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BELOUGA: Benchmarking-Konzept zur Optimierung von Abläufen im Gesundheitswesen

Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickeln ein wertorientiertes Benchmarking-Konzept zur Optimierung von Abläufen im Gesundheitswesen. Dies sichert die Qualität der Versorgung und kommt letztendlich den Patienten zugute.

Die Gesundheitswirtschaft unterliegt einem großen Wandel mit hohen Qualitätsansprüchen und ansteigendem Kostendruck. Um eine wirtschaftliche Betriebsführung zu ermöglichen sind viele Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen auf die Optimierung ihrer Prozesse und Strukturen angewiesen. Um diesen Spagat zu schließen, haben sich die Verbundpartner der Fraunhofer SCS, das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) die Universität Bayreuth sowie die Hochschule und das Klinikum Ingolstadt zusammengeschlossen, um im Forschungsprojekt „BELOUGA - Benchmarking logistischer Benchmarking logistischer Unterstützungs- & Dienstleistungsprozesse im Gesundheitswesen und in industriellen Anwendungen“ Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die Idee der Adaptierung des industriellen Benchmarkingansatzes auf die speziellen Anforderungen komplexer Dienstleistungen. Das Benchmarking fördert mittels eines Vergleichs von Unternehmen das „Lernen von den Besten“. Hierbei können gezielt Verbesserungsmaßnahmen erkannt und umgesetzt werden. Um das „konventionelle“ Benchmarking in den Gesundheitsbereich einzuführen, müssen die dienstleistungsorientierten Aspekte sowie die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Patienten, Arzt und Kliniken berücksichtigt werden. Somit erweitert BELOUGA den „konventionellen“ Benchmarkingansatz um eine kundenorientierte Wert-Perspektive und versucht die unterschiedlichen Wertschöpfungslogiken der Dienstleistung miteinzubeziehen.

Im Rahmen des bis Mitte 2014 laufenden BMBF-Forschungsprojekts werden daher unterstützende Dienstleistungen in Krankenhäusern und Kontraktlogistik-Projekten untersucht. Speziell im Klinikbereich wurden durch die Verbundpartner die unterstützenden Dienstleistungsprozesse der Patiententransportlogistik, der Schrankfachversorgung und der OP-Personaleinsatzplanung als Benchmarkingobjekte ausgewählt.

Die Patiententransportlogistik gilt im Bezug zum medizinischen Hauptprozess als besonders wichtiger Bestandteil zur optimalen Gestaltung des medizinischen Gesamtprozesses. Im klinischen Alltag kommt es besonders häufig vor, dass Patienten zu spät zur medizinischen Behandlung transportiert werden. Hierdurch entstehen in der Folge terminierter Untersuchungen Wartezeiten und Verschwendung von knappen Ressourcen.

Ein weiteres Benchmarkingobjekt ist die logistische Dienstleistung der Schrankfachversorgung. In den Kliniken gewährleistet die Schrankfachversorgung die ständige Verfügbarkeit der wichtigsten medizinischen Güter des klinischen Alltags. Hierbei stehen die logistischen Prozesse der Lagerung, Bestellung, Kommissionierung der Medikalprodukte und die Bestückung der Materialschränke im Vordergrund.

Im Weiteren wird der Unterstützungsprozess der OP-Personaleinsatzplanung näher betrachtet. Der OP-Bereich gilt in Kliniken als besonders kostenintensiver Faktor, da die Bereitstellung verschiedenster Ressourcen zu jeder Zeit gewährleistet sein muss. Die vorausschauende Koordination und Planung der personellen Ressourcen, die Zuordnung von Raum und Material stellt im klinischen Alltag eine besondere Herausforderung dar. Erschwerend kommt hinzu, dass die Abfolge der Planungsaktivitäten häufig parallel bzw. simultan erfolgen muss, um auf kurzfristige Änderungen in der OP-Belegung flexibel reagieren zu können.

Die ausgewählten Benchmarkingobjekte dienen im Projektverlauf zur Referenzierung des im Forschungsprojekt weiterzuentwickelnden Benchmarkingansatzes. Basierend auf dem erhobenen Datenmaterial fließen die gewonnenen Erkenntnisse in eine Benchmarking-Software ein, um den Endanwendern eine einfache Simulation alternativer Prozesskonfigurationen und die Darstellung von Optimierungspotenzialen zu ermöglichen. Des Weiteren werden die im Forschungsprojekt ermittelten Methoden und die Funktionsweise der Benchmarking-Software mittels eines Schulungs- und Weiterbildungskonzeptes nutzbar gemacht. Das Forschungsprojekt BELOUGA setzt somit die Realisierung weiterer Produktivitätsgewinne ausgehend des in der industriellen Praxis bewährten Methodik „Lernen von den Besten“ konsequent um und ermöglicht eine weitere Erhöhung der Produktivität im Gesundheitssektor.

Geförderte Verbundpartner:

Projektleitung:
Fraunhofer SCS
Nordostpark 93
D-90411 Nürnberg
Heiko Wrobel, Heiko.wrobel@scs.fraunhofer.de, T: +49 (0) 911 58061 9599

Öffentlichkeitsarbeit:
LKZ Prien GmbH
Joseph-von-Fraunhofer-Straße 9
D-83209 Prien am Chiemsee'
Stephan Hartl, Stephan.Hartl@lkzprien.de

 
 
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