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Schonende Rekonstruktion des Beckenbodens

Frauen mit Beschwerden des Beckenbodens profitieren von differenzierter Therapie

Das zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Nürnberg hat ein innovatives Konzept zur Behandlung von Erkrankungen des weiblichen Beckenbodens etabliert. Die Spezialisten arbeiten während eines Eingriffs roboterassistiert und möglichst organerhaltend. Dieses schonende Vorgehen ermöglicht eine frühzeitige Genesung.

„Wir überlegen genau, wie wir den Beckenboden mit so wenig Mitteln wie möglich rekonstruieren können“ erläutert Dimitrios Bolovis, Leiter Robotik und Urogynäkologie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Klinikum Nürnberg. Unter seiner Federführung wurde das Konzept zur Beckenbodenrekonstruktion entwickelt. 

In der Regel werden die Organe mit körpereigenem Material in ihrer ursprünglichen Lage fixiert. Ist der Einsatz sogenannter MESH-Netze nötig, werden oft nur kleine Netzteile verwendet. Dank dieser minimalen Eingriffe sind die Frauen kurz nach dem Eingriff wieder fit. 93 Prozent der so behandelten Patientinnen sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Dementsprechend sind die Eingriffszahlen auf 800 im Jahr gestiegen – Tendenz weiter steigend.

Prof. Dr. Cosima Brucker (li.) und Dimitrios Bolovis
 

„Der Erfolg beruht darauf, dass wir auf eine gezielte, befundorientierte und organerhaltende Therapie setzen, die die ursprüngliche Anatomie bestmöglich wiederherstellt“, betont Chefärztin Prof. Dr. med. Cosima Brucker. Die Gebärmutter wird nur entfernt, wenn dies unbedingt nötig ist. 

Zur Behandlung von Senkungsproblemen stehen eine Vielzahl konservativer und operativer Behandlungsmethoden zur Verfügung. Das zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg hat die Verfahren in den letzten Jahren weiterentwickelt und zu einem innovativen Behandlungskonzept zusammengeführt. Damit hat es sich als eines der führenden überregionalen Zentren der Beckenbodenrekonstruktion etabliert. 

Chirurgen besuchen Workshop am Klinikum Nürnberg zum Thema roboterassistierte Eingriffe 

Bisher ist die Frauenheilkunde des Klinikums Nürnberg die einzige Klinik in Deutschland, die die Vorzüge des Da Vinci-Roboters in der Rekonstruktion des Beckenbodens einsetzt. Daher kommen Ärzte aus dem ganzen deutschsprachigen Raum zu Workshops nach Nürnberg, im Mai waren mehr knapp Chirurgen aus aller Welt beim internationalen „Pelvic Floor Summit“ zu Gast. 

Der Beckenboden hält die Organe im kleinen Becken der Frau (Blase, Gebärmutter, Darm) wie eine Schale in ihrer Position. Ist der weibliche Beckenboden durch Geburten, Bindegewebsschwäche, Hormonmangel, schwere körperliche Arbeit oder Übergewicht geschwächt, kann das eine Senkung verursachen. Die Folge sind Beschwerden wie Druckgefühl im Unterleib, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Harninkontinenz und der Vorfall von Scheide oder Gebärmutter.

  

Foto: Prof. Dr. med. Cosima Brucker, Dimitrios Bolovis, Quelle: Klinikum Nürnberg, Giulia Iannicelli

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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