Dreidimensionaler Blick ins Herz

Fortschritte in der Herzchirurgie

Die Herzchirurgie im Klinikum Nürnberg feiert 25. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum präsentiert die Klinik ein hochmodernes 3D-Video-Endoskop. Mit dem neuen Gerät werden Eingriffe im Inneren des Herzens noch präziser und schonender für den Patienten.

Mit der Eröffnung des Standorts Süd vor 25 Jahren wurde am Klinikum Nürnberg die Herzchirurgie etabliert. Seither hat sich in der Disziplin viel getan. Galt damals ein 70-Jähriger noch als Risikopatient, macht diese Gruppe heute über die Hälfte der Patienten in der Herzchirurgie aus.

„Heute ist fast niemand zu alt oder zu krank für eine solche Operation“, fasst Prof. Dr. med. Theodor Fischlein, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg zusammen. Das gilt sowohl für Bypass-Operationen, als auch für den Ersatz oder die Rekonstruktion von Herzklappen oder Eingriffe an der Hauptschlagader. „Unsere Eingriffe werden immer schonender und die nötigen Schnitte immer kleiner.“

Eine weitere Innovation auf diesem Gebiet ist die Anschaffung eines hochmodernen, dreidimensionalen Herz-Endoskops. Das Gerät ist seit rund drei Wochen im Standort Süd im Einsatz und kostete rund 100.000 Euro. Es wird insbesondere für Operationen an der Mitralklappe genutzt, die im Herzinneren liegt. „Die Mitralklappe ist schwierig zu erreichen. Umso wichtiger ist eine gute Bildgebung“, erklärt der Leitende Oberarzt Univ.-Prof. Dr. med. Steffen Pfeiffer.

 

Besonders der Tiefeneffekt des dreidimensionalen, hochauflösenden Bilds ist ein echter Gewinn für die Patienten, sagt Pfeiffer: „Das neue Gerät ist ein Quantensprung. Zusammen mit der Zoomfunktion ist es fast so, als ob die Klappe direkt vor unserer Nase wäre.“ Neben der Mitralklappe werden mit dem neuen Gerät auch angeborene Löcher in der Herzscheidewand und seltene Herztumore behandelt.

Das neue Gerät stellt längst nicht den Endpunkt der Entwicklung in der Herzchirurgie dar, ist sich Chefarzt Fischlein sicher: „Wenn die Instrumente immer feiner sind, werden wir in Zukunft auch im beengten Brustkorb die robotische Chirurgie einsetzen können, wie das heute schon etwa in der Urologie der Fall ist.“

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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