Neuer Chefarzt in der Unfallchirurgie
Seit September ist PD Dr. Hermann Josef Bail Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie im Klinikum Süd.
Unter der Regie des neuen Chefarztes soll die Bedeutung der Unfallchirurgie im Klinikum Süd als überregionales Traumazentrum für die Behandlung Schwerverletzter gestärkt und die Orthopädische Chirurgie mit spezialisierten Teams für Wirbelsäulentherapie, Gelenkersatz oder Sportverletzungen weiter entwickelt werden.
Für diese Aufgabe bringt der 45-jährige Bail reichhaltige Erfahrung vor allem aus seinem langjährigen Einsatz an der Charité Berlin mit, wo er zuletzt als Stellvertretender Klinikdirektor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie arbeitete.
Überregionales Traumazentrum mit wachsender Bedeutung
In der Unfallchirurgie hat sich Bail u.a. durch seine Mitarbeit bei der Einführung des weltweit anerkannten Ausbildungskonzeptes ATLS (Advanced Trauma Life Support), einem standardisierten, prioritätenorientierten Schockraummanagement für Schwerverletzte, bundesweit einen herausragenden Ruf erworben. Die Bedeutung der Unfallchirurgie im Klinikum Nürnberg Süd als überregionales Traumazentrum wird in Zukunft weiter wachsen: Im Rahmen des Traumanetzwerkes Mittelfranken werden die Unfallchirurgie des Klinikums Nürnberg sowie die Unfallchirurgie der Uniklinik Erlangen als überregionale Traumazentren ausgewiesen.
Wirbelsäulenzentrum im Aufbau
Einzelne Säulen der Unfall- und orthopädischen Chirurgie will Bail zu eigenständigen Einheiten mit spezialisierten Teams und fachbezogenen Sprechstunden für Patienten ausbauen. Dabei setzt er gezielt auf innovative Techniken z.B. in der Wirbelsäulenchirurgie, der Endoprothetik und der Fußchirurgie. Die Sportorthopädie und –traumatologie wird ihren hohen Stellenwert behalten. In enger Zusammenarbeit mit der Geriatrie und der Physikalischen Medizin soll ein Zentrum für Altersfrakturen entstehen, gemeinsam mit der Neurochirurgie und der Physikalischen Medizin soll bis Anfang nächsten Jahres ein Wirbelsäulenzentrum aufgebaut werden.
Bail selbst will sich – neben der Unfallchirurgie – vor allem in der Wirbelsäulenchirurgie, der Beckenchirurgie und der rekonstruktiven Chirurgie einbringen. Besonders bei der Behandlung von Pseudoarthrosen und Knochendefekten sieht Bail sich und die Klinik in der Pflicht, da seiner Ansicht nach das Klinikum Nürnberg am ehesten in der Lage ist, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und aufwändige Versorgungsstrategien umzusetzen.
Nach dem Medizinstudium in Erlangen wechselte der gebürtige Franke nach kurzen Stationen im Krankenhaus Kulmbach und an der Uniklinik Erlangen 1995 an die Charité Berlin. 2004 habilitierte er an der Humboldt Universität und Freie Universität Berlin zum Privatdozenten (PD), 2006 wurde er zum Stellvertretenden Klinikdirektor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie an der Charité ernannt.
Autorin/Autor: Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

