Proktologische Ambulanz - Ziele und Aufgaben
Leitung
OA Dr. Kirch
Assistenten
Dr. R. Polterauer, Frau Dr. C. Gunther,
Pflege
Frau Susan Spreer
Frau Alexandra Wolff
Neugründung einer Proktologischen Ambulanz
Die Einführung des zentralen Patientenmanagement (ZPM) zur Steigerung der Effizienz perioperativer Behandlungsabläufe sowie die Einführung differenzierter koloproktologischer Behandlungsalgorithmen machte die Gründung einer spezialisierten kolproktologischen Ambulanz erforderlich, welche seit 5/2005 am Klinikum Nürnberg Nord in der Chirurgischen Klinik betrieben wird.
Der Vorteil einer prästationären Behandlung in einer spezialisierten proktologischen Ambulanz ist die Bündelung spezieller Fachkompetenzen z. B. in den Bereichen koloproktologischer Diagnostik und konservativ/ambulanter Therapie und die effiziente Einbindung koloproktologischer Patienten in die präoperative Therapieplanung im Rahmen des zentralen Patientenmanagement.
Ziele und Aufgaben
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Durchführung spezieller koloproktologischer Diagnostik (Proktoskopie, Videorektoskopie, anale- und rektale Endosonographie, Analmanometrie).
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Erhebung und Dokumentation koloproktologischer Befunde mit ggf. Aufklärung der Patienten zu speziellen Operationsverfahren.
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Behandlung und Betreuung von Patienten im Rahmen des Kontinenzzentrum am Klinikum Nürnberg.
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Planung und Anforderung spezieller Diagnostik zur Abklärung einer Stuhlinkontinenz (Dynamische Defäkographie, Kolontransitzeit-Messung, Koloskopie, N. pudendus Latenzzeitmessung, Sphinkter-EMG u. a.).
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Präsenz als interdisziplinäre Funktionseinheit z. B. beim Staging des Rektumkarzinoms (Onkologie), der extragenitalen Endometriose (Gynäkologie) und des Follow-up beim Analkanalkarzinom (Strahlentherapie).
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Kompetente Korrespondenz mit den zuweisenden ambulanten Kollegen (Verzahnung ambulante/stationäre Versorgung).
Wesentlichen Krankheitsbilder
Innerhalb der proktologischen Ambulanz werden entzündliche, tumoröse und funktionelle Krankheitsbilder diagnostiziert/behandelt.
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Entzündlich
Analfisteln/Analfissuren, chronisch-endzündliche Darmerkrankungen (M. Crohn/Colitis ulcerosa),
Condylomata accuminata.
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Tumorös
Rektumkarzinom, Analkanal-, Analrandkarzinom (inklusive AIN I-III), M. Bowen/ bowenoide Papullose,
extragenitale Endometriose.
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Funktionell
Hämorrhoidalleiden, Rektumprolaps I-III°, Defäkations- Obstruktionssyndrom (Outlet-Obstruktion),
Darmstenosen, Stuhlinkontinenz.
Statistik
Insgesamt wurden in der proktologischen Ambulanz im Jahr 2005 n=1092 Patienten/Patientinnen prästationär/stationär behandelt. Dabei wurden n=848 Rektoskopie, n=525 anale/rektale Endosonographie, n=98 Analmanometrien durchgeführt. Die konsekutive Steigerung der Operationen am Anus und Rektum sind detailliert in der OP-Statistik wiedergegeben.
Autorin/Autor: Hr. Ender
