Herzschrittmacher

Implantation eines Herzschrittmachers - 4 Fragen, die mich interessieren

1. Warum kann ein Herzschrittmacher nötig sein?

2. Wie wird ein Herzschrittmacher eingesetzt?

3. Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

4. Welche Nachuntersuchungen sind nötig?

1. Warum kann ein Herzschrittmacher nötig sein?
Wenn Ihr behandelnder Arzt mithilfe eines EKGs oder Langzeit-EKGs festgestellt hat, dass Sie einen Herzschrittmacher benötigen, so liegt in der Regel eine bradykarde Herzrhythmusstörung vor, bei dem die elektrische Reizbildung oder Reizweiterleitung im Herzen gestört ist. Das führt dann zu einem durchgehend oder anfallsartig auftretenden langsamen Herzschlag, der zu "Pausen" im Herzrhythmus oder zu einer Herzschwäche führen kann. 

Leiden Sie an einer Erkrankung des Herzmuskels mit einer Pumpschwäche (Herzinsuffizienz), kann in manchen Fällen auch ohne das Vorliegen eines zu langsamen Pulsschlages ein besonderer Schrittmacher, der die Pumpaktion der Herzkammern effektiver macht, sinnvoll sein. Dann wird ein sogenannter "biventrikulärer Herzschrittmacher" eingesetzt.

Bild: Schrittmacher     


2. Wie wird ein Herzschrittmacher eingesetzt?
Der Herzschrittmacher wird in örtlicher Betäubung mit einem kleinen Schnitt unterhalb des Schlüsselbeins in Schulternähe implantiert. Zunächst wird nach Röntgendarstellung mit wenig Kontrastmittel eine Vene unterhalb des Schlüsselbeines punktiert und die Schrittmacherelektroden unter Röntgendurchleuchtung im Herzen platziert. Dann wird an der Punktionsstelle eine "Tasche" für das eigentliche Schrittmachergerät unter der Haut präpariert, die Schrittmacherelektroden am Herzschrittmacher angeschraubt und in die Tasche eingesetzt. Die Haut wird schichtweise wieder vernäht, die Hautnaht wird mit einem selbstauflösenden Faden gesetzt, so dass nach der Wundheilung kein Ziehen der Fäden nötig ist.

Bild: Röntgenbild mit Schrittmacher
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3. Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Nach dem Einsetzen eines Herzschrittmachers empfehlen wir Ihnen bis zum nächsten Morgen Bettruhe, damit das Gerät und die Elektroden gut einheilen können. Am Folgetag wird der Schrittmacher, wie bei den weiteren Kontrollen abgefragt und ein Röntgenbild zum Ausschluss von Verletzungen der Lunge wird angefertigt. Sie erhalten einen "Herzschrittmacher-Ausweis", den Sie in Zukunft immer mit sich führen sollten.

Wenn dann keine weiteren Behandlungen nötig sind, können Sie entlassen werden.
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4. Welche Nachuntersuchungen sind nötig?

Der Herzschrittmacher ist ein technisches Gerät, das regelmäßig auf seine Zuverlässigkeit und die Batteriespannung kontrolliert werden muss. Das kann einfach durch die Haut mit einem speziellen Kontrollgerät durchgeführt werden. Dazu wird nur ein Programmierkopf auf die Stelle, an der der Schrittmacher eingesetzt wurde, gelegt und gleichzeitig mit 4 Kabeln ein EKG abgeleitet.

Die weiteren Kontrollen kann dann Ihr niedergelassener Kardiologe in den ersten Wochen und  alle 6-12 Monate in seiner Praxis durchführen.
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Autorin/Autor: Text: Dr. Brinker-Paschke / Grafiken Dr. Haetinger

 
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