Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter

Tagesklinische Behandlung

Das Behandlungsteam besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Berufsgruppen:

Arzt, Ärztin, Psychologin, Diplompädagogin, Sozialpädagoge, Krankenschwestern, Erzieherinnen, Erzieher, Ergotherapeutinnen, Motopädin, Musiktherapeut und nicht zuletzt Lehrerinnen und Lehrern.

Die Tagesklinik bietet 16 Behandlungsplätze. Die Patienten werden in 3 Gruppen behandelt: In der Gruppe 1 sind Kinder im Vorschulalter, in Gruppe 2 im Grundschulalter (1. – ca. 4. Klasse) und in der Gruppe 3 Schüler ab der 5. Klasse. Die Gruppen werden von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleitet.

Die Schwierigkeiten der bei uns behandelten Kinder und Jugendlichen machen sich größtenteils im Kindergarten, der Schule oder auch im familiären oder sozialen Umfeld bemerkbar. Häufig zeigen sich zumindest sekundär Leistungs- und Verhaltensauffälligkeiten, so dass sowohl die Kinder, als auch deren soziales Umfeld mit der Situation überfordert sind und „unerträgliche“ Zustände entstehen.

Behandelt werden Kinder und Jugendliche vor allem mit folgenden Diagnosen:

Emotionale Störungen, neurotische Entwicklungen, Verhaltensstörungen, tiefgreifenden Entwicklungsrückständen, z.B. Asperger-Syndrom, ausgeprägte Teilleistungsstörungen bei sonst guter kognitiver Ausgangslage, spezielle Syndrome wie Einnässen, Einkoten, Tics, hyperkinetische Störungen oder Essstörungen, Kinder mit Kontaktstörungen oder autistischen Symptomen, ausgeprägte psychosomatische Syndrome oder auch postpsychotische Syndrome.

Eine wichtige Voraussetzung zur Behandlung stellt die räumliche Nähe des Wohnortes zur Klinik dar, da sonst bei den meist mehrmonatigen Aufenthalten die tägliche An- und Abfahrt zu viel Zeit und Anstrengung in Anspruch nimmt. Die meisten Patienten werden zu Hause von einem Bus der Johanniter-Unfallhilfe abgeholt und nachmittags wieder nach Hause gebracht. Manche Patienten bewerkstelligen die Fahrt auch selbst. Da es sich um eine Institution mit voller ärztlicher Betreuung handelt, werden die Behandlungskosten bei bestehender Indikation von den Krankenkassen übernommen.

Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel mehrere Monate, Aufenthalte von 9 bis 12 Monaten oder auch länger sind nicht ungewöhnlich. Ausgenommen davon sind kürzere Aufenthalte (einige Wochen), die vornehmlich diagnostischen Zwecken bei Kindern mit unklaren Beeinträchtigungen dienen.

An therapeutischen Angeboten können die Kinder neben tiefenpsychologisch fundierter Therapie, Musiktherapie, Psychomotorik, Gruppentherapie, Elternberatung, Familiengespräche, Ergotherapie, Heilpädagogik auch eine individuelle schulische Förderung erfahren. Die Bedeutung der schulischen Förderung zeigt sich immer mehr, da viele Kinder hier erstmalig schulische Erfolge und Fortschritte erleben können. Dies ist gerade für die hier behandelten Kinder mit vielen Frustrations- und Misserfolgserfahrungen besonders wichtig.

Zu Beginn der Behandlung wird für jedes Kind in einer diagnostischen Phase nach der Aufnahme ein individueller Therapie- und Förderplan erstellt und individuelle Behandlungsziele definiert.
Dabei ist eine enge Zusammenarbeit aller Mitarbeiter und der Sorgeberechtigten wichtig. Ein Behandlungsziel ist in der Regel der Versuch, die Kinder wieder in ihre soziales Umfeld (Familie, Schule, Freundeskreis) zurückzuführen.

Die Behandlung findet an jedem Werktag von ca. 8:30 Uhr bis ca. 15:00 Uhr statt, auch in den Ferien. Gerade die Ferienzeiten sind sehr wichtig, da in diesen verstärkt Gruppen- und Freizeitangebote gemacht werden können und die wichtige und auch oft mühsame tägliche pädagogische Arbeit in dieser Zeit einen Schwerpunkt hat. Selbstverständlich können von der Tagesklinik aus sämtliche medizinischen Möglichkeiten des Klinikums genutzt werden und Untersuchungen und Mitbehandlungen durch andere Fachbereiche (HNO-, Haut-, Augen- und Kinderklinik, Krankengymnastik, Logopädie usw.) erfolgen.

Selbstverständlich ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, bzw. Sorgeberechtigten und nach Absprache mit diesen auch mit dem Jugendamt, der Heimatschule, Hausärzten oder anderen wichtigen Bezugspersonen.

Zur Behandlung gehört – wenn nötig und gewünscht – auch die ambulante Weiterbehandlung der Patienten nach Entlassung sowie zum Teil die vorausgehende Diagnostik. Das tagesklinische Angebot ergänzt die vollstationäre Behandlung und die ambulante Diagnostik, Beratung und Behandlung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie.


 

Kinder- und Jugendpsychiatrie

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