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Spatenstich für Erweiterungsgebäude

Das Erweiterungsgebäude am Klinikum Süd wird erste Anlaufstelle für alle Patienten des Herz-Kreislauf-Zentrums

Bayerns Gesundheitsminister Dr. Markus Söder und Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly nahmen am 2. Oktober den Spaten in die Hand und gaben so den Startschuss für den Neubau eines Erweiterungsgebäudes am Klinikum Nürnberg Süd. Das neue zweistöckige Gebäude vor dem Haupteingang des Klinikums Süd soll im Dezember 2010 eröffnet werden. Die Baukosten betragen 20 Millionen Euro.

Gesundheitsminister Söder freut sich, dass der Freistaat Bayern „bei der Finanzierung mithelfen konnte“ und spricht angesichts der innovativen Medizintechnik, die in dem Erweiterungsbau ihren Platz finden wird, von einem „Meilenstein für das Herz-Kreislaufzentrum im Klinikum Nürnberg“. Für Söder ist das Klinikum Nürnberg ein "Schmuckstück in der Bayerischen Krankenhauslandschaft“.

Auch Oberbürgermeister Maly spricht von einem weiteren großen Schritt für das Klinikum Nürnberg. Das neue Herz-Kreislauf-Zentrum trage „einer veränderten Krankenhausphilosophie“ Rechnung. „Wir denken die Behandlung heute vom Patienten aus und reißen damit Mauern zwischen den Fachdisziplinen ein.“ 

Spatenstich als Startsignal
 

Immer mehr Patienten

„Der Neubau ist notwendig geworden, weil sich die Zahl der von Kardiologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie des Klinikums behandelten Patienten seit 1995 fast verdoppelt hat“, erklärt Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann. Seit dem ersten vollen Betriebsjahr des Klinikums Nürnberg Süd im Jahre 1995 bis 2008 ist die Zahl der Patienten von 4.535 auf 8.575 gestiegen. Dabei ist die Zahl der Betten der drei Kliniken mit insgesamt 200 gleichgeblieben.

Gleichzeitig sank die durchschnittliche Verweildauer in der Herzchirurgie auf 8,7 Tage, in der Gefäßchirurgie auf 7,3 Tage und in der Kardiologie auf 5,5 Tage. Immer mehr Patienten werden also in immer kürzerer Zeit behandelt. Im Hauptgebäude des Klinikums Süd wurde es daher für die Patienten, ihre Besucher und die behandelnden Ärzte sehr eng.

Der Neubau, der zudem mit einer Tiefgarage mit 22 Stellplätzen ausgestattet ist, sorgt nun für Entlastung. Über einen Verbindungsgang ist er direkt an das Hauptgebäude angeschlossen. Kurze Wege zu Radiologie, Notaufnahme, den Stationen von Kardiologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie und weiteren Operationssälen sind damit garantiert.

Innovative Medizintechnik

Im neuen Gebäude finden Diagnostik und Therapie statt. Alle Nicht-Notfall-Patienten erhalten eine zentrale Anlaufstelle, die Kardiologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie  gemeinsam betreiben. Notfallmäßig aufzunehmende Patienten werden weiterhin über die Notaufnahme im Klinikum Süd aufgenommen. Zwei zusätzliche Operationssäle, ausgestattet mit neuester Medizintechnik und eine Kardangiographie mit Magnetsteuerung zur Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen, werden in dem Gebäude Platz finden.

Von den Gesamtkosten in Höhe von 20 Millionen Euro trägt der Freistaat Bayern rund 2,5 Millionen, 500.000 Euro steuert der Nürnberger Verleger Bruno Schnell mit einer Spende bei. 1990 leistete Dr. Theo Schöller mit der Spende von einer Million Deutsche Mark die Anschubfinanzierung für die Herzchirurgie im Klinikum Nürnberg.

Autorin/Autor: Bernd Siegler / Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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