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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Über uns >> 2009 >> Keine Angst vor der Narkose

Keine Angst vor der Narkose

Prof. Dr. Axel Junger ist Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

 „Vor einer Narkose braucht sich niemand zu fürchten“, versichert Prof. Dr. Axel Junger, der seit Mai die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin im Klinikum Nord und Süd leitet. Die Anästhesie steht medizinisch auf soliden Füßen, so dass Komplikationen heute äußerst selten sind. Das Augenmerk des neuen Chefarztes bei der weiteren Entwicklung seiner Klinik gilt vor allem Patienten mit schweren Vorerkrankungen wie Herzkreislauf-Störungen, die sich einer Operation unterziehen müssen. „Je früher wir Risikopatienten erkennen und behandeln, desto mehr können wir für sie tun.“

Ein intensives Vorhersage-Scoring hilft, gefährdete Patienten frühzeitig zu entdecken und zu behandeln. Denn in der Intensivmedizin spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle. "Eine frühzeitige und effektive Behandlung ist für den Behandlungserfolg ausschlaggebend", so Junger. Damit erreiche man oft  mehr als mit neuen Medikamenten.

Der  42-jährige Chefarzt setzt daher auf eine intensive Optimierung aller Prozesse.  „Um das optimale Ergebnis zu erzielen, müssen eine Vielzahl einzelner Bausteine passgenau ineinander greifen“, erklärt Junger. Für ihn sind Begriffe wie Prozesssteuerung, Effizienz und Optimierung keine rein ökonomischen Kategorien, mit deren Hilfe Geld gespart werden soll, sondern beschreiben zentrale Weichenstellungen für die Gesundheit des Patienten.

Prof. Dr. Axel Junger, Chefarzt der Anästhesiologie und Operativen Intensivmedizin
 

Bewusste Entscheidung für kommunales Krankenhaus

Für seine neuen Aufgaben bringt Junger vielfältige Erfahrungen aus dem deutschen und dem anglo-amerikanischen Gesundheitswesen mit. Über Hamburg-Harburg und Karlsruhe kam er 2000 an die Uniklinik Gießen, wo er zuletzt als Stellvertretender Direktor und kommissarischer Leiter der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin tätig war. Im März 2007 wechselte er als Full Professor der Anästhesiologie an die Uniklinik in Halifax, Kanada. Von hier bringt Junger wichtige Impulse mit: Vor allem die flachen Hierarchien, die selbstständigen Behandlungsteams und eine effizientere Arbeitsteilung zwischen den beteiligten Berufsgruppen haben ihn beeindruckt.

Doch er lernte auch die Nachteile des kanadischen Gesundheitssystems erkennen. Zwar erhielten alle Patienten - anders als im Nachbarland USA - unabhängig von ihrem Einkommen eine qualitativ hochwertige medizinische Behandlung, doch die Wartezeiten seien lang. Oft müssten Patienten Wochen und Monate auf ihre stationäre Behandlung warten. „Ich habe mich daher ganz bewusst für ein kommunales Krankenhaus in Deutschland wie dem Klinikum Nürnberg entschieden.“

Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

Autorin/Autor: Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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