Prostatakrebs - Was nun?
Bundesweit erfüllen nur wenige Zentren die hohen Qualitätsstandards und Mindestfallzahlen des Dachverbands der Prostatazentren Deutschlands (DVPZ) – eines davon ist das Prostatazentrum des Klinikums Nürnberg.
In Deutschland erkranken im Jahr rund 62.000 Männer an Prostatakrebs. Damit ist Prostatakrebs die häufigste diagnostizierte Tumorerkrankung bei Männern. Je früher die Erkennung, desto besser die Heilungsaussichten und umso einfacher und schonender die mögliche Behandlung.
Das Prostatazentrum im Klinikum Nürnberg verfügt über modernste Verfahren, um gutartige und bösartige Erkrankungen der Prostata gezielt und sicher nach dem aktuellen medizinischen Standard diagnostizieren und behandeln zu können. Hierbei werden alle verfügbaren Kompetenzen im Klinikum Nürnberg gebündelt, um dem Patienten eine umfassende Betreuung "aus einer Hand" zu ermöglichen. Das Prostatazentrum wird von der Klinik für Urologie des Klinikums Nürnberg koordiniert.
Bundesweit erfüllen nur wenige Zentren die hohen Qualitätsstandards und Mindestfallzahlen des Dachverbands der Prostatazentren Deutschlands (DVPZ) - eines davon ist das Prostatazentrum des Klinikums Nürnberg. Es trägt daher das Qualitätssiegel "Zentrum für Excellenz im DVPZ e.V.".
Im Prostatazentrum werden im Jahr 200 Patienten mit einem Prostatakarzinom operiert. Dabei arbeiten Spezialisten unserer Fachabteilungen eng zusammen:
- Klinik für Urologie,
- Klinik für Onkologie und Hämatologie
- Klinik für Radioonkologie und Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie
- Institut für Radiologie Nord, Klinik und Institut für Nuklearmedizin
- Institut für Pathologie
- Klinik und Institut für Physikalische und Rehabilitative Medizin
- Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- niedergelassene Fachärzte für Urologie
Die Kooperation mit den niedergelassenen Fachärzten ermöglicht dem Patienten einen nahtlosen Übergang von außerklinischer und stationärer Betreuung und hilft vor allem, unangenehme Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Das Prostatazentrum pflegt zudem eine enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen.
Bei der Diagnostik setzt das Prostatazentrum auf eine schmerzfreie und nur wenige Minuten dauernde Kombination von Blutuntersuchung (PSA-Test), Tastuntersuchung und eventuell einer speziellen Untersuchung per Ultraschall durch den Enddarm oder das so genannte Histoscanning. Bei Verdacht einer Krebserkrankung erfolgt die Entnahme von Gewebeproben mit Hilfe der Prostata-Biopsie.
Bei der Therapie setzt das Prostatazentrum, wenn möglich, auf minimal-invasive Chirurgie und innovative Methoden. Bei der Behandlung von gutartigen Prostatatumoren kommt das „Abhobeln“ (endoskopische transurethrale Resektion TUR), der Greenlight-Laser und bei sehr großen Drüsen selten die chirurgische Entfernung zum Einsatz. Die Operation von bösartigen Tumoren geschieht entweder endoskopisch minimal-invasiv oder klassisch schnittoperativ (retropubisch oder perineal). In speziellen Fällen kommt die Brachytherapie oder der hoch-intensive fokussierte Ultraschall (HIFU) zum Einsatz.
Kontakt:
Terminvergabe für die Prostatasprechstunde: 0911 398-2680, E-Mail: prostatazentrum@klinikum-nuernberg.de
Prostata-Beratungshotline: 0911 398 -75 75 (Montag 17:00 – 18:00 Uhr)
Autorin/Autor: Prostatazentrum Klinikum Nürnberg
