Schlucktherapie nach Schlaganfall

Physikalische Therapie

Ein Schlaganfall ist in vielerlei Hinsicht ein schwerer Einschnitt ins Leben eines Menschen. Die Schädigung des zentralen Nervensystems bedeutet nicht nur sprachliche und motorische Beeinträchtigungen, auch Reflexfunktionen wie das Schlucken können Schaden nehmen und Beschwerden verursachen.

Unbehandelt können Schluckbeschwerden zu Gewichtsverlust, Austrocknung oder einer sogenannten Aspirationspneumonie führen. Hierbei gelangen Speichel, Nahrung oder Flüssigkeiten in die Lunge und führen zu einer Lungenentzündung.

Um die Schluckfähigkeit von Schlaganfall-Patienten einschätzen zu können, führen Logopäden der Abteilung für Physikalische Therapie klinische und endoskopische Schluckuntersuchungen durch. Die Diagnostik beinhaltet unter anderem die Überprüfung der Gesichts- und Zungenmuskulatur, des Speichelschluckens, der Stimme und der Sensibilität. Im nächsten Schritt werden verschiedene Konsistenzen in Form von flüssiger, breiiger und fester Nahrung getestet, um die optimale Kostform für den Patienten festzulegen.

 

Beobachten die behandelnden Logopäden in einer Schluckphase eine Auffälligkeit, reicht das Therapieangebot von aktiven Übungen über kompensatorische Aspekte wie Haltungskorrekturen bis hin zur Verwendung von Trink- und Esshilfen und Erläuterung von Essregeln. Der Behandlungsplan wird individuell erstellt und mit verschiedenen Fachrichtungen abgestimmt. In der Regel setzen die Patienten die Therapie nach der Entlassung aus dem Klinikum in einer neurologischen Reha-Einrichtung oder mit ambulanten Logopäden fort.

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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