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Vorstellung der Geriatrischen Tagesklinik

Die GTK ist eine teilstationäre Einrichtung zur Diagnostik und Behandlung von Krankheitsstörungen im Alter (keine Reha).

  • Standort: Haus 32 im Klinikum Nürnberg-Nord
  • Öffnungszeiten Montag - Freitag 8.00 - 16.00 Uhr
  • durchschnittliche Verweildauer ca. 4 - 5 Wochen

Info-Broschüre

Die Geriatrische Tagesklinik bietet für u.a. folgende Indikationen eine genaue medizinische Abklärung der Ursachen und ein umfassendes interdisziplinäres therapeutisches Angebot:

  • Abklärung chronisch-progredienter Verschlechterungen mit drohendem Verlust der häuslichen Selbstbestimmung (Stürze, Malnutrition, sozialer Rückzug etc.)
  • Komplexe medizinische Diagnostik, die ambulant nicht suffizient durchführbar ist (z.B. wegen Immobilität)
  • Demenzabklärung und -therapie: u.a. Hirnleistungs- oder Alltags-Training, ggf. medikamentöse Einstellung
  • Diagnostik und Behandlung begleitender leicht- bis mittelgradiger Depressionen
  • Abklärung und Behandlung chronischer Schmerzsyndrome v.a. des Bewegungsapparates; Osteoporose (multimodaler Ansatz)
  • Multimodale Diagnostik und Therapie von Gangstörungen und Einschränkungen des Bewegungsapparates. Abschätzung des Sturzrisikos mit dem GAITRite Ganganalysesystem sowie gezieltes umfassendes Gang- und Gleichgewichtstraining.
  • Medizinische Einstellung und Training bei Parkinson-Syndrom
  • pAVK Stad. II-III (z.B. zur Prostavasin-Therapie, Schmerztherapie und Gangtraining)
  • Überwachung und ggf. Optimierung vollstationär begonnener Therapien unter häuslicher Wiederbelastung (z.B. Diabetes- o. Blutdruck-Einstellung, COPD-Therapie), Strukturierte Geriatrische Diabetesschulung (SGS)
 

Aufnahme:

  • Direktverlegung aus der Klinik oder externe Einweisungen durch den Hausarzt oder Facharzt mittels Krankenhauseinweisung
  • es ist in der Regel keine Kostenzusage durch die Krankenkasse nötig
    - bei Vorhandensein einer Pflegestufe bitte Rückfrage in der Tagesklinik
  • Aufnahme auch aus einem Heim möglich
  • Aufnahmeformular

Behandlungsziele:

  • vollstationäre Behandlung vermeiden
  • Heimaufenthalt hinauszögern bzw. verhindern
  • (z. B. Betreuung durch amb. Dienste, Hilfsmittelversorgung etc.)
  • Selbstständigkeit erhalten, bzw. erlangen
  • lernen, mit der Krankheit bzw. Behinderung umzugehen
  • soziale Kontakte schließen etc.

Folgende Berufsgruppen arbeiten in der GTK:

  • Pflegekräfte
  • Ärzte
  • Physiotherapeuten
  • Ergotherapeuten
  • Logopäden
  • Masseure
  • Psychologin
  • Sozialpädagogin
  • Sekretärin

Tagesablauf:

  • der Patient wird morgens von der Fahrdienstzentrale (FDZ) ab 7.30 Uhr zu Hause abgeholt
  • (Einzel-Behindertentransport zum Selbstkostenpreis möglich)
  • Ankunft ca. 8.30 Uhr, anschließend Einzel- und Gruppentherapie
  • Mittagessen ca. 12.30 Uhr, anschließend Ruhepause (Wintergarten)
  • danach wieder Einzel- und Gruppentherapien
  • Montag - Donnerstag werden die Patienten gegen 16.00 Uhr und Freitag bereits um 15.00 Uhr abgeholt.

Behandlungsmöglichkeiten in der GTK

Beim Aufnahmegespräch mit dem Arzt erfolgt die Festlegung der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.

  • Es ist stets ein Arzt in der GTK
  • für jeden Patienten erfolgt 1 x wöchentlich Visite
  • 1 x wöchentlich Patientenbesprechung mit allen beteiligten Therapeuten sowie einem Arzt und der Pflege

Die medizinische Diagnostik umfasst:

bei Bedarf Konsile / Untersuchungen in allen Abteilungen des Klinikums möglich, z.B.:

  • Herzechokardiographie
  • Ultraschalluntersuchungen
  • Röntgen
  • EKG
  • LZ-Messungen RR (Blutdruck)
  • und EKG
  • Infusionsbehandlungen bei Durchblutungsstörungen
  • bei Nervenlähmungen
  • Optimierung der medikamentösen Therapie

Pflege:

  • Medikamentenversorgung
  • Medikamentenstelltraining
  • spezielle Lagerungen
  • modernes Wundmanagement
  • Auflagen mit ätherischen Ölen u. a.
  • Kontakt und Beratung von Angehörigen, Sozialdiensten usw.
  • spezielle Kontinenzberatung
  • Bad oder Dusche 1x wöchentlich möglich

