Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Herzrhythmusstörungen

Es kann Angst machen, wenn das Herz aus dem Takt gerät. Der sonst so vertraute Herzschlag setzt plötzlich kurz aus, stolpert, schlägt zu schnell oder zu langsam. Das Vorhofflimmern dagegen spürt man manchmal gar nicht. Viele dieser Herzrhythmusstörungen sind harmlos, andere wiederum lebensgefährlich. Ob eine Herzrhythmusstörung unbedenklich ist oder behandelt werden muss, gehört daher in die Hand des Experten.

Einer der renommiertesten Spezialisten für Herzrhythmusstörungen in der Region ist Dr. Konrad Göhl. Seit vielen Jahren leitet er die Abteilung für Rhythmologie der Klinik für Innere Medizin 8, Schwerpunkt Kardiologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Für ihn ist die exakte Diagnose die Grundlage für jegliche Therapie. „Herzrhythmusstörungen können sehr verschiedene Gründe haben. Wir müssen also zunächst die genaue Ursache herausfinden, erst dann wissen wir, welche Behandlungsmöglichkeiten wir haben.“

Viele Krankheiten können Herzrhythmusstörungen verursachen

Viele Herzrhythmusstörungen sind die Folge von Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Entzündungen des Herzens oder Herzklappenerkrankungen. Auch angeborenen Störungen in der Elektrik des Herzens können den Herzrhythmus aus dem Takt bringen.

Manchmal klingen die Herzrhythmusstörungen ab, wenn man die ursächliche Erkrankung behandelt, z.B. den Bluthochdruck gut einstellt, die Infektion bekämpft, das Übergewicht reduziert oder die beschädigte Herzklappe ersetzt.

Droht von den Herzrhythmusstörungen keinerlei Gefahr für die Gesundheit, muss gar nicht behandelt werden. „Als Arzt muss ich den Patienten allerdings sehr gut über Ursachen und Wirkung seiner Herzrhythmusstörungen informieren, damit er sich keine unnötigen Sorgen macht“, betont Göhl.

 

Ist das Herz selbst nicht in der Lage, den richtigen Takt vorzugeben – aus welchen Gründen auch immer –, dann gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen Medikamente oder die elektrische Stimulation des Herzschlages mit Hilfe von Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Mit ihnen lässt sich der Herzschlag dauerhaft oder gezielt bei Auftreten einer gefährlichen Änderung im Rhythmus steuern.

Dabei kommen Geräte der neuesten Generation zum Einsatz, so unter anderem der kleinste Herzschrittmacher der Welt, der nur so groß wie eine Vitamintablette ist und mittels Katheter im Herzen eingesetzt werden kann. Bei Herzmuskelschwäche ist eine Verbesserung durch sogenannte biventrikuläre Systeme zu erzielen.

Die Katherablation ist das einzige Verfahren, mit dem man eine Herzrhythmusstörung ursächlich behandeln kann. Bei dieser schonenden Intervention werden sehr dünne Katheter über die Leiste direkt in das Herz eingeführt und gezielt das Gewebe, das die falschen elektrischen Impulse sendet, ausgeschaltet.

Für komplexe Störungen oder solche, die von Regionen im Herzen ausgehen, die nur schwer mit einem Katheter zu erreichen sind, steht das Verfahren der Magnetnavigation zur Verfügung, das nur wenige Kliniken in Deutschland anbieten. Dabei wird der Katheter mit Hilfe eines Magnetfeldes zielgenau platziert.

Individuelle Therapie

„Welche Therapie für welchen Patienten die beste ist, hängt jeweils von der Ursache ab. Nicht jedes Verfahren ist für jeden Patienten geeignet“, betont Göhl, der stets Ursachen und Therapiemöglichkeiten mit seinen Patienten umfassend bespricht. Wirkung und mögliche Nebenwirkungen müssen sorgfältig abgewogen werden.

Autorin/Autor: Doris Strahler | Unternehmenskommunikation

 
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