Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> Pressemitteilungen >> Beseitigung der Carotisstenose: Erfahrung bringt Sicherheit

Beseitigung der Carotisstenose: Erfahrung bringt Sicherheit

Verengung der Halsschlagader erhöht Schlaganfallrisiko

Neben dem normalen Alterungsprozess schädigen Risikofaktoren wie Diabetes, Übergewicht und Rauchen die Gefäße. Es können sich Verengungen bilden. Besonders gefährlich werden solche Engstellen an der Halsschlagader, denn sie erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall erheblich. Die schonende präventive und akute Beseitigung solcher Engstellen an der Halsschlagader ist einer der Schwerpunkte der Klinik für Gefäßchirurgie im Klinikum Nürnberg. Mit 417 solcher Eingriffe im letzten Jahr liegt die Klinik bundesweit hinter dem Klinikum Stuttgart auf dem zweiten Platz. Wie in vielen Bereichen der Medizin gilt auch hier: Erfahrung bringt Sicherheit für den Patienten und bürgt für Qualität.

Jährlich erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Bei rund 30.000 Patienten ist eine Verengung oder gar der Verschluss der inneren Halsschlagader, die sogenannte Carotisstenose, der Auslöser für den Schlaganfall.

„Die Folgen von Gefäßverschlüssen sind schwerwiegend. Deshalb ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt für einen Eingriff zu finden. Bei einem drohenden Verschluss der Halsschlagader ist ein präventiver Eingriff sinnvoll, um einen Schlaganfall schon im Vorfeld zu verhindern“, betont Prof. Dr. med. Eric Verhoeven, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg.

Gefäßchirurgische Operation
 

Carotisstenosen können sehr leicht durch eine Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße diagnostiziert werden. Häufig werden sie zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen entdeckt. Mit dem Ultraschall lassen sich das Ausmaß der Verengung und auch die Zusammensetzung des die engstelle auslösenden Materials bestimmen.

Wirksamste Form der Schlaganfallvorbeugung

Als besonders Schlaganfall-gefährdet gelten Patienten mit einer Carotisstenose mit einem Verengungsgrad der Halsschlagadern von mehr als 70 Prozent und Patienten, die bereits eine Durchblutungsstörung des Gehirns durchgemacht haben. Internationale medizinische Studien haben bewiesen, dass die Beseitigung solch hochgradiger Verengungen die wirksamste Form der Schlaganfallprophylaxe darstellt.

Zur Beseitigung der gefährlichen Engstelle gibt es zwei Möglichkeiten: die operative Eröffnung der Halsschlagader mit Entfernung der Kalkablagerungen und die Aufdehnung des verengten Gefäßabschnitts mit einem Ballon und das Einbringen einer Gefäßstütze aus dünnem Drahtgefelcht, eines so genannten Stents. Das geschieht mit Hilfe eines Katheters durch die Leiste.

Mit über 400 dieser Eingriffe im Jahr liegt das Klinikum Nürnberg europaweit im Spitzenfeld und weist eine sehr niedrige Komplikationsrate auf. So wird die Gehirnfunktion während des Eingriffs mit Hilfe des Neuromonitoring überwacht. Ist ein offener Eingriff an der Halsschlagader nicht möglich oder zu risikoreich, wird in der Klinik für Gefäßchirurgie die Verengung interventionell mit Hilfe eines Stents aufgedehnt. Das geschieht über einen Katheter über die Leiste.

Weltweit führend bei der Therapie von Aortenaneurysmen

Neben Verengungen der Halsschlagader sind auch Aussackungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) lebensbedrohlich. Bei der Behandlung dieser krankhaften Erweiterungen zählt das Klinikum Nürnberg zu den führenden Krankenhäusern weltweit. Unter Röntgenkontrolle wird die Aortenstentprothese über Gefäße in der Leiste in die Hauptschlagader eingeführt – ein für den Patienten wesentlich schonenderes Verfahren als die konventionelle Variante des offenen Eingriffs.

Besonders spezialisiert sind die Gefäßchirurgen und Interventionelle Radiologen auf die Behandlung des komplexen Aortenaneurysma. Dabei werden maßgefertigte Prothesen mit Öffnungen und Seitenästen eingesetzt. Spezialisiert ist die Klinik zudem auf die Behandlung von Patienten, bei denen sich eine implantierte Prothese infiziert hat. Hier bietet die Klinik alle Therapieoptionen bis hin zur Gefäßtransplantation an

Minimal-invasiv bedeutet schonend

Das Leistungsspektrum der Klinik für Gefäßchirurgie umfasst die operative Behandlung von allen Erkrankungen des Gefäßsystems im arteriellen und im venösen Bereich. Mit mehr als 3.500 gefäßchirurgischen Eingriffen und 68 Betten zählt sie zu den führenden gefäßchirurgischen Zentren in Deutschland. Die Spezialisten der Klinik für Gefäßchirurgie und des Instituts für Radiologie setzen dabei auf minimalinvasive und damit schonende Verfahren.

„Immer mehr gefäßchirurgische Eingriffe können wir endovaskulär, d.h. ohne offenen Schnitt durchführen. Diese Eingriffe sind für den Patienten besonders schonend. Wir behandeln selbst komplexe Aortenaneurysmen endovaskulär. Hier sind wir Vorreiter für ganz Europa“, erläutert Chefarzt Verhoeven.

Innovatives Herz-Gefäß-Zentrum

Das hochmoderne Herz-Gefäß-Zentrum im Klinikum Nürnberg Standort Süd vereint die Fachdisziplinen der Kardiologie, der Gefäßchirurgie und der Herzchirurgie unter einem Dach. Für den Patienten heißt das: kurze Wege, kurze Wartezeiten – Zweitmeinung inklusive.

Das Herz-Gefäß-Zentrum bietet modernste Untersuchungsverfahren, wie z.B. farbcodierte Duplexsonographien und neueste Magnetresonanz- und Computertomografie-Techniken (MRT und CT). Zur Umsetzung innovativer schonender Operationsverfahren zur Verfügung steht auch ein sogenannter Hybrid-Operationssaal zur Verfügung.

Der mit High End-Technologie ausgestattete Hybrid-OP erlaubt alle Eingriffsarten – ob interventionell, endovaskulär, offen chirurgisch oder kombiniert – in einem Raum. Sogar der schnelle Wechsel zwischen den verschiedenen Eingriffsarten ist möglich. Der Raum fasst große OP-Teams und eignet sich speziell für komplexe chirurgisch-interventionelle Eingriffe.

Autorin/Autor: unternehmenskommunikation

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren