Krebs - was nun?
Die Medizinische Klinik 5, Schwerpunkt Internistische Onkologie und Hämatologie einschließlich Hämostaseologie, verfügt über insgesamt 140 Betten und behandelt im Jahr 4.700 internistische Patienten, davon 2.900 Patienten mit der Diagnose Krebs.
Die von den Fachverbänden DGHO/ADHOK/BNHO zertifizierte Klinik ist damit einer der größten onkologischen Kliniken in Deutschland. Mit über 1.000 stationären Systemtherapien verfügt sie über eine jahrzehntelange Erfahrung bei der Betreuung von Patienten mit Krebserkrankungen. Viele Fachärzte und Pflegekräfte besitzen eine spezielle onkologische Zusatzqualifikation.
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„Die Diagnose Krebs bedeutet immer auch einen sehr bedrohlichen Einschnitt im Leben der Betroffenen. Daher ist uns neben der Entwicklung und Umsetzung neuer Therapien auch eine möglichst umfassende Betreuung unserer Patientinnen und Patienten besonders wichtig.“ Zur Behandlung des gesamten Spektrums bösartiger Erkrankungen bietet die Klinik die komplette Bandbreite medikamentöser Therapien inkl. der Stammzelltransplantation an. Die enge Kooperation mit der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie gewährleistet zusätzlich eine weitreichende psychologische Unterstützung. Auf der Palliativstation behandelt ein multiprofessionelles Team Patienten, die an einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und an komplexen Symptomen leiden. |
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Seit 20 Jahren verfügt die Klinik über eine eigene Studienzentrale. Derzeit nimmt sie an 45 klinischen Studien aus dem gesamten Gebiet der Onkologie und Hämatologie teil und ermöglicht damit den Betroffenen den Zugang zu innovativen Therapien. Mehrere Publikationen erschienen in den weltweit angesehensten medizinischen Fachzeitschriften wie z. B. „Blood“, „Journal of Clinical Oncology“, „Cochrane Reviews“ oder „New England Journal of Medicine“.
Um Familien und Angehörige von Patienten mit Tumorerkrankungen zu unterstützen, hat die Klinik das Projekt „Familien leben mit Krebs“ aus der Taufe gehoben. Darüber hinaus beschäftigen sich Spezialisten der Klinik systematisch mit dem Gebiet der „biologischen Krebstherapie“ und der Komplementärmedizin. Diese Arbeit wird seit über 20 Jahren von der Deutschen Krebshilfe gefördert und ist in dieser Form einzigartig. Als Teil einer modernen, patientenzentrierten Onkologie geht es dabei um die Prüfung von Wirksamkeit und Sicherheit nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin und um die verständnisvolle Berücksichtigung der Situation und Anliegen der Betroffenen.
Die Klinik koordiniert das zertifizierte Interdisziplinäre Onkologische Zentrum (IOZ) und ist Mitglied im Darmkrebs-, Hauttumor-, Kopf-Hals-Tumorzentrum und Prostatazentrum. Die Ärztinnen und Ärzte nehmen am allgemeinen interdisziplinären Tumorboard sowie an den Tumorboards aus den Bereichen Hals-Nasen-Ohren, Darm, Haut, Prostata und Gehirn teil.
Die Klinik ist in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften vertreten und arbeitet zudem mit der Bayerischen Krebsgesellschaft und mehreren Selbsthilfegruppen wie z. B. der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ und den Selbsthilfegruppen für Leukämien, Lymphome und Multiple Myelome zusammen. Die Deutsche Krebshilfe und der Verein „Hilfe für Krebskranke Nürnberg“ unterstützen die Klinik seit vielen Jahren.
Die Hämato-Onkologische Ambulanz im Ambulanten BehandlungsCentrum (ABC) betreut Tumorpatienten in enger Vernetzung mit der stationären Versorgung. Das Leistungsspektrum umfasst die Spezialdiagnostik sowie alle Systemtherapien. Mit über 12.000 Therapien pro Jahr verfügt diese Ambulanz über eine sehr große Expertise.
Autorin/Autor: Klinikum Nürnberg
