Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Im Krankenhaus nehmen wir gesellschaftliche Veränderungen oft schneller und deutlicher wahr als anderswo. Die moderne Lebenswelt mit ihren hohen Erwartungen an Mobilität, Arbeit und Freizeit, die oft als Überforderung erlebt werden, sowie die Herausforderungen einer wachsenden Digitalisierung, die bis in die persönlichen Beziehungen und die Selbstwahrnehmung hineinreicht, spiegelt sich auch in der Medizin wider.

So nehmen stress- und traumaassoziierte Erkrankungen ebenso zu wie sogenannte Verhaltenssüchte, also wenn Internet, Kaufen und Glücksspiele zur Sucht werden. Auf diese gesellschaftlichen Entwicklungen reagiert das Klinikum Nürnberg mit passgenauen Angeboten und Experten.

In der Medizin wächst das Wissen über die Wechselwirkung von Körper und Seele. Immer deutlicher werden die Einflüsse der Seele auf die Entstehung und den Verlauf von Erkrankungen erkannt, aber auch die Einflüsse des körperlichen Befindens und Krankheiten auf die Seele. Als neue Chefärztin für die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie haben wir daher eine ausgewiesene Expertin der Psychokardiologie, also für die Wechselwirkungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit der Seele, gewonnen. Als weiteren Schwerpunkt hat sie die Behandlung von Menschen mit Erkrankungen, die in enger Verbindung stehen zu arbeitsbezogenem Stress und negativen frühkindlichen Bindungs- und Beziehungserfahrungen, die nicht aufgearbeitet wurden.

 

Neu im Leistungsspektrum der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist die Sprechstunde für Menschen, die beim Surfen im weltweiten Netz, aber auch beim Kaufen oder beim Daddeln an Glücksspielautomaten die Kontrolle über ihr Verhalten verloren haben. Solche nicht stoffgebundenen Süchte sind leider kein seltenes Phänomen. Je früher solch eine Abhängigkeit erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Unser Angebot richtet sich in erster Linie an Menschen mit einer ausgeprägten Verhaltenssucht und einer zusätzlichen psychiatrischen Erkrankung.

Das sind nur zwei Beispiele für neue Angebote des Klinikums Nürnberg, um den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden. Weitere Beispiele aus den Bereichen Leber-Erkrankungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, chronische Schmerzen oder Speiseröhrenkrebs sowie zahlreiche nützliche Tipps finden Sie auf den folgenden Seiten.

Viel Freude und einen hohen Erkenntnisgewinn beim Lesen dieser Ausgabe wünscht Ihnen

Ihr Prof. Dr. Achim Jockwig
Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg

Autorin/Autor: Prof. Achim Jockwig

 
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