Wohnraumberatung für Senioren im Zentrum für Altersmedizin

Plötzlich ist der geliebte Ledersessel viel zu niedrig, die Badewanne erweist sich als unüberwindbare Hürde oder die Kraft in den Armen reicht nicht mehr, um die Rollläden nach oben zu ziehen. Für ältere Menschen kann das Wohnen in den eigenen vier Wänden zu einer Falle werden, wenn die Hilfsbedürftigkeit wächst. Genau hier setzt ein neues Angebot des Klinikums Nürnberg an: die Wohnraumberatung für Senioren.

Seit einiger Zeit gibt es nun einmal monatlich – jeweils am zweiten Donnerstag im Monat - die Möglichkeit, sich über eine altersgerechte Wohnraumgestaltung kostenlos und unverbindlich beraten zu lassen. Das Angebot ist eine gemeinsame Initiative der Geriatrischen Tagesklinik (GTK) und des Zentrums für Altersmedizin. Elke Kaufmann, Koordinatorin des Zentrums für Altersmedizin, erklärt: „In den Gesprächen mit unseren älteren Patienten haben wir immer wieder erfahren, wie schwer ihnen manche Dinge fallen, weil die Räumlichkeiten zu Hause nicht altersgerecht gestaltet sind. Unser Hinweis auf Beratungsstellen oder spezielle Architekturbüros war den Betroffenen dann aber häufig zu abstrakt, viele konnten damit nichts anfangen.“

So reifte die Idee, in der GTK selbst eine Wohnraumberatung für eigene, aber auch für Patienten anderer Kliniken anzubieten. „Unser Ziel ist es“, betont die Gerontologin, „den älteren Menschen eine Lösung für ein möglichst langes und unbeschwertes Leben in den eigenen vier Wänden zu bieten.“

In Zusammenarbeit mit der Wohnraumberatungsstelle Nürnberg können sich Patienten sowie Angehörige einmal monatlich mit ihren Fragen an die Experten wenden, aber auch in der eigenen Wohnung vor Ort die Probleme besprechen. Zudem helfen die ehrenamtlichen Mitarbeiter, wenn es um die Antragsstellung für eine finanzielle Unterstützung bei der Krankenkasse geht oder aber um den Kontakt mit Vermietern und Wohnungsbaugesellschaften.

Denn nicht jede Veränderung wie etwa der erhöhte Ledersessel oder die wegen einer Stolperkante neu verklebte Teppichecke sind schnell und kostengünstig zu realisieren. Der Umbau eines Badezimmers mit Sitzdusche oder ein Treppenlift können das Portemonnaie schon sehr viel mehr belasten.

Falls erforderlich, begleiten die Berater sogar die Durchführung der Wohnraumanpassung. So erfreulich das neue Angebot ist, so sehr hofft Kaufmann darauf, dass es noch früher genutzt wird: „Ideal wäre es, sich rechtzeitig mit dem Wohnen im Alter zu beschäftigen. Wenn die Hilfsbedürftigkeit  mit zunehmendem Alter wächst, ist die Bereitschaft, etwas in den eigenen vier Wänden zu ändern, oft nur noch gering ausgeprägt.“

Jeden zweiten Donnerstag im Monat findet die Wohnraumberatung für Senioren um 15 Uhr in der Geriatrischen Tagesklinik im Klinikum Nord, Haus 32, 1.Stock, Schulungsraum (Zimmer 106) statt.
Terminvereinbarung bitte über Anke Husberg, Leitende Ergotherapeutin der GTK unter Tel (0911) 398 -3427 oder -3420.

Autorin/Autor: Axel Bredehöft, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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