Tausendste TAVI im Klinikum Nürnberg

Kathetergestützter Aortenklappenersatz

Für viele ältere und schwerkranke Menschen ist sie oft die letzte Rettung. Die kathetergestützte Aortenklappen-Implantation – kurz TAVI (engl. transkatheter aortic valve implantation) genannt – ist ein echter Lebensretter und ermöglicht den Herzklappenersatz bei Patienten, für die eine chirurgische Operation zu riskant ist. Dabei wird eine passende, zusammengefaltete Herzklappe aus Biomaterial über einen Katheter durch die Leistenarterie oder die Herzspitze vorgeschoben und an entsprechender Stelle entfaltet.

Nun feiert das TAVI-Team im Klinikum Nürnberg den tausendsten Eingriff dieser Art. „Das ist ein kleiner Meilenstein und der Beleg, dass wir das Verfahren als sicheren, zuverlässigen und effektiven Routineeingriff etabliert haben“, freut sich Prof. Dr. Matthias Pauschinger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 8, Schwerpunkt Kardiologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Bereits seit neun Jahren führt das TAVI-Zentrum den Eingriff durch, inzwischen sind es über 200 pro Jahr.

Außerdem ist das Klinikum Nürnberg seit Juni 2016 als eine von bundesweit 42 Kliniken mit dem Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ausgezeichnet. „Obwohl wir fast ausschließlich Risikopatienten therapieren, kommt es nur selten zu Komplikationen. Grundlage für unseren Erfolg ist die intensive und nachhaltige Zusammenarbeit von Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten im Heart-Team“, sagt Dr. Jürgen Jessl, Leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie. Im Herz-Gefäß-Zentrum werden alle Eingriffe gemeinsam von Kardiologen und Herzchirurgen in einem speziell dafür eingerichteten Hybrid-OP unter ständiger Bereitschaft der Kardiotechnik durchgeführt, wo im Ernstfall Komplikationen direkt beherrscht werden können.

 

Die enge Kooperation ist auch schon bei der Therapie-Entscheidung gefragt, nach welcher Methode ein Patient behandelt wird. In wöchentlichen Konferenzen werden fragliche Fälle besprochen. „Wir beurteilen anhand von definierten Kriterien wie der Pumpleistung des Herzens, eventueller Voroperationen am Herzen und schwerwiegenden Nebenerkrankungen, welche Option für den individuellen Patienten die beste ist“, erklären Dr. Ferdinand Vogt und Prof. Dr. Steffen Pfeiffer, Oberärzte der Klinik für Herzchirurgie, Universitätsklink der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. „Außerdem werden bei älteren Patienten regelmäßig unsere Kollegen der Geriatrie hinzugezogen, welche die Gebrechlichkeit der Patienten mitbeurteilen und uns entsprechende Unterstützung in der postoperativen Behandlung geben.“

„Die minimal-invasive herzchirurgische Operation bleibt für einen Großteil der Patienten das Mittel der Wahl“, wie Prof. Dr. Theodor Fischlein, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie noch ergänzt. „Darum wird jeder Patient vor einem solchen Eingriff entsprechend untersucht, optimal vorbereitet und über Nutzen und Risiken des entsprechenden Eingriffes aufgeklärt.“

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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