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Die Wechselwirkung von Körper und Seele im Blick

Neue Chefärztin für Psychosomatik

Ob Schmerz- oder Traumatherapie, Behandlung von Burnout-Patienten oder von älteren Menschen mit psychischen und psychosomatischen Problemen oder die intensive psychosomatische Betreuung von Krebspatienten – die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg behandelt Patienten, bei denen sich die Wechselwirkung von Körper und Seele belastend auf die psychische oder körperliche Verfassung auswirken.

Seit 1. April ist Prof. Dr. med. Christiane Waller neue Chefärztin der Klinik. Die 49-Jährige studierte in Hannover und Grenoble Humanmedizin, Philosophie und Sozialpsychologie. Danach ging sie an das Universitätsklinikum Würzburg und absolvierte dort den Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Von dort wechselte sie in die Psychosomatische Medizin an die Medizinische Hochschule Hannover und nach Ulm, wo sie zuletzt stellvertretende Klinikdirektorin der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie war. Die neue Chefärztin sieht die Psychosomatik als Organfach. “Die Zusammenhänge zwischen Seele und Körper sind messbar, die Beschwerden sind real”, betont sie.

 

Als Beispiel nennt sie die stressbedingte Kardiomyopathie, auch Broken-Heart-Syndrom genannt. Der massive Ausstoß von Stresshormonen führt zu Symptomen, die einem Herzinfarkt ähneln und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Schwerpunkt Psychokardiologie ausbauen

Überhaupt ist das Zusammenwirken von Herz und Psyche wissenschaftlich gut belegt. Waller will daher den Schwerpunkt Psychokardiologie, die  psychosomatische Betreuung und Behandlung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ausbauen. Bisher ist dieser Schwerpunkt nur in wenigen Kliniken Deutschlands etabliert. Dabei ist der Bedarf hoch, zählen doch Herzkreislauferkrankungen zu den häufigsten Gründen für eine Krankenhauseinweisung.

Darunter finden sich viele Patienten, die einen akuten Herzinfarkt vermuten und um ihr Leben fürchten. Bei der Untersuchung in der Notaufnahme lassen sich jedoch keine organischen Ursachen finden. Häufig haben diese Menschen schon einmal einen Herzinfarkt erlebt und haben Angst vor einem neuerlichen Infarkt. Die Angst wiederum ruft die für einen Herzinfarkt typischen Symptome wie Brustenge oder Luftnot hervor. “Wir können den Menschen dabei helfen, die Auswirkungen ihrer Angst von realen Beschwerden zu unterscheiden”, berichtet Waller.

Neue Akzente bei stress- und traumaassozierten Erkrankungen

Neue Akzente will Waller in der Therapie von Erkrankungen, die eng mit Stress und Trauma assoziiert sind, setzen. “Wir wissen sehr genau, wie Stress und Trauma sich auf körperliche Prozesse auswirken.” So belegen Studien, dass Menschen früher sterben, wenn die Traumabewältigung nicht gelingt.

Dabei ist Trauma nicht gleich Trauma, Stress nicht gleich Stress. “Viele Menschen können mit Stress und Trauma gut umgehen”, betont Waller. Zur medizinsichen Herausforderung werden Stress und Trauma erst dann, wenn die Bewältigungsstrategien nicht (mehr) funktionieren, z.B. durch einer schwere Erkrankung oder einen Schicksalsschlag. Dann ist eine psychosomatische Mitbehandlung unbedingt erforderlich.

Alleinstellungsmerkmal „Nürnberger Modell“

Univ.-Prof. Dr. Dr. Niklewski, Vorstand Medizin und Entwicklung, Klinikum Nürnberg betont, dass die Psychosomatik im Klinikum Nürnberg nicht nur auf ein oder zwei Psychosomatikern beruhe, sondern „eine eigenständige Klinik mit einem differenzierten Therapieangebot ist”.

Mit ihrem umfassenden Konsiliar- und Liaisondienst, der bundesweit als „Nürnberger Modell“ bekannt ist, hat die Klinik in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal. Bei Bedarf unterstützen Psychosomatiker die Fachärzte bei der Behandlung (Konsildienst), auf anderen Stationen wie z.B. in der Onkologie oder der Adipositaschirurgie ist die psychosomatische Mitbehandlung fest etabliert (Liaisondienst).

Autorin/Autor: Doris Strahler | Unternehmenskommunikation

 
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