Vorstellung der Geriatrischen Tagesklinik
Die GTK ist eine teilstationäre Einrichtung zur Diagnostik und Behandlung von Krankheitsstörungen im Alter (keine Reha).
- Standort: Haus 32 im Klinikum Nürnberg-Nord
- Öffnungszeiten Montag - Freitag 8.00 - 16.00 Uhr
- durchschnittliche Verweildauer ca. 4 - 5 Wochen
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Die Geriatrische Tagesklinik bietet für u.a. folgende Indikationen eine genaue medizinische Abklärung der Ursachen und ein umfassendes interdisziplinäres therapeutisches Angebot:
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Aufnahme:
- Direktverlegung aus der Klinik oder externe Einweisungen durch den Hausarzt oder Facharzt mittels Krankenhauseinweisung
- es ist in der Regel keine Kostenzusage durch die Krankenkasse nötig
- bei Vorhandensein einer Pflegestufe bitte Rückfrage in der Tagesklinik - Aufnahme auch aus einem Heim möglich
- Aufnahmeformular
Behandlungsziele:
- vollstationäre Behandlung vermeiden
- Heimaufenthalt hinauszögern bzw. verhindern
- (z. B. Betreuung durch amb. Dienste, Hilfsmittelversorgung etc.)
- Selbstständigkeit erhalten, bzw. erlangen
- lernen, mit der Krankheit bzw. Behinderung umzugehen
- soziale Kontakte schließen etc.
Folgende Berufsgruppen arbeiten in der GTK:
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Tagesablauf:
- der Patient wird morgens von der Fahrdienstzentrale (FDZ) ab 7.30 Uhr zu Hause abgeholt
- (Einzel-Behindertentransport zum Selbstkostenpreis möglich)
- Ankunft ca. 8.30 Uhr, anschließend Einzel- und Gruppentherapie
- Mittagessen ca. 12.30 Uhr, anschließend Ruhepause (Wintergarten)
- danach wieder Einzel- und Gruppentherapien
- Montag - Donnerstag werden die Patienten gegen 16.00 Uhr und Freitag bereits um 15.00 Uhr abgeholt.
Behandlungsmöglichkeiten in der GTK
Beim Aufnahmegespräch mit dem Arzt erfolgt die Festlegung der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.
- Es ist stets ein Arzt in der GTK
- für jeden Patienten erfolgt 1 x wöchentlich Visite
- 1 x wöchentlich Patientenbesprechung mit allen beteiligten Therapeuten sowie einem Arzt und der Pflege
Die medizinische Diagnostik umfasst:
bei Bedarf Konsile / Untersuchungen in allen Abteilungen des Klinikums möglich, z.B.:
- Herzechokardiographie
- Ultraschalluntersuchungen
- Röntgen
- EKG
- LZ-Messungen RR (Blutdruck)
- und EKG
- Infusionsbehandlungen bei Durchblutungsstörungen
- bei Nervenlähmungen
- Optimierung der medikamentösen Therapie
Pflege:
- Medikamentenversorgung
- Medikamentenstelltraining
- spezielle Lagerungen
- modernes Wundmanagement
- Auflagen mit ätherischen Ölen u. a.
- Kontakt und Beratung von Angehörigen, Sozialdiensten usw.
