Rettungsgasse für den kleinen Samuel

Baby fast im Stau geboren - Rettungsdienst schafft es noch rechtzeitig ins Klinikum Nürnberg

In der Nacht zu Freitag gerieten Nicole und Sebastian Buhl an ihrem Hochzeitstag in den einzigen Stau Bayerns – ausgerechnet auf dem Weg in die Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg. Feuerwehr und Rettungsdienst halfen mit einer Rettungsgasse, das Paar rechtzeitig ins Klinikum zu bringen.

Plötzlich ging gar nichts mehr. In der Nacht zu Freitag hatte ein defekter Laster auf der Autobahn 6 bei Schwabach eine Vollsperrung samt Stau verursacht. Einige Fahrzeuge weiter hinten wurden Nicole und Sebastian Buhl langsam nervös. Auf dem Weg von ihrem Heimatort Heilsbronn zur Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg Standort Süd war das Ehepaar in den einzigen Stau Bayerns geraten. Die Wehen wurden immer stärker.

„Als wir losfuhren, zeigte das Navi nur neun Minuten Verzögerung an. Das wäre für uns kein Problem gewesen“, erzählt Sebastian Buhl. Nach einer halben Stunde Stillstand riefen die beiden den Notruf. „Trotz allem war ich ganz ruhig. Irgendwie wusste ich, dass das alles gut ausgeht“, sagt Nicole Buhl. „Der Opa unseres Kindes ist Pfarrer“, fügt ihr Mann schmunzelnd als Erklärung für die entspannte Zuversicht hinzu.

Lkw-Fahrer mussten geweckt werden

 

Die Feuerwehr, die wegen des liegengebliebenen Lkws noch vor Ort war, reagierte umgehend. Ein Löschfahrzeug drängte sich durch die wartenden Autos, um eine Rettungsgasse für den hinzugezogenen Rettungswagen zu schaffen. Einige Lkw-Fahrer hatten sich angesichts der Vollsperrung bereits zur Ruhe gelegt und mussten von den Feuerwehrleuten erstmal geweckt werden. Insgesamt warteten Nicole und Sebastian Buhl weitere 90 Minuten auf den Sanitäter – zufällig ein Bekannter der Familie.

In der Geburtshilfe des Klinikums Nürnberg lief dann alles glatt. Um 10:52 Uhr erblickte Samuel das Licht der Welt. Der gesunde Junge war 53 Zentimeter groß und wog 3690 Gramm. Sein Geburtstag fällt auch noch auf den Hochzeitstag der Buhls und traf genau den errechneten Geburtstermin. „Wir fühlten uns bei den Hebammen und Ärzten total gut aufgehoben. Das Team strahlt eine große Ruhe und Freundlichkeit aus“, sind sich die stolzen Eltern einig und fügen lachend hinzu: „Schade war nur, dass der Club-Kreißsaal schon belegt war.“ Im Klinikum Nürnberg kommen pro Jahr rund 3.300 Babys zur Welt.

Nach dem turbulenten Wochenende verließ Familie Buhl am Montag das Klinikum. Die Fahrt nach Hause verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Klinikum Nürnberg

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren