Institut für Klinische Chemie, Laboratoriumsmedizin und Transfusionsmedizin - Zentrallaboratorium

Klinische Chemie

Historisches und Aktuelles 

Im Jahre 1929 entstand aus der Apotheke hervorgehend das „chemisch-physiologische Institut“. Es wurde von Herrn Oberapotheker Philipp Fischer geleitet, Neben der Durchführung von Untersuchungen für die Krankenversorgung mit einem breiten Untersuchungsspektrum bildeten damals schon wissenschaftliche Untersuchungen mit den ärztlichen Kollegen der städtischen Krankenanstalten ein wichtiges Aufgabengebiet. So wurden z.B. mit dem Leiter der Hautklinik Herrn Professor Ernst Nathan Untersuchungen zur Pharmakokinetik von Paul Ehrlichs Salvarsanpräparaten zur Behandlung der Syphilis durchgeführt. Auch heute noch stellt die Unterstützung der klinischen Kollegen bei wissenschaftlichen Fragestellungen eine Aufgabe des Instituts dar (1, 2).  Philipp Fischer führte aber auch methodische Arbeiten wie z.B. die Entwicklung von sog. Mikromethoden durch. Die Tradition der sorgfältigen Evaluation, Modifikation und Entwicklung neuer Methoden wird auch heute noch am Institut gepflegt. So konnte im Jahre 2009 unter der Federführung des Instituts in einer internationalen multizentrischen Zusammenarbeit der weltweit erste hochsensitive Test, der sog. 4. Generations-Test, zur Messung des schilddrüsenstimuliernden Hormons TSH publiziert werden (3). Aus ethischer und ökonomischer Sicht stellt die Vorbeugung d.h. die Prävention von Erkrankungen ein wichtiges Element im modernen Gesundheitswesen dar. An Projekten zur Prävention von Erkrankungen speziell des Herz-Kreislaufsystems und des Stoffwechsels ist das Institut im Rahmen der Nürnberger „PEP Family Heart Study“ aktiv beteiligt (4, 5, 6).
Weiterführende Informationen über die Institutsgeschichte sind in dem Artikel „Von der Spitalapotheke zum Kliniklaboratorium. Ein Blick auf die Anfänge“ in den „Klinische Chemie Mitteilungen 2004; 35: 33-45“ publiziert.
Weitere wichtige Daten in der neueren Institutsgeschichte stellten die Gründung des Medizinischen Versorgungszentrums im Jahre 2006 und die Fusion des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin des Klinikums Nürnberg, welches aus dem „chemisch-physiologischen Institut“ hervorgegangen ist, mit dem Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des Klinikums Nürnberg zum Institut für Klinische Chemie, Laboratoriumsmedizin und Transfusionsmedizin – Zentrallabor – dar. 

Aktuelle Publikationsauswahl

1.      C. Dragonas, T. Bertsch, C.C. Sieber; T. Brosche: Plasmalogens as a marker of elevated systemic oxidative stress in Parkinson’s disease. Clin. Chem. Lab. Med. 47: 894-897 (2009)

2.      H.J. Heppner, T. Bertsch, B. Alber, A.S. Esslinger, C. Dragonas, J.M. Bauer, C.C. Sieber: Procalcitonin: Inflammatory biomarker for assesing the severity of community acquired pneumonia. A clinical observation in geriatric patients. Gerontology 56: 395-399 (2010)

3.     T. Bertsch, C. Aschenneller, V. Herzog, A.M. Dupuy, A.S. Bargnoux, S. Badiou, A. Ebel, A. Winter, A. Graf, S. Rauch, J. Durner, S. Holdenrieder, P. Fraunberger, R. Gamble, B. Sheridan, J. Kukula, P. Kenny, J.P. Cristol: A multicenter assessment of the analytical performance of the routine thyroid panel on the Olympus AU 3000i immunoassay system Clin. Lab. 55: 447-458 (2009)

4.         P. Schwandt, T. Bertsch, G.M. Haas: Anthropometric screening for silent cardiovascular risk factors in adolescents: The PEP Family Heart Study. Atherosclerosis 211: 667-671 (2010)

5.         P. Schwandt, E. Liepold, T. Bertsch, G.M. Haas: Lifestyle, cardiovascular drugs and risk factors in younger and elder adults: The PEP Family Heart study. Int J Prev. Med. 1: 56-61 (2010)

6.         P. Schwandt, G.M. Haas; T. Bertsch: Nutrition and cardiovascular risk factors in four age groups of female individuals: The PEP Family Heart Study. Int. J. Prev. Med. 1: 104-110 (2010)

Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Der Bereich Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin führt pro Jahr über vier Millionen Analysen in den verschiedensten Körperflüssigkeiten wie z.B. Blut, Urin und Gehirnflüssigkeit durch. Aufgrund der hohen Analysenzahl ist das Institut mit einer modernen Labordatenverarbeitungsanlage mit Netzwerkverbindung auf die Stationen und in die Kliniken des Nürnberger Landes GmbH ausgestattet. Es versorgt im 24-Stunden-Dienst an 365 Tagen im Jahr die Patienten des Klinikums Nürnberg und für spezielle Fragestellungen z.B. aus der Toxikologie auch Patienten aus ganz Nordbayern. Hierzu werden alle gängigen Methoden aber auch spezielle Untersuchungsverfahren der modernen Laboratoriumsmedizin eingesetzt: Mikroskopie, Partikelzählung, Koagulometrie, Photometrie, immunologische Verfahren, Polymerasekettenreaktion und chromatographische Methoden (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie, Gaschromatographie) mit den entsprechenden Detektionsverfahren (Fluorometrie, Elektrochemie, UV-Diodenarray- und Massenspektrometrie sowie die LC-Tandem-Massenspektrometrie).

Kooperationen

Das Institut ist in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer auch Ausbildungsstätte zum Erlernen des Berufs Chemielaborant. Weiterhin absolvieren Studenten des Chemieingenieurwesens der Fachhochschule Nürnberg ihr Praktikum am Institut und werden dabei mit verschiedenen chemischen und immunologischen Analysentechniken in Körperflüssigkeiten vertraut gemacht und arbeiten an Projekten des Instituts mit. Das Institut arbeitet sowohl mit den Kliniken und Instituten des Klinikums als auch mit externen Kooperationspartnern aus Universität und Industrie bei der Testung neuer Analysensysteme und bei der Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen zur klinischen Forschung zusammen

Arbeitsgruppen

 

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