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10 Jahre zertifiziertes Lungenkrebszentrum

Ausgezeichnete Behandlungsqualität selbst bei seltenen Formen des Lungenkarzinoms

Das Lungenkarzinom ist trotz Fortschritten in der Therapie weiterhin die häufigste Krebstodesursache des Mannes und die zweithäufigste bei Frauen. Da Lungenkrebs lange keine spezifischen Symptome aufweist, wird er häufig erst spät erkannt. Die Therapie ist oft nur dann erfolgreich, wenn Experten fachübergreifend zusammenarbeiten. Am besten gelingt dies in einem Lungentumorzentrum, wie Studien belegen.

Im Klinikum Nürnberg ist daher bereits vor 15 Jahren ein Lungentumorzentrum entstanden. Vor zehn Jahren wurde es als erstes Lungenkrebszentrum deutschlandweit von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Das Gütesiegel erhalten nur Institute, die die geforderten Kriterien an Spezialisten, Medizintechnik und Strukturen erfüllen. In Nordbayern ist es das einzige anerkannte Zentrum, deutschlandweit zählt es zu den führenden Einrichtungen. Jährlich werden hier 500 neuerkrankte Patienten behandelt werden.

Fortschritte in der Therapie des Lungenkarzinoms 

In den letzten zwanzig Jahren gab es deutliche Fortschritte in der Therapie des Lungenkarzinoms. Die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensdauer konnte von zehn auf heute 20 Prozent gesteigert werden. Dazu hat eine Fülle von medizinischen Weiterentwicklungen beigetragen, die für den Patienten auch weit weniger belastend sind als früher.

Dr. Dietmar Krause, Prof. Dr. Joachim Ficker, Prof. Dr. Wolfgang Brückl und Dr. Christian Grehn (nebeneinander von rechts vorne nach links hinten) am Tumorboard
 

So werden in der Thoraxchirurgie des Klinikums Nürnberg, der größten thoraxchirurgischen Einheit Nordbayerns, heute 65 Prozent aller Lungenkrebsoperationen ausschließlich mit kleinen Schnitten („minimalinvasiv“) durchgeführt. Bei 30 Prozent der Patienten kommen gewebeerhaltende Spezialtechniken zum Einsatz. Wird der Eingriff von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt, sind diese Segmentresektionen bei kleinen Tumoren prognostisch ebenso sicher wie eine Pneumektomie, also die Entfernung des gesamten Lungenflügels. „Auf diese Weise können wir auch schwerkranke und alte Patienten operieren und so deren Lebensqualität weitgehend erhalten“, berichtet Dr. Dietmar Kraus (1.v.r.), Oberarzt und Leiter der Thoraxchirurgie, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie* des Klinikums Nürnberg. 

Die medikamentöse Immuntherapie eröffnet neue und erfolgreiche Therapieoptionen im Kampf gegen den Lungenkrebs. „Die Immuntherapie hat das Verständnis der Krebstherapie und ihre Möglichkeiten revolutioniert“, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Brückl (3.v.r.), Leiter der pneumologischen Onkologie im Lungentumorzentrum. Die Therapie hilft dem körpereigenen Immunsystem die getarnten Krebszellen als solche zu erkennen, und beginnt dann, diese zu zerstören, und das bei nur minimalen Nebenwirkungen. Die Nachteile: Die Immuntherapie spricht nicht bei allen Patienten gleichermaßen an, die Gründe dafür sind noch vollständig ganz erforscht. 

Weitreichende Fortschritte gibt es auch in der Strahlentherapie. „Mit Hilfe neuer Bestrahlungstechniken und einer präzisen Bildgebung können wir den Tumor enger umschließen und damit gewebeschonender bestrahlen“, so Dr. Christian Grehn (4.v.r.) von der Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie. Für Patienten, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung oder ihres fortgeschrittenen Alters nicht operiert werden können, stellt die Bestrahlung oft die einzige Behandlungsoption dar. Für diese Patienten ist die Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie am Klinikum Nürnberg als größtes Zentrum für stereotaktische Hochdosisbestrahlung in Nordbayern die erste Anlaufstelle in der Region. 

Qualität und klinische Forschung 

„Eine hohe Fallzahl ist dabei kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für Qualität“, betont Prof. Dr. Joachim Ficker (2.v.r.), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3, Schwerpunkt Pneumologie*, Klinikum Nürnberg und Leiter des Lungentumorzentrums. „Mit jedem Patienten, den wir behandeln, wächst unsere Erfahrung und damit auch die Qualität der Behandlung. Die Komplikationsrate sinkt.“ Selbst bei seltenen Tumoren verfügen die Ärzte des Klinikums Nürnberg über eine hohe fachliche Expertise.

Das Lungentumorzentrum beteiligt sich an internationalen klinischen Studien, um die Therapie des Lungenkarzinoms zu verbessern. Die Patienten haben so die Chance, frühzeitig von neuen Therapieverfahren zu profitieren. 

Das Herz des Lungentumorzentrums ist das interdisziplinäre Tumorboard. Hier treffen sich die Lungenkrebsexperten des Klinikums, u.a. Pneumologen, Thoraxchirurgen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Pathologen und pneumologische Onkologen. Gemeinsam erarbeiten sie eine spezielle individuelle Therapieempfehlung für jeden Patienten mit Lungenkrebs. Während der oft jahrelangen Therapie hat der Patient immer einen Ansprechpartner, der ihn berät. 

*Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität 

Autorin/Autor: D. Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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