Eindrucksvolle Visite in Nepal

Klinikum und Paracelsus Uni

Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Nur 60 Prozent der Nepalesen haben innerhalb von 30 Minuten Fußmarsch einen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung. Sie besteht gerade in den ländlichen, gebirgigen Regionen meist aus einem angelernten, sogenannten „Physician Assistant“ und gewährleistet lediglich eine medizinische Grundversorgung. Trotzdem ist es in den letzten Jahren gelungen, die Kindersterblichkeit durch eine landesweit angelegte Impfkampagne deutlich zu senken. Vor diesem Hintergrund fuhr eine Delegation aus Ärzten des Klinikums und Studenten der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in den Himalaya-Staat und besuchte das Krankenhaus in Dhulikhel sowie die dortige medizinische Fakultät, mit der eine Kooperation besteht.

Die Klinik in Dhulikhel war 1991 von dem Arzt Dr. Ram Shresta gegründet worden, der in Österreich studiert und dort seine Facharztausbildung zum Chirurgen absolviert hatte. Danach kehrte er in sein Heimatland zurück. Sein Ziel war es, ein Krankenhaus in seinem Heimatbezirk zu gründen, das unabhängig vom Staat und nicht gewinnorientiert arbeitet. Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung und überwiegend österreichischer Spender ist das gelungen. Heute hat das Krankenhaus in Dhulikhel 400 Betten und eine große Ambulanz, in der täglich 700 Patienten betreut werden.

„Die Klinik, in der fast alle Bereiche der Medizin vertreten sind, stellt eine absolute Ausnahme in Nepal dar und weist einen deutlich höheren medizinischen und hygienischen Standard als die staatlichen Krankenhäuser auf“, berichtet Dr. Kerstin Schäfer-Eckart, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin 5, Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Die Leitende Oberärztin der Einheit für Knochenmarktransplantation war beeindruckt, dass es „durch Spenden gelingt, der Bevölkerung, für die es keine Krankenversicherung gibt, eine bessere und auch günstigere Versorgung anzubieten, als es die staatlichen Krankenhäuser tun“.

Während die Paracelsus-Studenten als Teil ihres Studiums in Nepal eine vierwöchige Famulatur absolvierten, informierten sich die Delegation nicht nur über das Krankenhaus und einen Außenposten, sondern auch über den Ablauf des Medizinstudiums in Nepal. Ziel der medizinischen Fakultät, die der Klinik in Dhulikhel angegliedert ist, ist es, nicht nur Ärzte, sondern auch Pflegekräfte und Physiotherapeuten im eigenen Land auszubilden. Das Curriculum entspricht westlichem Standard. „Allerdings dürften die Studienkosten von 50 000 Euro nur für die wenigsten nepalesischen Familien erschwinglich sein, eine staatliches Stipendium gibt es nur für jeden fünften Studenten“, berichtet Schäfer-Eckart.

 

Sie begrüßt es, dass durch die Zusammenarbeit mit mehreren ausländischen Krankenhäusern und Universitäten, so auch der Paracelsus Universität, Studenten die Gelegenheit haben, Einblicke in ein ganz anderes Gesundheitssystem zu haben. Zudem könnten sich nepalesische Ärzte an Krankenhäusern und Instituten in Deutschland weiterbilden.

„Diese Zusammenarbeit soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden“, betont Schäfer-Eckart, die von den vielen Eindrücken in Dhulikhel begeistert war, und dazu aufruft, das etwas andere Krankenhaus in Nepal zu unterstützen.

Autorin/Autor: Bernd Siegler | Unternehmenskommunikation

 
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