jede Frau und auch für die wenigen betroffenen Männer ein Schock. Allein schon die Verdachtsdiagnose zieht erhebliche Verunsicherungen nach sich. Dabei sind bei Brustkrebs die Chancen auf Heilung vor allem im Frühstadium sehr gut. 90 Prozent der Frauen, bei denen der Tumor im Frühstadium entdeckt wird, werden heute geheilt. Enorme Fortschritte in der Therapie gibt es auch bei Tumoren in fortgeschrittenen Stadien. Den Ärzten stehen – je nach Krebsart und Tumorstadium – sehr viel mehr und differenziertere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung als noch vor zwanzig Jahren. Dadurch ist die Lebensdauer deutlich gestiegen – bei gleichzeitig hoher Lebensqualität. 

Prof. Dr. med.Cosima Brucker im Beratungsgespräch
 

Individuelle Therapieplanung im interdisziplinären Tumorboard 

Im zertifizierten interdisziplinären Brustzentrum des Klinikums Nürnberg nutzen die Brustkrebsexperten alle zur Verfügung stehenden modernen Therapien und wägen deren Nutzen bei den Fallbesprechungen im interdisziplinären Tumorboard individuell zum Wohle der Patientin ab. Jeder Krebsexperte steuert am Tumorboard sein Fachwissen für die Behandlung bei. „Der unschätzbare Vorteil dieser interdisziplinären Kooperation ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Jede Frau bekommt bei uns die für sie beste Behandlung“, betont Prof. Dr. med. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Das Brustzentrum wird von der Klinik für Frauenheilkunde koordiniert und ist nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft sowie der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Das Brustzentrum nimmt am Disease Management Programm (DMP) Brustkrebs in Bayern teil und führt die Zusatzbezeichnung „Brustzentrum (DMP)“. 2018 wurden hier 429 Patientinnen allein mit primärem Mammakarzinom behandelt. 

Im interdisziplinären Brustzentrum des Klinikums Nürnberg werden alle Erkrankungen der weiblichen und männlichen Brust diagnostiziert und behandelt. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei dem Brustkrebs in allen seinen Vor- und Frühformen bis hin zu den fortgeschrittenen Formen dieser Krebserkrankung zu. Gutartige Erkrankungen der weiblichen Brust und Veränderungen der Brust bei Männern werden im Brustzentrum in der gleichen hohen Qualität behandelt wie Brustkrebs. 

Die Patientinnen müssen nicht lange auf das Untersuchungsergebnis warten 

Bei der Diagnostik von Brustkrebs kommen alle modernen Verfahren wie digitale Mammografie, Mammasonografie, Kernspintomografie, minimalinvasive Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie sowie stereotaktische Vakuumbiopsien zum Einsatz. Die Stadieneinteilung (Staging) und TNM-Klassifikation werden in Kooperation mit dem Institut für Pathologie des Klinikums Nürnberg nach internationalen Standards durchgeführt. Die Ergebnisse liegen in der Regel schon nach zwei Tagen vor, die Patientinnen müssen also nicht tage- oder wochenlang auf die Ergebnisse warten. 

Die Therapie des Brustkrebses folgt den national und international geltenden Leitlinien sowie dem aktuellen wissenschaftlichen Standard. Dabei kommen alle Verfahren der modernen Brustkrebstherapie individuell kombiniert zum Einsatz, neben der operativen Entfernung des Tumors zählen dazu u.a. Wächter-(Sentinel)-Lymphknoten-Operation, intraoperative Bestrahlung (Intrabeam®), antihormonelle Therapie und Bisphosphonate, adjuvante und neo-adjuvante Therapien, Antikörpertherapie, Immuntherapie, Chemotherapie einschließlich Behandlung eventueller Nebenwirkungen, moderne Testverfahren zur Prognoseeinschätzung und individuellen Therapieentscheidung (z.B. Genexpressionstest) sowie Bestrahlung mit Medizingeräten der neuesten Generation.  

Die Ärzte haben neben der Sicherheit von Anfang an auch ästhetische Gesichtspunkte im Blick 

Um eine operative Entfernung des Tumors kommt dabei keine Frau herum, der Eingriff wird aber so weit wie möglich brusterhaltend durchgeführt. Dies ist bei etwa 80 Prozent der Eingriffe möglich und kann bei größeren Tumoren oft noch dank einer vorangeschalteten (neoadjuvanten) Chemotherapie, die zu einer Verkleinerung des Tumors führt, erreicht werden. Ist eine brusterhaltende Operation nicht möglich, bietet das Brustzentrum onkoplastische Rekonstruktionen aus körpereigenem Gewebe oder mit Prothese an. 

 „Wir besprechen mit unseren Patientinnen jeden Schritt der Therapie und haben dabei auch ästhetische Fragen von Anfang an im Blick“, beschreibt Brucker den Behandlungsverlauf im Brustzentrum. Die Patientinnen sollen sich über jeden Schritt in der Behandlung gut beraten fühlen. 

Als Begleiterin durch alle Phasen der Erkrankung steht für die Patientinnen mit Brustkrebs eigens eine Pflegeexpertin für Brusterkrankungen (BCN/ Breast Care Nurse) zur Verfügung. Sie bietet den Patientinnen gezielte Beratung und Informationen zu Abläufen sowie Strukturen und Inhalten von Diagnostik und Therapie an. Ins Brustzentrum eingebunden ist zudem die Abteilung Sozialarbeit und Patientennachsorge des Klinikums Nürnberg. Das Brustzentrum arbeitet eng mit Selbsthilfegruppen zusammen.

Kontakt:

(0911) 398 -38 43, E-Mail: brustzentrum@klinikum-nuernberg.de

Bildnachweis: Prof. Dr. med. Cosima Brucker im Beratungsgespräch

Quelle: Klinikum Nürnberg, Rudi Ott

 

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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