CT8

Computertomographie

CT - Computertomografie

 

1.              Was ist eine Computertomographie (CT)?

2.              Welche CT-Geräte sind am Klinikum verfügbar?

3.              Was kann mit der Computertomographie untersucht werden?

4.              Wozu braucht man Kontrastmittel? / Was ist dabei zu beachten?

5.              Wie wird eine CT-Untersuchung vorbereitet?

6.              Wie wird die CT-Untersuchung durchgeführt?

7.              Was ist nach der Untersuchung zu beachten?

8.              Strahlenexposition

 

1. Was ist eine Computertomographie (CT)?

Die Computertomographie / CT ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem Bilder aus dem Körperinneren mit Hilfe von Röntgenstrahlen erzeugt werden. Innerhalb von wenigen Sekunden können mit modernen Mehrzeilen-Spiral-CT (MSCT)-Geräten hochaufgelöste 3-dimensionale Aufnahmen des gesamten Körperstamms angefertigt werden. [Zurück]

 

2. Welche CT-Geräte sind am Klinikum verfügbar?

Das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Nürnberg verfügt über insgesamt 4 CT-Geräte. Die vorhandenen CT-Geräteunterscheiden sich in ihrer Leistungsfähigkeit und damit der Schnelligkeit der Untersuchung. An beiden Standorten sind jeweils ein 64-MSCT und ein 16-MSCT installiert. An den 64-MSCT-Geräten sind auch Untersuchungen des Herzens bzw. der Herzkranzgefäße möglich.[Zurück]

 

3. Was kann mit der Computertomographie untersucht werden?

Praktisch alle Körperregionen können mit der CT untersucht werden. Der besondere Vorteil der CT liegt in der hohen örtlichen Auflösung und der kurzen Untersuchungszeit. Besondere Vorteile hat die CT bei folgenden Untersuchungen:

  • Tumorerkrankungen (Hals, Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Knochen, …)
  • Herz und Herzkranzgefäße („Kardio-CT“)
  • Schlaganfall („Stroke-CT“)
  • Unfallverletzten („Trauma-CT“)
  • Lungenerkrankungen
  • Gefäßerkrankungen
  • zur OP-Planung
  • zur Kontrolle von interventionellen Eingriffen

Bei Kindern und Jugendlichen wird die CT wegen der Strahlenexposition zurückhaltend eingesetzt, ist aber in der Notfalldiagnostik und bei der Diagnostik von Lungenerkrankungen unverzichtbar. Sedierung oder Narkose sind wegen der kurzen Untersuchungszeit selten nötig.[Zurück]

 

4. Wozu braucht man Kontrastmittel? / Was ist dabei zu beachten?

Für bestimmte Fragestellungen ist es notwendig, Kontrastmittel zu trinken um den Magen-Darm-Trakt besser beurteilen zu können. Bei Erkrankungen des Dickdarms ist zusätzlich ein Kontrastmitteleinlauf notwendig um eine ausreichende Entfaltung des Dickdarms zu gewährleisten. Die intravenöse Kontrastmittelgabe ist bei der Mehrzahl der Untersuchungen notwendig. Bei CT-Kontrastmitteln handelt es sich um Jod-haltige Lösungen, bei denen das Jod-Atom fest gebunden ist. Vor der Untersuchung muss eine Schilddrüsenüberfunktion ausgeschlossen sein. Die Ausscheidung des CT-Kontrastmittels erfolgt über die Nieren, d.h. mit der Urinausscheidung. Es ist deshalb wichtig die regelrechte Nierenfunktion vorher zu prüfen. Sollte bei Ihnen eine Nierenfunktionsstörung vorliegen, muss vor der CT-Untersuchung mit Kontrastmittel ein Laborwert zur Bestimmung der Nierenfunktion (Kreatinin / eGFR) erhoben werden. Dies sollte bereits vom Hausarzt oder Überweiser veranlasst werden. Ist die Nierenfunktion eingeschränkt, so ist eine ausreichende Hydrierung (Flüssigkeitszufuhr),  die bereits 12h vor der Untersuchung beginnen sollte, erforderlich.

