1933 - 1945: Medizin im Nationalsozialismus

Einschneidend waren die Auswirkungen des Nationalsozialismus.

Schon 1933 wurden alle jüdischen Ärzte (1) auf Betreiben der nationalsozialistischen Machthaber entlassen. Unter ihnen war der renommierte Leiter der Hautklinik Prof. Dr. Ernst Nathan (2), nach dem heute die Adresse des Klinikums benannt ist. 1936 wurde Prof. Dr. Konrad Bingold, der Leiter der 1. Medizinischen Klinik entlassen, weil er mit einer Jüdin verheiratet war.

Der berüchtigte Nürnberger SS-Führer Julius Streicher protegierte dagegen die Karriere von nationalsozialistisch orientierten Ärzten und erzwang NS-Gefolgschaft. An mehreren Kliniken wurden die Diakonissen durch ideologisch geschulte NS-Schwestern ersetzt. Auch Zwangssterilisationen und Abtreibungen im Rahmen des nationalsozialistischen Wahns der Rassenhygiene wurden durchgeführt. Am nationalsozialistischen Euthanasieprogramm war das Nürnberger Krankenhaus mit seiner akutpsychiatrischen Station nur indirekt beteiligt, da die schwerkranken Patienten vorher in andere Einrichtungen überwiesen wurden.

Autorin/Autor: Literaturtipp: Windsheimer, Bernd: 100 Jahre Klinikum Nürnberg: Die Geschichte des Nürnberger Gesundheitswesens im späten 19. und 20. Jahrhundert, Nürnberg o.J.

 
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