- spezielle Kontinenzberatung
- Bad oder Dusche 1x wöchentlich möglich
Krankengymnastik:
- Gangschulung
- Schlingentisch und andere Hilfsmittel z. B. Bewegungsschienen
- Schwindeltraining und Gleichgewichtstraining
- Atemtherapie
- Elektrotherapie
Ergotherapie:
Wiedererlangung und/oder Erhaltung der Handlungsfähigkeit im Alltag durch
- Förderung sensomotorischer Fähigkeiten
- Aktivierung von Gedächtnisleistungen
- Testung und Training alltagspraktischer Leistungen
- Beratung, auch der Angehörigen, bei Wohnraum - und Hilfsmittelanpassung
- (z.B. Badewannenlifter)
Logopädie:
Behandlung von:
- Sprach- und Sprechstörungen
- Stimmstörungen
- Schluckstörungen
- Gesichtslähmungen
Massagen:
- befundorientierte klassische Massagen
- entstauende Massage im Sinne einer manuellen Lymphdrainage
- Colonmassage
- Bindegewebsmassagen
- Wärme - Kälte Therapie: z. B. Heublumensack, Kurzwelle (Elektrotherapie)
Psychologin:
- psychotherapeutische Gespräche zur Krankheitsverarbeitung oder über persönliche Probleme (z.B. Konflikte in der Familie)
- neuropsychologische Untersuchungen zur Früherkennung von Demenz und zur Unterscheidung Demenz / Depression
Angebote des Sozialdienstes:
Vermittlung von
- ambulanten Diensten
- Essen auf Rädern
- Hausnotruf, Hilfen zur Haushaltsführung
- Tagespflegeeinrichtungen oder auch Nachtpflegeeinrichtungen
- (Kurzzeitpflege, Betreutes Wohnen)
- weiterführenden Hilfen (Altenclubs, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen für Angehörige)
- Beratung zur Pflegeversicherung, Rente, Heimunterbringung
- Beratung von Angehörigen
Gruppentherapien:
Gymnastikgruppen
- Hemiplegiegruppe
- Gruppengymnastik
- Bewegungsgruppe
- Kleingruppe für Rückenschmerzpatienten
Hirnleistungstraining (HLT 1-4)
| HLT 1 = | tägliche Übungen für Kurzzeitgedächtnis, Konzentration, Denken und Wortfindung, zur Präventation |
| HLT 2 = | tägliche Übungen für Kurzzeitgedächtnis, Konzentration, Denken und Wortfindung für Patienten mit leichten Störungen der Merkfähigkeit, Depression, Schwerhörigkeit oder geringen Deutschkenntnissen |
| HLT 3 = | für Patienten mit Störungen der räumlichen Fähigkeiten oder mit Sprachstörungen nach Schlaganfall |
| HLT 4 = | Gesprächsgruppe für Demenzkranke Gespräche über verschiedene Themen aus der Biographie der Patienten (z. B. Haushalt, Haustiere, Essen, Trinken) und leichte Übungen für Gedächtnis und Denken |
Sonstige
- Entspannungsgruppe (Phantasiereisen und Elemente aus dem Autogenen Training zur körperlichen und seelischen Entspannung)
- Genusstraining für chronische Schmerzpatienten und bei Depression
- Gesprächsgruppe (zur Krankheitsverarbeitung)
- strukturierte geriatrische Diabetes-Schulung
Besondere Behandlungsform speziell für demente Patienten: = die ADL - Gruppe
Welche Therapien bekommen Patienten in der ADL-Gruppe?
- Alltagstraining (Kaffee kochen, Obstsalat zubereiten, Kuchen backen, etc.)
- Morgenrunde zum Aufarbeiten aktueller Ereignisse
- Spaziergänge
- Singen, Malen, Basteln, Spielen
- Hirnleistungstraining
- krankengymnastische Bewegungsgruppe
- ständige Betreuung durch eine Pflegeperson
- max. Belegung sind 6 Patienten
Zusätzliche Leistungsangebote:
- Angehörigenberatung
- bei allen Berufsgruppen nach Terminvereinbarung möglich
- rasche, unkomplizierte Hilfsmittelversorgung
- täglich ist ein Mitarbeiter eines Sanitätshauses in der GTK
- Fußpflege kommt 1x wöchentlich in die GTK
- Friseurbesuch im Klinikum möglich
- zeitweilige kulturelle Angebote z.B. Fotoausstellung, Feste
- können Patienten an bestimmten Tagen nicht regelmäßig zu uns kommen
- (z.B. wegen Dialyse) ist ein Teilzeitaufenthalt möglich
Eine tagesklinische Behandlung ist nicht möglich:
- bei starker Verwirrtheit oder Weglauftendenz
- bei Stuhlinkontinenz
- bei überwiegender Bettlägerigkeit oder Pflegebedürftigkeit
- bei schwerwiegenden Erkrankungen, die eigentlich einer vollstationären Behandlung bedürfen
- wenn die häusliche Versorgung nachts und am Wochenende nicht gewährleistet ist 3
Autorin/Autor: GTK
