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Artis zee Biplan: High Tech hilft dem Herzen

Angiographie-Gerät für kardiologische Anwendungen im Herz-Gefäß-Zentrum Klinikum Nürnberg

Rund 100.000 mal schlägt unser Herz an einem Tag. Im Laufe eines Lebens addiert sich diese Zahl auf gut 2 Milliarden Schläge. Eine Meisterleistung an Zuverlässigkeit und Präzision, die zur Zeit noch keine Technik erreichen kann. Technik kommt aber dann zum Zuge, wenn das Herz Schwierigkeiten hat, zum Beispiel durch Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

Das Herz-Gefäß-Zentrum im Klinikum Nürnberg Süd verfügt über eine besonders effektive Technologie, um Herzkranken zu helfen. Artis zee (Siemens Healthcare) ist ein neues Angiographie-System, das dem Arzt aussagekräftige Einblicke in den menschlichen Körper gibt. Die Anlage ermöglicht nicht nur präzise Diagnosen, sondern auch eine wirkungsvolle Therapie, bei der nicht am offenen Herzen operiert werden muss. So können zum Beispiel im ersten Schritt Einengungen in den Herzkranzgefäßen mittels Kontrastmitteln aufgespürt werden.
Mit einem sogenannten Ballon-Katheter, der meist von der Leistengegend aus bis zur Einengung geschoben wird, erweitert der Arzt im zweiten Schritt das Gefäß. Dazu wird der winzige Ballon an der Katheterspitze aufgeblasen. Ein kleines Drahtgeflecht, von Fachleuten Stent genannt, stabilisiert anschließend in den meisten Fällen das Gefäß. Der minimalinvasive Eingriff verläuft in der Regel fast völlig schmerzfrei. Zurück bleibt nur ein wenige Millimeter langer Schnitt.

 

Höchste Präzision bei komplexen Erkrankungen
Ein normaler Drahtkatheter kann nur in wenige Richtungen gebogen werden. Diese Bewegungen werden weitab von der Katheterspitze ausgelöst und verlaufen daher meist schwerfällig und ungenau. Biegungen größer 90° sind besonders schwierig zu steuern. Im Gegensatz dazu sind die bei der magnetischen Navigation verwendeten Führungsdrähte mit einem kleinen Magneten an ihrer Spitze ausgestattet, der auf Richtungs- und Feldstärkeveränderungen eines externen Magnetfeldes reagiert.

Dadurch kann der Untersucher den Führungsdraht oder den Katheter volle 360° schwenken. Zudem lassen sich durch die magnetische Führung Bewegungen der Katheterspitze durch den Bediener minimieren, so dass das Risiko von Verletzungen der Blutgefäße verringert wird.

Da die Navigation softwaregesteuert erfolgt, kann der Arzt den Führungsdraht oder die Katheterspitze mit Hilfe vorgegebener Parameter neu ausrichten. Beispiel: Ein Monitor zeigt Vektorberechnungen, die aus den durchschnittlichen anatomischen Größen für jede Koronararterie berechnet wurden. Der Computer kann jetzt einen individuellen dreidimensionalen Pfad zur Navigation durch das Zielgefäß erzeugen.

Das Bediensystem unterstützt den Arzt wirkungsvoll sowohl bei der Untersuchung, als auch bei der Therapie. Die Bedienelemente sind so angeordnet, dass der Arzt während des gesamten Eingriffes direkt beim Patienten verweilen kann. Durch die einfache und ergonomische Bedienung verkürzt sich die Behandlungszeit.

Damit der behandelnde Arzt die Engstelle aufspüren und den Katheter an die richtige Stelle führen kann, liefert die Anlage Röntgenbilder aus dem Körperinneren. Da es sich dabei nicht nur um einzelne Aufnahmen handelt, sondern um ganze Serien von Röntgenbildern, kommt es besonders darauf an, die Strahlendosis niedrig zu halten. Gerade dies ist eine Stärke des neuen Angiographie-Systems. Ein ganzes Bündel von Maßnahmen sorgt dafür, die Dosis auf ein Minimum zu senken. Die moderne Technologie, die zur Erzeugung des Röntgenbildes eingesetzt wird, liefert zudem gestochen scharfe Bilder. Sie geben dem Arzt die Sicherheit für seine Diagnose und seine Therapie, zum Wohle des Patienten.

Autorin/Autor: Herz-Gefäß-Zentrum, Klinikum Nürnberg

 
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