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"Opa Hans" radelt für bedürftige Krebspatienten

Stippvisite im Klinikum Nürnberg

Jedes Jahr reißt sie rund 475.000 Menschen in Deutschland in ein tiefes Loch: Die Diagnose Krebs mit ihren zahlreichen Tumorarten zählt noch immer zu den gefürchtetsten Krankheiten überhaupt. In den letzten Jahren wurden auf vielen Gebieten erhebliche Fortschritte im Kampf gegen den Krebs gemacht. Dank verbesserter Prävention, Früherkennung und moderner Therapieverfahren kann heute mehr als die Hälfte der Betroffenen auf eine dauerhafte Heilung hoffen.

Diese sehr erfreuliche Entwicklung macht zunehmend ein strukturelles Problem sichtbar, dass Krebs neben der existenziellen gesundheitlichen Gefahr oft auch finanzielle Not bedeutet. Um auf das Thema „Krebs und Armut“ aufmerksam zu machen, ist Hans Böge als „Opa Hans“ zurzeit auf großer Benefiz-Radtour von Kiel bis nach München und war auch im Klinikum Nürnberg zu Gast. „Nach 18 Monaten Krankengeld werden die Krebspatienten von den Krankenkassen zur Frühverrentung aufgefordert“, erklärt Böge. „Für viele bedeutet das ein Leben am Existenzminimum.“

„Vorbild in zweifacher Hinsicht“

 

Böge weiß wovon der spricht. Vor acht Jahren wurde bei ihm Zungenbodenkrebs diagnostiziert, vergangenes Jahr kam die Krankheit wieder. In der Zeit habe er viele bewegende Schicksale mitbekommen, insbesondere die Kinder erkrankter Eltern litten sehr mit. Mit seiner bereits zweiten Benefiz-Tour sammelt Böge nun Spenden für den Verein „Auszeit für die Seele“, der mittellosen Familien eine Ferienwoche samt Verpflegung und Taschengeld ermöglicht.

„Hans Böge ist in zweifacher Hinsicht ein Vorbild“, findet Prof. Dr. Martin Wilhelm, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 5, Schwerpunkt Onkologie / Hämatologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg. Zum einen ermögliche er mit den gesammelten Spenden den Familien ein wenig Ablenkung, „zum anderen macht er den Betroffenen Mut und zeigt, zu welchen Leistungen man auch nach einer Krebserkrankung fähig ist.“

Aktuelle Studien belegen immer wieder, welche positive Wirkung Sport nicht nur in der Rehabilitation nach einem Krebsleiden hat. „Auch während der Bestrahlung oder Chemotherapie verbessert sich die Prognose der Patienten, wenn sie jeden Tag etwas Anstrengendes tun“, sagt Wilhelm, der mit dem zertifizierten Interdisziplinären Onkologischen Zentrum (IOZ) im Klinikum Nürnberg Standort Nord eine der größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland leitet.

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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