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Innovation in der Neuroradiologie

Neuer Zwei-Ebenen-Angiograf liefert präzise und dreidimensionale Bilder für die Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen.

Seit Anfang dieses Jahres liefert ein hochmoderner Zwei-Ebenen-Angiograf im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums Nürnberg Süd hochauflösende und dreidimensionale Bilder von den Gefäßen. In der kurzen Zeit seit  Inbetriebnahme wurden bereits über 300 Patienten mit dem Gerät behandelt.  

Vor allem bei der Diagnose und Therapie von Gehirnblutungen, Gefäßerweiterungen, den so genannten Aneurysmen, sowie Gefäßmissbildungen bringt der innovative Zwei-Ebenen-Angiograf den entscheidenden Vorteil. „Dank der Dreidimensionalität können wir Ärzte das Geschehen im Gehirn sehr viel genauer diagnostizieren und eine maßgeschneiderte Therapie in die Wege leiten“, erklärt Chefärztin Dr. Ingrid Bär. Bei der interventionellen Therapie unterstützen die präzisen dreidimensionalen Bilder die Radiologen bei der Verödung der Gefäße.

Präzise Bilder - verfeinerte Therapie

„Wir können damit sowohl die Diagnostik verfeinern wie auch die Therapie verbessern“, meint auch Prof. Hans-Herbert Steiner, Chefarzt der Neurochirurgie.Oft sitzen die Ärzte der beiden Fachrichtungen Neurochirurgie und Neuroradiologie vor den präzisen Gefäßdarstellungen aus dem Inneren des Kopfes und besprechen, welche Therapie – offener gehirnchirurgischer Eingriff oder interventioneller neuroradiologischer Eingriff – die beste Methode für den Patienten ist.

Chefärztin Dr. Ingrid Bär: Zwei-Ebenen-Angiograph im Einsatz
 

Entscheidend dafür sind u.a. die Lage der Gefäßverletzung wie auch die Größe des Gefäßes. So sind sehr kleine Gefäße interventionell oft nicht zu behandeln, da der Katheter zu groß dafür ist, auf der anderen Seite lassen sich Gefäßläsionen in den Tiefen des Gehirns mittels eines offenen Eingriffes nicht erreichen.

Noch mehr Sicherheit für den Patienten

Die Chefärztin lobt die technischen Fortschritte, die der Zwei-Ebenen-Angiograf bietet. So werden nicht nur die durchleuchteten Blutgefäße auf dem Bildschirm gestochen scharf und – dank der nun möglichen Rotationsangiographie – dreidimensional wiedergegeben. Das umfassende Software-Paket erlaubt zudem die Überlagerung der Aufnahmen von Computer- und Magnetresonanztomografie sowie Angiografie. „Die Eingriffe werden damit für den Patienten noch sicherer“, so Bär.

Rund eine Million Euro investierte das Klinikum Nürnberg in das neue Gerät inklusive der dafür notwendigen Baumaßnahmen. „Das sind wir unseren Patienten schuldig“, sagt Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann. Als Krankenhaus der höchsten Leistungsstufe wolle das Klinikum Nürnberg seinen Patienten „den ganzen Werkzeugkasten der modernen Medizin“ bieten. Schließlich behandle das Klinikum Nürnberg viele schwer- und schwerstkranke Patienten nach den neuesten medizinischen Standards.

Weniger Strahlenbelastung durch gepulste Durchleuchtung

Mit dem neuen Gerät verfügt das Klinikum Süd nun über zwei hochmoderne Angiografiegeräte. Der Ein-Ebenen-Angiograf wurde bereits im Sommer 2008 erneuert. Von beiden Angiografen und ihrer exzellenten HD-Bildqualität profitieren alle Patienten mit Gefäßerkrankungen im Klinikum Süd. Zu 60 Prozent werden die zwei Geräte zur Diagnostik von Gefäßerkrankungen eingesetzt, zu 40 Prozent bei interventionellen Eingriffen an den Gefäßen. Dank der „gepulsten“ Durchleuchtung – die Strahlung wird dabei immer wieder für Bruchteile von Sekunden ausgesetzt – sinkt die Strahlenbelastung für die Patienten deutlich.

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Klinik für Neurochirurgie

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Autorin/Autor: Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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