Sollte eine (seltene) Allergie gegen CT-Kontrastmittel vorliegen, kann ggf. eine entsprechende medikamentöse Vorbehandlung [62] erforderlich werden. [Zurück]

 

5. Wie wird eine CT-Untersuchung vorbereitet?

Tattoos, implantierte (metallische) Fremdkörper etc. sind keine Kontraindikation für eine CT-Untersuchung. Da Metall für die verwendeten Röntgenstrahlen kaum durchlässig ist, können Artefakte im Bild entstehen. Es ist deshalb sinnvoll, vor einer Untersuchung des Gesichtsschädels die Brille abzunehmen und eine Zahnspange oder -prothese herauszunehmen.

Für eine CT-Untersuchung des Bauchraums ist meist eine Füllung des Magen-Darm-Traktes mit Kontrastmittel notwendig. Das bedeutet für Sie, dass Sie ca. 30-60 Minuten vor der eigentlichen Untersuchung ein Kontrastmittel zu trinken bekommen. In manchen Fällen muss zur Beurteilung der Darmwand ein Medikament zur Ruhigstellung der Darmbewegung (Scopolamin) gegeben werden. Die Gabe dieses Medikamentes kann die Sehfähigkeit vorübergehend beeinträchtigen, so dass Sie im Anschluss kein Fahrzeug führen dürfen. Wenn Sie für eine CT-Untersuchung in unserem Hause eingeplant sind, können Sie weitere nützliche Informationen, die wir für Sie auf einem Informationsblatt zusammengestellt haben, hier [63] abrufen. [Zurück]

 

6. Wie wird die CT-Untersuchung durchgeführt?

Bei bekannten Risikofaktoren bedarf es einer speziellen Vorbereitung, die Untersuchung muss ohne Kontrastmittel durchgeführt werden oder alternative Untersuchungsmethoden sind in Erwägung zu ziehen. Deshalb sollten zur Untersuchung Laborwerte (siehe Punkt 4) vorliegen.

Die typische Untersuchungszeit liegt bei 5-10 Minuten, wobei die eigentliche Untersuchung nur wenige Sekunden dauert.

Für die meisten Untersuchungen liegt der Patient bequem auf dem Rücken in einer sehr kurzen „Röhre“ (ca.50 cm lang, 60-70 cm im Durchmesser). „Platzangst“ ist bei der CT nur in extremen Fällen ein Problem, da der Kopf nahezu ständig außerhalb des Gerätes ist.[Zurück]

 

7. Was ist nach der Untersuchung zu beachten?

Nach einer CT-Untersuchung mit Kontrastmittel sollte vermehrt Flüssigkeit aufgenommen werden, um die Ausscheidung der Kontrastmittelmoleküle zu beschleunigen.

Sollten im Rahmen der Untersuchung weitere Medikamente z.B. zur Beruhigung, Hemmung von allergischen Reaktionen oder Reduktion der Darmtätigkeit verabreicht worden sein, darf der Patient bis 24 Stunden nach der Untersuchung nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. [Zurück]

 

8. Strahlenexposition

Die Strahlenexposition ist von verschiedenen Faktoren abhängig, hauptsächlich von den untersuchten Organen und den Geräteeinstellungen. Bei einer CT-Untersuchung des Gehirns liegt die Exposition bei ca. 2-2,5 mSv, das ist etwas weniger als die jährliche natürliche Strahlenbelastung in Deutschland. Für eine CT-Untersuchung der gleichen Region, bei der nur der Knochen beurteilt werden soll, ist die Exposition 10x niedriger. Der diagnostische Nutzen überwiegt jedoch in den allermeisten Fällen. Dennoch sollte der Patient vorher mit dem Arzt über die Notwendigkeit der Untersuchung sprechen, um z. B. Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Eine objektive Risiko-Nutzen-Analyse ist notwendig, bei dem das Risiko der Strahlenexposition gegenüber dem Risiko einer übersehenen Verletzung oder Erkrankung abzuwägen ist. [Zurück]

 


 

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