Krankengymnastik:

  • Gangschulung
  • Schlingentisch und andere Hilfsmittel z. B. Bewegungsschienen
  • Schwindeltraining und Gleichgewichtstraining
  • Atemtherapie
  • Elektrotherapie

Ergotherapie:

Wiedererlangung und/oder Erhaltung der Handlungsfähigkeit im Alltag durch

  • Förderung sensomotorischer Fähigkeiten
  • Aktivierung von Gedächtnisleistungen
  • Testung und Training alltagspraktischer Leistungen
  • Beratung, auch der Angehörigen, bei Wohnraum - und Hilfsmittelanpassung
  • (z.B. Badewannenlifter)

Logopädie:

Behandlung von:

  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Stimmstörungen
  • Schluckstörungen
  • Gesichtslähmungen

Massagen:

  • befundorientierte klassische Massagen
  • entstauende Massage im Sinne einer manuellen Lymphdrainage
  • Colonmassage
  • Bindegewebsmassagen
  • Wärme - Kälte Therapie: z. B. Heublumensack, Kurzwelle (Elektrotherapie)

Psychologin:

  • psychotherapeutische Gespräche zur Krankheitsverarbeitung oder über persönliche Probleme (z.B. Konflikte in der Familie)
  • neuropsychologische Untersuchungen zur Früherkennung von Demenz und zur Unterscheidung Demenz / Depression

Angebote des Sozialdienstes:

Vermittlung von

  • ambulanten Diensten
  • Essen auf Rädern
  • Hausnotruf, Hilfen zur Haushaltsführung
  • Tagespflegeeinrichtungen oder auch Nachtpflegeeinrichtungen
  • (Kurzzeitpflege, Betreutes Wohnen)
  • weiterführenden Hilfen (Altenclubs, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen für Angehörige)
  • Beratung zur Pflegeversicherung, Rente, Heimunterbringung
  • Beratung von Angehörigen

Gruppentherapien:

Gymnastikgruppen

  • Hemiplegiegruppe
  • Gruppengymnastik
  • Bewegungsgruppe
  • Kleingruppe für Rückenschmerzpatienten

Hirnleistungstraining (HLT 1-4)

HLT 1 =

tägliche Übungen für Kurzzeitgedächtnis, Konzentration, Denken und Wortfindung, zur Präventation

HLT 2 =

tägliche Übungen für Kurzzeitgedächtnis, Konzentration, Denken und Wortfindung für Patienten mit leichten Störungen der Merkfähigkeit, Depression, Schwerhörigkeit oder geringen Deutschkenntnissen

HLT 3 =

für Patienten mit Störungen der räumlichen Fähigkeiten oder mit Sprachstörungen nach Schlaganfall

HLT 4 =

Gesprächsgruppe für Demenzkranke Gespräche über verschiedene Themen aus der Biographie der Patienten (z. B. Haushalt, Haustiere, Essen, Trinken) und leichte Übungen für Gedächtnis und Denken

Sonstige

  • Entspannungsgruppe (Phantasiereisen und Elemente aus dem Autogenen Training zur körperlichen und seelischen Entspannung)
  • Genusstraining für chronische Schmerzpatienten und bei Depression
  • Gesprächsgruppe (zur Krankheitsverarbeitung)
  • strukturierte geriatrische Diabetes-Schulung

Besondere Behandlungsform speziell für demente Patienten: = die ADL - Gruppe

Welche Therapien bekommen Patienten in der ADL-Gruppe?

  • Alltagstraining (Kaffee kochen, Obstsalat zubereiten, Kuchen backen, etc.)
  • Morgenrunde zum Aufarbeiten aktueller Ereignisse
  • Spaziergänge
  • Singen, Malen, Basteln, Spielen
  • Hirnleistungstraining
  • krankengymnastische Bewegungsgruppe
  • ständige Betreuung durch eine Pflegeperson
  • max. Belegung sind 6 Patienten

Zusätzliche Leistungsangebote:

  • Angehörigenberatung
  • bei allen Berufsgruppen nach Terminvereinbarung möglich
  • rasche, unkomplizierte Hilfsmittelversorgung
  • täglich ist ein Mitarbeiter eines Sanitätshauses in der GTK
  • Fußpflege kommt 1x wöchentlich in die GTK
  • Friseurbesuch im Klinikum möglich
  • zeitweilige kulturelle Angebote z.B. Fotoausstellung, Feste
  • können Patienten an bestimmten Tagen nicht regelmäßig zu uns kommen
  • (z.B. wegen Dialyse) ist ein Teilzeitaufenthalt möglich

Eine tagesklinische Behandlung ist nicht möglich:

  • bei starker Verwirrtheit oder Weglauftendenz
  • bei Stuhlinkontinenz
  • bei überwiegender Bettlägerigkeit oder Pflegebedürftigkeit
  • bei schwerwiegenden Erkrankungen, die eigentlich einer vollstationären Behandlung bedürfen
  • wenn die häusliche Versorgung nachts und am Wochenende nicht gewährleistet ist 3

Autorin/Autor: GTK

 
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