Quantensprung in der Herz-Diagnostik

Hochmodernes Kardio-CT ersetzt manchen Eingriff

Die Kardiologie im Klinikum Nürnberg zählt zu den führenden in Bayern. Ein hochmoderner Kardio-Computertomograph der neuesten Generation - einzigartig in Nürnberg -  unterstützt nun die Herzspezialisten dabei, eine noch präzisere Diagnose stellen zu können und damit manchen Eingriff im Herzkatheterlabor zu vermeiden.

„Wir ersparen unseren Patienten unnötige Eingriffe und erhöhen die Diagnosesicherheit.“, erklärt der behandelnde Oberarzt Dr. Johannes Schwab (r.), der sowohl zum Institut für Radiologie und Nuklearmedizin als auch zur Klinik für Innere Medizin 8, Schwerpunkt Kardiologie, beides Universitätseinrichtungen der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, gehört, den Nutzen der 2-Millionen-Euro-Investition. „Jetzt wissen wir viel genauer, ob wir beispielsweise mit einem Herzkatheter eingreifen müssen und wann dies nicht nötig ist.“

Denn mit dem hochmodernen Kardio-CT erstellen die Spezialisten im Klinikum Nürnberg in einem Sekundenbruchteil ein hochauflösendes, dreidimensionales Bild vom gesamten Herzen. Für eine optimale Indikationsqualität braucht es ein erfahrenes Team und eine enge Zusammenarbeit zwischen Kardiologie und Radiologie. Schwab und seine Kollegen sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Herzdiagnostik. Sie geben auf Grundlage der erstellten Bilder für jeden Patienten eine klare Therapieempfehlung an die behandelnden Kardiologen. Die Untersuchung dauert nur rund zehn Minuten, die Patienten erhalten direkt ihre Ergebnisse.

Präzise, schnell, strahlungsarm

 

Neben der Schnelligkeit und der Bildqualität hat das Gerät einen weiteren Vorteil: Die Strahlenexposition ist extrem niedrig. „Bei Kindern und sehr schlanken Menschen ist die Belastung vergleichbar mit zwei Langstreckenflügen“, ordnet Prof. Dr. Michael Lell (l.), Chefarzt des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin, die gemessenen Werte ein. Auch die nötige Kontrastmitteldosis ist sehr gering, was besonders für Patienten mit Nierenerkrankungen und im Falle einer folgenden Herzkatheter-Behandlung wichtig ist. Vor der Untersuchung brauchen Oberarzt Schwab und sein Team lediglich die Nieren- und Schilddrüsen-Werte des Patienten.

Dennoch ist der hochmoderne Kardio-CT kein Instrument für Vorsorge-Untersuchungen oder Notfälle, wie Kardiologie-Chefarzt Prof. Dr. Matthias Pauschinger (m.) betont: „Wir wollen das Gerät in erster Linie bei Patienten mit mittlerem Risiko einsetzen. Das sind etwa Personen im mittleren Alter, die hin und wieder ein Stechen im Oberkörper spüren und bei denen Voruntersuchungen auffällig waren.“ Patienten mit geringem Risiko sind in ambulanter Versorgung gut aufgehoben, Hochrisiko-Patienten sollten direkt im Herzkatheterlabor untersucht werden.

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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