Weltweite Kampagne gegen Bluthochdruck

Messaktion im Standort Süd am 23. und 24. Mai

Man spürt ihn nicht und schleichend wird er zur großen Gefahr. „Bluthochdruck ist mit seinen Folgeerkrankungen die häufigste Todesursache, noch weit vor Krebserkrankungen. Jedes Jahr sterben weltweit 10 Millionen Menschen daran“, erklärt Prof. Dr. Roland Veelken, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 4, Schwerpunkt Nephrologie im Klinikum Nürnberg.

Obwohl die Messung per Armmanschette schnell und simpel ist, kennen viele Menschen ihre Werte nicht. Schätzungen zufolge weiß ein Drittel der rund 25 Millionen Betroffenen in Deutschland nichts von der eigenen Erkrankung. Ein dauerhafter, unbehandelter Bluthochdruck (Hypertonie) kann im Laufe der Zeit zu einer direkten Schädigung wichtiger Organe wie Herz, Gehirn, Nieren oder Augen führen. Außerdem schädigt er die Blutgefäße, was zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann.

Messaktion stärkt Bewusstsein

 

Um in der Bevölkerung ein stärkeres Bewusstsein für die Krankheit und ihre Tücken zu bewirken, nimmt das Klinikum Nürnberg auch in diesem Jahr wieder am May Measurement Month 2018 teil. Bei der Aktion sind in rund 100 Ländern der Welt Menschen dazu aufgerufen, an extra aufgestellten Messstationen ihre Werte ermitteln zu lassen.

Im Standort Süd bietet das Klinikum Nürnberg am 23. und 24. Mai 2018, jeweils von 13 bis 16 Uhr, an zwei Stationen – in der zentralen Eingangshalle und im Herz-Gefäß-Zentrum – kostenlose Blutdruckmessungen an. Zusätzlich geben Experten zahlreiche Informationen und Tipps rund um das Thema Bluthochdruck. Organisiert wird die Nürnberger Messaktion vom Institut für Präventive Medizin, das seit 1994 gemeinsam vom Klinikum Nürnberg und der Universität Erlangen-Nürnberg betrieben wird.

Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf der Wechselwirkung von Diabetes und Bluthochdruck. Da der Diabetes meist mit Folge- und Nebenerkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen und Nierenleiden einhergeht, ist das Risiko für die Betroffenen besonders hoch. „Statistisch erleidet jeder Dritte Diabetiker mit Bluthochdruck innerhalb von zehn Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, schildert Dr. Christof Beck, Oberarzt der Klinik Innere Medizin 4, Schwerpunkt Nephrologie.

Lebensweise hat großen Einfluss

Allgemein werden die Gefahren eines erhöhten Blutdrucks noch immer unterschätzt. „Wer seinen Blutdruck um 10 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) senkt, reduziert damit sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25 Prozent. Im Umkehrschluss sieht man daran aber auch, welche gravierenden Schäden der ständige Druck im Körper anrichtet“, erklärt Prof. Roland Schmieder, Vorstandsmitglied des International Society of Hypertension (ISH). Die Gesellschaft organisiert gemeinsam mit der World Hypertension League (WHL) den May Measurement Month. Männer sollten Ihren Blutdruck ab einem Alter von 30 Jahren einmal im Jahr messen lassen, Frauen ab 45 Jahren.

Typischerweise verursacht Bluthochdruck keinerlei direkte Beschwerden, weswegen oft der Anlass für eine Untersuchung fehlt. Auch die Behandlung deckt sich auf den ersten Blick nicht mit den Erwartungen vieler Menschen an medizinische Hilfe, wie Veelken aus Erfahrung weiß: „Die Patienten müssen ein Leben lang Blutdruck-Medikamente nehmen, auch wenn die Werte wieder normal sind. Die Akzeptanz fällt vielen anfangs schwer.“ Außerdem klagen Patienten in der ersten Zeit der Behandlung und mit normalem Blutdruck häufig über ein Gefühl der Ermattung: „Man muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass es auch mit weniger Druck geht.“

Die wichtigsten Risikofaktoren für Bluthochdruck sind Übergewicht, Rauchen sowie der Genuss von Alkohol und vielen salzigen Speisen. „Die Umstellung der Lebensweise kann bei den meisten Patienten mit Bluthochdruck bereits zu einer spürbaren Entlastung führen“, sagt Veelken. „Ganz ohne Medikamente geht es vor allem bei älteren Menschen aber nur selten.“

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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