Allergologie

Allergische Erkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Schätzungsweise 25 % der Bevölkerung in Europa, Australien und in den USA leiden an einer allergisch bedingten Entzündung der oberen Atemwege und der Augenbindehäute.

Die allergischen Beschwerden manifestieren sich meist bereits in der Kindheit, Jugendzeit oder im frühen Erwachsenenalter. Bei etwa 20 % bis 25 % der Betroffenen dehnt sich die Erkrankung im Lauf der Jahre auf die tieferen Atemwege in Form eines Asthma bronchiale mit akut auftretenden Atemnotanfällen aus.  Auslöser der Allergiebeschwerden sind vor allem verschiedene Pollenarten, Tierhaare, Milben, Schimmelpilze und Nahrungsmittel.

Pollenallergie
Im Interview mit "Radio F" erläutert Chefarzt Prof. Dr. Ficker, was PatientInnen über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Pollenallergie ("Heuschnupfen") wissen sollten.

Um eine Ausdehnung und Verschlimmerung der Erkrankung zu verhindern, sollte frühzeitig nach den auslösenden Allergenen gefahndet werden. In unserer Klinik werden die dafür geeigneten Testverfahren wie Hauttest und Blutuntersuchungen durchgeführt. In Einzelfällen kann es erforderlich sein, die Reaktion auf das vermutete Allergen direkt an den Atemwegen mit Hilfe eines sogenannten Provokationstestes zu untersuchen.

Sobald die krankheitsverursachenden Allergene gefunden sind, erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch über die geeigneten Maßnahmen zur Allergenvermeidung und die Möglichkeiten der Behandlung.

Bei entsprechender Indikation erfolgt eine Impfbehandlung (sog. Hyposensibilisierung), die den Körper langsam an den allergieauslösenden Stoff gewöhnt und dadurch die Symptome lindert oder gar verschwinden lässt.

Insektengiftallergie
Als eigenständiges Krankheitsbild ist die Insektengiftallergie anzusehen, weil sie zur Manifestation nicht unbedingt allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma voraussetzt, sondern als allergische Reaktion direkt auf die Insektengifte auftritt. Die Symptome können von einer verstärkten Reaktion an der Einstichstelle über generalisierte Hautreaktionen, schwerere Allgemeinreaktionen (Atemnot, Bauchkrämpfe) bis zum Schock und Herz-Kreislaufstillstand führen. Gerade wegen der möglichen bedrohlichen Reaktionen muss der Grad der Sensibilisierung des Körpers mit Haut- und Bluttests bestimmt werden. Eine anschließende Hyposensibilisierungsbehandlung hat eine außerordentlich hohe Effektivität und schützt zuverlässig vor schwereren Reaktionen nach einem Stich.

Information & Kontakt (Terminvereinbarung)
Telefon: 0911-398-2674
Email: pneumologie@klinikum-nuernberg.de

Autorin/Autor: Dr. Sonja Beckh

 
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