Rekonstruktive Harnröhrenchirurgie

Seit 1. Juli verstärkt Dr. Abhishek Pandey, Spezialist für rekonstruktive Chirurgie, das urologische Team

Harnröhrenstrikturen sind narbige Verengungen in der Harnröhre, die das Wasserlassen erschweren – bis hin zum Harnverhalt und starken Schmerzen. Verursacht werden diese Vernarbungen vor allem durch Verletzungen (Unfälle, Blasenkatheter, operative Eingriffe) sowie durch Entzündungen der Harnröhre. Überwiegend sind Männer betroffen.

Um das Wasserlassen wieder zu erleichtern, genügt oft ein kleiner Schnitt in der Harnröhre, die sogenannte Harnröhrenschlitzung oder Urethrotomie. Das endoskopische Verfahren, das schnell und einfach durchgeführt werden kann, hat allerdings einen großen Nachteil: Bei den meisten Patienten treten die Vernarbungen nach wenigen Monaten oder nach Jahren wieder auf. Je ausgedehnter die Vernarbungen sind, desto höher ist auch das Risiko eines Rezidivs. 

Erfolgsquote liegt bei 90 Prozent

Immer häufiger wird die Urethrotomie daher von der rekonstruktiven Harnröhrenchirurgie abgelöst. „Wenn die offenen Eingriffe von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden, liegt die Erfolgsquote langfristig bei 90 Prozent“, berichtet Prof. Dr. Sascha Pahernik, Chefarzt der Klinik für Urologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Klinikum Nürnberg. Er ist sich sicher: „Die rekonstruktive Harnröhrenchirurgie wird die Urethrotomie in vielen Fällen als Therapie der Wahl ablösen.“ Schon heute werden etwa sieben Prozent der Harnröhrenstrikturen mittels rekonstruktiver Harnröhrenchirurgie behandelt – Tendenz steigend. 

Dr. Abhishek Pandey
 

Spezialist für rekonstruktive Harnröhrenchirurgie

Seit dem 1. Juli verstärkt Dr. Abhishek Pandey als Oberarzt und ausgewiesener Experte für rekonstruktive Harnröhrenchirurgie das urologische Team im Klinikum Nürnberg. Der 38-jährige Urologe hat sein Handwerk am Sana Klinikum Hof gelernt, das zu den führenden Zentren für Harnröhrenchirurgie in Deutschland zählt. Und auch bei vielen Kongressen im In- und Ausland hat er sich als Experte einen Namen gemacht. Nun will er dazu beitragen, den Schwerpunkt der rekonstruktiven Chirurgie im Klinik Nürnberg weiter ausbauen.

Zum Einsatz kommt die rekonstruktive Harnröhrenchirurgie vor allem bei ausgedehnteren Vernarbungen (Strikturen) sowie bei wiederholten Eingriffen. Und auch jüngere Patienten profitieren. „Ich habe schon Kindern und jungen Männern geholfen, bei denen die Harnröhre durch Entzündungen weitgehend zerstört war“, berichtet Pandey.

Bei der rekonstruktiven Harnröhrenchirurgie wird in der Regel die Engstelle geöffnet und körpereigenes Gewebe z.B. aus der Mundschleimhaut eingesetzt. Bei kurzstreckigen Vernarbungen setzt man auf die sogenannte End-zu-End-Anastomose. Dabei wird das vernarbte Harnröhrenstück entfernt und die Harnröhre wieder zusammengenäht.

In Zukunft wird sich der Einsatz der rekonstruktiven Chirurgie in der Urologie nicht allein auf die Therapie von Harnröhrenstrikturen beschränken. Auch bei anderen Erkrankungen der harnableitenden Organe kommen zunehmend rekonstruktive Therapieansätze zum Tragen. Auch hier bringt Pandey von seiner vorherigen Wirkungsstätte einen reichhaltigen Erfahrungsschatz mit. „Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen an die Kollegen hier im Haus weiterzugeben zu dürfen“, betont er.

Autorin/Autor: D. Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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